Archiv für den Monat: Mai 2013



Meditation – der Weg zur inneren Ruhe

Der Begriff Mediation lässt sich vom lateinischen Wort meditatio ableiten und bedeutet übersetzt so viel wie nachdenken oder besinnen. Meditation wird in vielen Religionen ausgeübt und gehört zur spirituellen Praxis. Meditation ist anders als das Gebet keine Zwiesprache mit Gott, sondern vielmehr das Erreichen eines Bewusstseinszustandes, kann jedoch ebenfalls dem Ziel dienen Kontakt mit spirituellen Dimensionen herzustellen. In den östlichen Kulturen dient Meditation oft als Übung zur grundlegenden und zentralen Bewusstseinserweiterung.

Woher kommt Meditation?

Der Akt des Meditierens kann auf viele Ursprünge zurückgeführt werden, am weitesten lässt er sich jedoch in Indien zurückverfolgen. Besonders tief ist die Meditation im Buddhismus, Hinduismus und Jainismus verankert und wird meist als verschiedene Zustände der Versenkung beschrieben, welche das Ziel der Erleuchtung oder des Erreichens des Nirwanas haben. Auf diese ursprüngliche Form lassen sich unter anderem das indische Yoga, aber auch das chinesische Chan und das japanische Zen zurückführen. In der christlichen Tradition ist das Meditieren als Teil der geistlichen Übungen anzusiedeln und diente damals neben Lesungen, Gebeten und gegensätzlichen Betrachtungen der Sammlung des Geistes. Die heute bekannte Mediation erreichte vor allem im 19. Und 20. Jahrhundert die westliche Welt, meist durch die Lehren des Buddhismus oder durch Yoga. In der westlichen Welt wird Meditation meist als nichtreligiöse Methode zur Entspannung und zum Abbau von Stress eingesetzt.

Welche Meditationstechniken gibt es?

Die wohl bekannteste Methode ist das im Lotussitz vollzogene buddhistische Za-Zen. Bei dieser Variante sitzt der Meditierende mit überkreuzten Beinen auf einem Kissen, die Hände ruhen hierbei mit sich berührenden Daumen im Schoß. Diese Methode wird als sogenannte passive Meditation bezeichnet. Neben dieser Ruhemeditation gehören auch Konzentrationsmeditationen und transzendentale Meditationen zu den passiven Methoden. Bei einer Konzentrationsmeditation wird die eigene Konzentration oft auf ein einziges Objekt gelenkt, wie zum Beispiel den Atem, ein imaginäres Bild oder ein Mantra. Diese Fokussierung erleichtert das Ausblenden des eigenen Gedankenflusses und führt zu einer inneren Beruhigung. Zu den aktiven Methoden der Meditationen zählen unter anderem der Zen-Buddhismus, Yoga, Kampfkunst aber auch Tanz. Beim Zen-Buddhismus wird häufig eine körperliche Betätigung zum Fokus der Mediation. So zum Beispiel beim Kinhin – der Gehmeditation, dem Kado – der Weg des Blumenarrangements oder auch beim Zengarten – die Kunst der Gartengestaltung. Das bekannte Yoga hingegen unterstützt durch verschiedene Körperhaltungen und Atemtechniken die Meditation.

Alle Methoden haben gemeinsam, dass sie nur durch regelmäßige am besten tägliche Übung nachhaltig funktionieren. Mediation erfordert viel Geduld und Disziplin, wichtig ist ungeachtet der Methode, dass der Atem frei fließen kann und die Haltung aufrecht ist.

Was bewirkt Meditation?

Regelmäßige Meditation kann sich beruhigend auf Körper und Geist auswirken. Auch belegen Studien, dass regelmäßiges Meditieren die Struktur des Gehirns verändern kann, es sozusagen an bestimmten Stellen trainieren kann. Darüber hinaus kann Meditation bei körperlichen Beschwerden helfen, die Lebensqualität wiederherzustellen, auch wenn die Symptome nicht abgeschwächt werden. Dieses Phänomen wurde vor allem bei der Methode zur Mindfulness Based Stress Reduction (MBSR) nach US-Mediziner Jon Kabat-Zinn festgestellt. Wo durch das Erlernen von Meditationstechniken Befindlichkeitsstörungen gelindert und die Ausgeglichenheit gefördert wird. Medizinisch gesehen ist die Wirkung des meditativen Zustands an einer Veränderung der Hirnwellen festzustellen. Auch werden Herzschlag verlangsamt, Atmung vertieft und Muskelanspannungen reduziert.  Zusammengefasst kann man sagen, dass Meditation sich nicht nur beruhigend auf den Geist und das innere Wohlbefinden auswirken kann, sondern auch positive körperliche Veränderungen hervorrufen kann.



