Archiv für den Monat: Oktober 2012

Quelle: Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung

Pro Organspende

Organtransplantation wird derzeit in den Medien heiß diskutiert. Nicht nur wegen den jüngsten Skandalen an mehreren deutschen Kliniken, sondern auch weil ab 01. November ein neues Gesetz zur Organspende inkraft tritt.

Was ist neu?

Alle Bürger ab 16 werden nun alle zwei Jahre zur Organspende befragt. Die Krankenkassen verschicken Briefe mit Informationsmaterial und Organspendeausweisen. Dann kann sich jeder für oder gegen eine Spende entscheiden oder den Brief einfach wegwerfen. Zukünftig soll die Einverständniserklärung auch auf der elektronischen Versicherungskarte gespeichert werden.
Zahlreiche Mediziner kritisieren diese Kompromisslösung der Bundesregierung. Sie befürworten die sogenannte „Widerspruchslösung“: Jeder Mensch ist Organspender, außer er entscheidet sich aktiv dagegen.

Warum ist Organspende so wichtig?

12 000 Menschen in Deutschland warten derzeit auf ein Spenderorgan, doch nur jeder Dritte bekommt eines rechtzeitig. Die Länge der Warteliste entscheidet über Leben und Tod: täglich sterben drei Wartende. Ein Organspender kann jedoch vier bis fünf Leben retten. Doch weniger als 10 % der deutschen Bevölkerung besitzen einen Organspendeausweis.

Laut Umfragen sind die meisten nicht grundsätzlich gegen eine Organspende, sie beschäftigen sich nur ungern mit dem eigenen Tod oder sind nicht ausreichend informiert. Weitverbreitete Ängste sind beispielsweise, dass Organe  zu früh entnommen werden oder dass der eigene Körper wie ein Ersatzteillager behandelt und ausgeweidet wird.

Wie läuft die Organentnahme und Transplantation ab?

Vor einer Entnahme stellen zwei Neurologen unabhängig voneinander und im zwölfstündigen Abstand den Hirntod fest. Hirntod bezeichnet die irreversible erloschene Gesamtfunktion des Gehirns. Organentnahme und Organtransplantation sind in Deutschland strikt getrennt. Für die Organentnahme sind Mitarbeiter der Deutschen Stiftung für Organtransplantation (DSO) verantwortlich. Die Stiftung Eurotransplant mit Sitz in den Niederlanden ist zuständig, wer die Organe bekommt. Typische Spenderorgane sind Herz, Leber, Nieren, Lunge, Bauchspeicheldrüse sowie der Dünndarm. Im Organspendeausweis kann vermerkt  werden, welche Organe nicht entnommen werden dürfen.

Pro Organspende

Ich persönlich habe mich schon vor etlichen Jahren pro Organspende entschieden. In meinem weiteren Bekanntenkreis habe ich gesehen, wie eine Organspende zu neuem Leben verhelfen kann. Daraufhin habe ich einen Organspendeausweis ausgefüllt und auch meine Angehörigen und Freunde über meine Entscheidung informiert, damit im Ernstfall alle Bescheid wissen.
Ich respektiere die Entscheidung anderer, die sich gegen eine Organspende aussprechen. Aber ich finde, wir sind es uns und unseren Mitmenschen schuldig, sich einmal aktiv mit diesem wichtigen Thema auseinandergesetzt zu haben. Denn jeder kann in die Situation kommen, dass er auf ein Spenderorgan angewiesen ist!

Nützliche Links

 



Studie: Gesundheits-Check-Up nützt weniger als erhofft

Frauen und Männern ab 35 Jahren zahlt die gesetzliche Krankenkasse alle zwei Jahre eine regelmäßige allgemeine Vorsorgeuntersuchung. Vor allem Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Nierenprobleme, Bluthochdruck und Diabetes sollen dadurch frühzeitig erkannt werden. Weiterlesen

Derzeit leuchtet es wieder orange in Deutschland. Ausgehöhlte Kürbisse mit furchterregenden Gesichtern zieren zu Halloween zahlreiche Hauseingänge und auch aus dem Gemüseregal im Supermarkt strahlen die Kürbisse mit ihrer leuchtenden Farbe. Kürbisse eignen sich aber nicht nur zur Dekoration, sondern sind auch kulinarisch vielseitig einsetzbar und vor allem sehr gesund. Kürbis ist nicht nur ein fettarmes und vitaminreiches Gemüse, er lässt sich auch vielseitig zubereiten. Finden Sie hier ein leckeres Rezept sowie Informationen, was Sie beim Kauf beachten sollten und lernen Sie verschiedenen Kürbissorten kennen.

Kürbis: oranges Gesundheitswunder – Rezept, Infos, Tipps

Derzeit leuchtet es wieder orange in Deutschland. Ausgehöhlte Kürbisse mit furchterregenden Gesichtern zieren zu Halloween zahlreiche Hauseingänge und auch aus dem Gemüseregal im Supermarkt strahlen die Kürbisse mit ihrer leuchtenden Farbe. Kürbisse eignen sich aber nicht nur zur Dekoration, sondern sind auch kulinarisch vielseitig einsetzbar und vor allem sehr gesund.

Kalorienarmer Genuss

Der Kürbis besteht zu über 90 % aus Wasser. 100gr Fruchtfleisch haben unter 30 Kalorien. Außerdem ist es reich an Vitamin-C, Kalzium, Kalium, Magnesium und, wie die Farbe schon vermuten lässt, an Beta-Carotin.
Noch gesünder ist Kürbiskernöl, das wertvolle ungesättigte Omega-6 Fettsäuren enthält. Auch die volle Bandbreite an Vitaminen A, B1, B2, B6, C, D und E deckt das Kürbiskernöl ab. Außerdem besteht es aus vielen Mineralstoffen wie Kalium, Zink, Mangan, Eisen, Magnesium und Kalium. Diese sekundären Pflanzenstoffe senken nicht nur den Cholesterinspiegel, sondern besitzen auch krebshemmende Eigenschaften. Außerdem soll Kürbiskernöl die Heilung von gutartigen Prostataerkrankungen fördern.

Was gibt es beim Kürbiskauf zu beachten?

Ein reifer Kürbis klingt innen hohl und der Blütenansatz lässt sich mühelos eindrücken. Der Kürbis sollte keine Druckstellen aufweisen, da er sonst schnell zu schimmeln beginnt. Im Keller können Sie Kürbisse bis zu einem halben Jahr aufbewahren, aufgeschnitten im Kühlschrank bis zu sechs Monaten. Kleine Kürbisse sind aromatischer, große brauchen mehr Gewürze. Kürbisse sind nicht jedermanns Geschmack, besonders Kinder sind für dieses gesundes Gemüse häufig nicht zu begeistern. So können größere Kürbisse ein guter Einstieg sein, da sie weniger Eigengeschmack haben – Kürbis mit Beilagen servieren, die auch Ihren Kindern schmecken.

Welche Kürbissorten gibt es?

Der wohl bekannteste Speisekürbis ist der Hokkaido-Kürbis. Sein Namensgeber ist eine japanische Insel. Dort wurde er Ende des 19. Jahrhunderts von den Amerikanern eingeführt. Mit ein bis zwei Kilogramm ist der Hokkaido-Kürbis relativ klein. Er hat einen leicht nussigen Geschmack, sein Fruchtfleisch ist faserarm und was viele nicht wissen – die Schale kann mitgegessen werden.

Der Feigenblattkürbis erinnert optisch an eine Wassermelone, er ist grün mit weißlichen Streifen und seine Kerne sind ebenso verteilt wie bei einer Wassermelone. Seine Blätter haben die Form eines Feigenblatts, daher auch der Name. Der Feigenblattkürbis zeichnet sich durch süßes Fruchtfleisch aus, hat jedoch für einen Kürbis verhältnismäßig wenig Mineralstoffe und Vitamine.

Butternut oder Butternusskürbis ähnelt in der Form einer Birne. Wie der Name schon vermuten lässt, schmeckt dieser Kürbis leicht nach Butter und dezent süßlich. Der Butternusskürbis hat nur sehr wenige Kerne, das erleichtert natürlich die Verarbeitung. Die Größe ist bei dieser Kürbisart für das Aroma ausschlaggebend – am besten ist es bei ca. 20-30 cm. Den Stiel bei der Lagerung nicht entfernen, da er sonst schneller austrocknet.

Leckeres Kürbis-Rezept zum Nachkochen

Ich habe ein etwas ausgefalleneres Rezept ausgewählt, da wohl jeder ein Rezept für Kürbissuppe zuhause hat 🙂

Schmorgemüse mit Feta-Dip – das benötigen Sie für 4 Personen:

  • 2 rote Zwiebeln
  • 1 rote Paprika
  • 4 Zucchini (wahlweise grüne und gelbe)
  • 2 Pastinaken
  • 1 Butternusskürbis
  • 4 Zweige frischer Rosmarin
  • 400gr Fetakäse
  • 500gr Joghurt
  • 250ml Gemüsebrühe
  • 2-3 Knoblauchzehen
  • 10 EL Olivenöl
  • Salz
  • frisch gemahlener schwarzer Pfeffer

Zubereitung:

  • Die Zwiebeln schälen und achteln. Paprika, Pastinaken und Zucchini waschen und in grobe Stücke schneiden. Butternusskürbis vierteln und Kerne entfernen. Schale wegschneiden und das Fruchtfleisch in Spalten schneiden. Rosmarin waschen  und bis auf einen Zweig, Nadeln von den Zweigen lösen.
  • Olivenöl in einer großen Pfanne erhitzen, Gemüse und Rosmarin darin unter Wenden anbraten, mit Salz und Pfeffer würzen. Aus der Pfanne nehmen und in eine gefettete Auflaufform geben. Gemüsebrühe aufkochen und über das Gemüse gießen. Im vorgeheizten Backofen bei 180 Grad 20–25 Minuten schmoren.
  • Knoblauch schälen und grob hacken. Feta grob zerbröseln. Feta und Knoblauch in einen Rührbecher geben, mit einem Pürierstab pürieren, Joghurt zufügen und unterrühren. Mit Salz und Pfeffer würzen.
  • Gemüse auf einer Platte mit einem Klecks Dip anrichten. mit Rosmarin garnieren. Restlichen Dip in einem Schälchen mit 1 EL Öl beträufelt dazureichen. Fladenbrot schmeckt besonders lecker dazu.
    Quelle & weitere Kürbis-Rezepte finden Sie unter www.lecker.de

Bei Laktoseunverträglichkeit laktosefreien Käse und Joghurt verwenden.

Viel Spaß beim Nachkochen!



Im Trend: aktive Regeneration mit Blackroll™

Gegen Verspannungen und Muskelkater helfen professionelle Massagen. Die sind allerdings auf Dauer ziemlich teuer. Eine Alternative für den Alltag: Selbstmassage-Einheiten mit der Blackroll.

Die Anwendung ist denkbar einfach. Mit der gewünschten Muskelpartie legt man sich auf den 30 cm langen Zylinder und rollt über den Muskel. Durch intensiven Druck auf spezielle Muskelpunkte werden Verklebungen der Faszien (Bindegewebe) gelöst, die Muskeln und Muskelgruppen umhüllen – die Durchblutung wird angeregt, Verspannungen lösen sich. Regelmäßig durchgeführte Übungen – die Rolle wird mit einer Anleitungs-DVD geliefert – steigern die Elastizität und das Leistungsvermögen der Muskeln, Haltungsschäden und den daraus resultierenden Schmerzen wird vorgebeugt.

Als optimale Ergänzung zur Blackroll gibt es seit diesem Jahr die Blackroll Balls in zwei unterschiedlichen Größen und die Blackroll Mini, mit denen sich nun alle Körperpartien bearbeiten lassen – für die kleine Massage überall und zu jeder Zeit, auch auf Reisen.

Mehr zum Thema „Sport und Fitness“ in unserem Gesundheitsreise.de-Blog:



Neues Gütesiegel für Bett+Bike Sport

Im Sauerland startet das Pilotprojekt „Bett+Bike Sport“. Das neue Qualitätslabel des Allgemeinen Deutschen Fahrrad Clubs (ADFC) soll speziell sportlichen Radurlaubern, die mit Rennrad oder Mountainbike unterwegs sind, zukünftig die Auswahl einer geeigneten Unterkunft erleichtern. Weiterlesen



Welcher Yogastil passt zu mir?

Viele Yoga-Einsteiger sind von der Fülle des Angebots erschlagen.  Auch mir ging es zu Beginn so. „Welcher Yogastil passt zu mir? Was verbirgt sich hinter dem jeweiligen Yogastil? Welcher ist besonders für Anfänger geeignet?“, das sind Fragen, die fast jeden Yoga-Anfänger beschäftigen.

Damit Sie sich besser zurechtfinden, habe ich Ihnen eine kleine Auswahl bekannter Yogastile mit ihren jeweiligen Besonderheiten zusammengestellt:

  • Ashtanga (Vinyasa) Yoga: Es ist eine der ältesten Formen von Yoga, Körperhaltung und Atmung stehen im Mittelpunkt. Die Bewegungen sind sehr kraftvoll und dynamisch. Dieser Yogastil ist bei Anfängern und auch bei Männern sehr beliebt. Vinyasa Yoga ist die sportliche Version des Ashtanga Yoga mit Wurzeln im Hatha Yoga. Vinyasa bedeutet „Bewegung und Atmung zu synchronisieren“. Die Stunde beginnt mit den berühmten Sonnengrüßen (Vinyasas) und endet mit Atem-(Asanas) und Entspannungsübungen.
  • Hatha Yoga ist sehr körperorientiert. Da man länger in einer Haltung verweilt und sich so bewusst auf seine Körperhaltung und Atmung konzentriert, ist dieser Yogastil besonders für Anfänger geeignet. Hatha bedeutet übersetzt „Kraft“. Dies verdeutlicht die Anstrengung, die notwendig ist, um ein gestecktes Ziel zu erreichen.
  • Bikram Yoga ist nichts für Kreislaufschwache. Yogaübungen werden bei einer Raumtemperatur von etwa 40 Grad ausgeführt. Die Wärme erhöht die Dehnbarkeit des Körpers und das Schwitzen entgiftet und entschlackt den Körper.
  • Jivamukti Yoga: Dieser Yogastil hat seine Ursprünge in den 1980er Jahren. Moderne Musik begleitet die Yogaübungen. Das Singen von Mantren, sowie das Vorlesen von heiligen Schriften zur spirituellen Selbstfindung gehören ebenfalls zu einem typischen Ablauf wie die Verbreitung von Umweltbewusstsein und sozialer Verantwortung.
  • Power Yoga wurde von Bryan Kest erfunden. Zu seinen Kunden zählen Hollywood-Größen wie Madonna. Das 45minütige Workout kombiniert klassische Workoutelemente wie Ausdauer, Koordination, Kraft und Herz-Kreislauf mit traditionellen Yogaübungen. Power Yoga soll nicht nur für eine Top-Kondition sorgen, sondern auch Körper, Geist und Seele in Einklang bringen.Lesen Sie mehr aus unserer Yoga-Blogreihe:
  • Tipps für Anfänger – eine erfahrene Yoga-Lehrerin gibt Ratschläge für Yoga-Neulinge
  • Yoga – Erfahrungsbericht – wertvolle Hintergrundinformationen plus Yoga-Übungen für zwischendurch


Top-Bewertung für neue Traumschleife

Mit 85 Erlebnispunkten hat das Deutsche Wanderinstitut die Nohener-Nahe-Schleife als Spitzenweg ausgezeichnet…  Mit 85 Erlebnispunkten hat das Deutsche Wanderinstitut die Nohener-Nahe-Schleife als Spitzenweg ausgezeichnet. Der seit dem 3. Oktober geöffnete, rund 12 km lange Rundwanderweg ergänzt die „Traumschleifen Saar-Hunsrück“. Weiterlesen



Herbstzeit ist Pedelec-Zeit

Wenn sich die Blätter färben, die Temperaturen angenehm mild sind und klare Luft in die Lungen strömt, dann beginnt die schönste Jahreszeit für Radtouren. Prädestiniert für den Gesundheitssport mit mäßiger Herz-Kreislauf-Belastung sind Pedelecs, deren Elektromotor den Fahrer zwar unterstützt, aber nur, wenn er selbst in die Pedale tritt. Weiterlesen



Tipps bei Erkältung

Herbstzeit ist Erkältungszeit. Die Tage werden kürzer und kühler. Oftmals sind wir noch zu sehr auf Sommer eingestellt; warme Klamotten, Mütze und Schal sind noch im Keller verstaut – und ehe wir uns versehen hat uns die erste Erkältungswelle erwischt. Der Hals kratzt, die Nase trieft – doch was tun?

Diesen Erkältungszaubertrank bereite ich mir bei den ersten Anflügen eines Schnupfens zu oder auch, wenn es mich schon voll erwischt hat.

 

 

Der Erkältungszaubertrank enthält folgende Zutaten:

  • 12 Nelken
  • 1 Zimtstange
  • 2 Scheiben frischen Ingwer
  • einige Kardamomkörner
  • Honig
  • 1 Zitrone
  • 1 Liter Wasser

Das Wasser in einem Kochtopf zum Kochen bringen. Anschließend Nelken, Kardamom, Ingwer und die Zimtstange dazugeben. Das Gemisch zwei Minuten kochen lassen und anschließend 20 Minuten ziehen lassen und abseihen. Zum Schluss noch den Saft einer Zitrone hinzugeben und nach Belieben mit Honig süßen.

Ingwer ist aufgrund seiner reinigenden und antibakteriellen Wirkung ein beliebtes Hausmittel gegen Erkältungen. Aber nicht nur bestehende Beschwerden können mit ihm behandelt werden, Ingwer stärkt auch vorbeugend die eigenen Abwehrkräfte. Tee aus der Ingwerwurzel wird schon seit mehreren tausend Jahren in Asien als Heilmittel verwendet. Ingwertee ist außerdem ein wichtiger Bestandteil gesunder Ernährung in der Lehre des Ayurveda.

Eine selbstgekochte Hühnersuppe passt super als Ergänzung, denn der enthaltene Eiweißstoff Cystein wirkt entzündungshemmend. Die Wirkung von Hühnersuppe ist sogar wissenschaftlich bestätigt. Eine Studie der Universität von Nebraska belegt, dass Hühnersuppe weiße Blutkörperchen im Körper blockiert. Die weißen Blutkörperchen setzt der Organismus bei Virusinfektionen in großen Mengen frei und sie verursachen Entzündungen, deren Symptome wir allgemein als Gliederschmerzen bezeichnen.

Weitere Tipps finden Sie auch bei www.mittags-pause.de

Mit viel Schlaf ist die Erkältung am nächsten Tag hoffentlich verflogen bzw. leichter erträglich!



Yoga – Tipps für Anfänger

Yoga ist mehr als seinen Körper zu verbiegen – es ist eine Lebensphilosophie mit jahrtausendealten Wurzeln. Sie verfolgt das Ziel, mit sich selbst und seiner Umwelt im Einklang zu sein. Auch bei uns in Deutschland hat die indische Gesundheitslehre zahlreiche Anhänger und viele mehr wollen es werden.
Was Einsteiger beachten sollten – von der Trainingsintensität bis hin zur Wahl des geeigneten Trainers – erklärt Marion Bachinger im Interview mit Gesundheitsreise.de.

Gesundheitsreise.de: Wie läuft eine Yogastunde ab?

Bachinger: Sanfte Spürübungen und Atemübungen verbinden uns mit dem eigenen Körper und bringen uns ins Hier und Jetzt. Die Gedanken dürfen vorüberziehen. Um den Körper aufzuwärmen beginnen meine Yogastunden mit dem Sonnengruß.

Anschließend, je nach Yogakenntnissen der Gruppe, eine Serie von kräftigenden Hatha Yoga Haltungen oder auch einem Yoga-Flow. Es folgen einige Dehnungsübungen. Die Entspannung und Meditation am Ende bringt Ruhe und Ausgeglichenheit.

Weltweit gibt es über 40 verschiedene Yoga-Stile. Welche Stilrichtung eignet sich besonders für Yoga-Anfänger?

Ich habe sehr viele verschiedene Yogarichtungen in Form von Workshops und Fortbildungen kennengelernt. Für mich ist Hatha Yoga am einfachsten für Einsteiger zu vermitteln. Hier wird über die Körperhaltungen, der Geist und die Seele angesprochen. Man verweilt länger in einer Haltung und kann so gut auf die Ausrichtung der Gelenke und die Atmung achten.

Es ist gut zu Beginn Hilfsmittel wie Blöcke und Gurten, wie von Iyengar entwickelt, als Unterstützung zu verwenden.

Was sollten Einsteiger beachten? Wie viele Trainingseinheiten pro Woche sind für den Beginn empfehlenswert?

Anfänger sollten auf jeden Fall auf die Ausbildung des jeweiligen Yogalehrers achten. Anatomische Kenntnisse und langjährige Unterrichtspraxis sind hier sehr wichtig. Ein guter Yogalehrer wird immer sanft und achtsam die Übungen anleiten und auch erkennen, was zu viel oder zu wenig ist.

Man sollte immer die eigenen Grenzen wahrnehmen und auch respektieren. Falscher Ehrgeiz ist hier fehl am Platz. Es kommt außerdem darauf an, wie sportlich die Einsteiger sind und auch in welchem Alter Sie sich befinden. Das würde ich sehr individuell empfehlen. 3-mal pro Woche ist zu Beginn auf alle Fälle machbar.

Worauf sollte man bei der Wahl des Yogastudios und Trainer achten?

Man sollte auf die Erfahrung, und Ausbildung des Lehrers achten. Man sollte einige unterschiedliche Richtungen ausprobieren, bevor man sich entscheidet. Der Lehrer sollte motivieren, aber immer die Grenzen der jeweiligen Schüler beachten. Auch ein persönliches Gespräch ist hilfreich, um festzustellen ob man am richtigen Ort gelandet ist.

Was bewirkt Yoga?

Yoga ist ein ganzheitliches Konzept. Körper, Geist und Seele werden in Einklang gebracht. Der Körper wird gekräftigt und gedehnt, Grenzen werden ausgelotet, Verspannungen und Blockaden dürfen sich lösen. Gleichzeitig verändert sich auch die Bewusstseinsebene. Ausgeglichenheit und Zufriedenheit sind das Ergebnis von regelmäßigem Üben.

Auch im Alltag wird man Veränderungen wahrnehmen. Mehr Achtsamkeit dem eigenen Körper und der Natur gegenüber und ein herzoffener Zugang zu anderen Menschen entstehen. Man bekommt das Gefühl für das Richtige und vertraut dem Fluss des Lebens mehr.

Welche Übungen eignen sich für eine kleine Auszeit zwischendurch, z.B. in der Mittagspause?

In Indien werden scheinbar die ersten 2 Jahre nur Standhaltungen unterrichtet. Im Westen wird von Anfang an immer Neues gefordert und nach Abwechslung gesucht. Dabei findet sich in einer einzigen Haltung die ganze Dimension wieder.

Der Baum und alle Kriegerhaltungen aktivieren und verwurzeln. Außerdem eignen sich sanftes Rück- und Vorbeugen im Stehen. Und auf alle Fälle Drehungen der Wirbelsäule, das Aktiviert das Nervensystem.


Marion Bachinger ist diplomierte Hatha Yoga-Lehrerin. Sie absolvierte eine zweijährige Ausbildung und hat zahlreiche Workshops und Fortbildungen zu den verschiedensten Yoga-Stilen wie Vinyasa-Yoga oder Intensiv-Yoga besucht. Seit 2007 bietet sie Yoga-Reisen in ihr Lieblingsland, Marokko, an.

 

 

 

Wissenswertes rund um das Thema „Yoga“ lesen Sie auch in diesem Blogbeitrag: http://www.gesundheitsreise.de/blog/yoga-entspannen/