Vorsicht bei Fitnessstudio Verträgen

Gerade am Anfang jeden Jahres, nach den Wintermonaten mit vielen Genüssen und wenig Sport, meldet sich in vielen der Wunsch nach mehr Bewegung und körperlicher Fitness.  Die motiviert gefassten Vorsätze lassen uns zu oft vorschnellen Entscheidungen hinreißen, wie dem Unterzeichnen eines Vertrags im nächstgelegenen Fitnessstudio. Weiterlesen



10 Tipps für besseres Entspannen

Zur Ruhe kommen und Entspannen – das nehmen sich viele nach einem stressigen Arbeitstag oder für das Wochenende vor. Aber mit einfach nur am Sofa sitzen und nichts tun ist es noch nicht getan, richtiges Entspannen ist Kopfsache. In der heutigen Zeit, wo Burn Out sich langsam zu einer Zivilisationskrankheit entwickelt, sollte man sich bewusst Auszeiten schaffen, ob im Büro oder zu Hause. Folgende 10 Tipps sollen Ihnen dabei helfen Ihren Alltag entspannter zu gestalten:

1.    Nehmen Sie sich Zeit

Das wohl wichtigste für eine richtige Entspannungsphase ist genügend Zeit. Entspannung kann man nicht per Knopfdruck ein- oder ausschalten. Genügend Zeit bedeutet jedoch nicht, dass Entspannung erst nach Stunden einsetzt, es reichen oft schon 10 Minuten aus. Wichtig hierbei ist nur, dass die Zeit ausschließlich für das Thema Entspannung genutzt wird. Versuchen Sie an nichts zu denken und sich nur auf Ihre innere Entspannung zu konzentrieren.

 2.    Werden Sie aktiv

Bewegung ist oft die beste Medizin gegen Stress. Ein Grund hierfür ist sicherlich der erhöhte Endorphinausstoß. Sport hilft dabei das Stresshormon direkt abzubauen und etwas Abstand zu den Problemen des Alltags zu gewinnen. So kann schon 15-minütiges Joggen während der Mittagspause so manch ein Problem lösen, aber auch nach der Arbeit kann das Auspowern durch Sport den Alltagsstress verschwinden lassen.

3.    Reagieren Sie sich ab

Ähnlich wie beim Sport, kann ein kurzer Gefühlsausbruch dabei helfen Stress oder Ärger im Nu verschwinden zu lassen. Hauen Sie mit der Faust auf den Tisch oder schimpfen Sie mit Ihrem Computerbildschirm, schnell kann dies zu einem Gefühl der Erleichterung führen. Achten Sie jedoch darauf, dass sich Ihr Gefühlsausbruch nicht gegen andere Menschen bzw. Mitarbeiter richtet und dabei im Büro nichts kaputt geht.

 4.    Schalten Sie ab

In der Zeit des ständigem Erreichbar seins, ist es schwierig einen Moment der absoluten Ruhe zu finden. Aus diesem Grund ist es wichtig, für den kurzen Moment der Entspannung alles andere auszublenden. Schalten Sie für 10 Minuten Ihren Computer, Handy oder andere Geräte einfach aus und versuchen Sie darüber hinaus auch von Arbeitskollegen nicht gestört zu werden. Wenn Sie in einem großen Büro arbeiten suchen Sie sich eine stille Ecke oder gehen kurz vor die Tür und versuchen Sie dabei an nichts zu denken und Ihre Gedanken einfach treiben zu lassen.

5.    Entspannungsübungen

Ob Thai Chi, Atemübungen oder Yoga – Entspannungsübungen können Ihren Alltag erheblich erleichtern. Die meisten Entspannungsmethoden weisen Übungen auf, welche auch in wenigen Minuten durchgeführt werden können, also auch für den Büroalltag geeignet sind.

6.    Nutzen Sie Ihre Sinne

Nicht umsonst heißt es Essen macht glücklich. Verstecken Sie am besten ein Stückchen Ihrer Lieblings-Schokolade im Schreibtisch um vor Stressattacken gewappnet zu sein. Aber auch beruhigende Farben oder die richtige Musik können dabei helfen, das Stresslevel zu senken. Aber auch Düfte können nachhaltig zu Ihrer Entspannung beitragen, oft hilft eine einfache Duftkerze oder Duftlampe. Verschiedene Aromen können unterschiedliche Reaktionen hervorrufen, so hilft Zitronenduft bei der Konzentration und Ylang-Ylang um den Stress abzubauen.

7.    Denken Sie positiv

Die eigenen Gedanken haben große Macht über unser Befinden, ständig analysieren wir uns selbst und überlegen wie man was anders machen könnte. Aus diesem Grund versuchen Sie positiv zu denken und motivieren Sie sich. Sie schaffen das! Auch Selbstlob kann wahre Wunder bewirken. Darüber hinaus sollten Sie vermeiden, sich selbst ständig Druck zu machen. Sätze die mit „Du musst..“ oder „Du sollst..“ beginnen, sollten vermieden werden. Gestehen Sie sich selbst eine Wahlmöglichkeit zu und der Stresslevel wird sofort sinken.

 8.    Achten Sie auf Ihre Atmung

Die Kraft der Atmung ist nicht zu unterschätzen. Versuchen Sie in einer Stresssituation bewusst zu atmen. Atmen Sie ruhig, gleichmäßig und tief in den Bauch und achten Sie darauf den Brustkorb nicht zu heben. Schon 10 Minuten bewusstes Atmen können den Stresspegel senken und eine gewisse Entspannung hervorrufen.

 9.    Schlafen Sie regelmäßig

Regelmäßiger Schlaf ist die Grundlage für die eigene Entspannung. Versuchen Sie möglichst immer zur selben Zeit ins Bett zu gehen um einen Rhythmus in Ihr Schlafverhalten zu bringen. Es ist wichtig dem Körper ausreichend Erholung zu gönnen. Wenn Sie mal etwas später ins Bett gegangen sind, kann ein kurzes Nickerchen dabei helfen den Mangel wieder auszugleichen. Achten Sie jedoch darauf nicht zu lange zu dösen, mehr als 20-30 Minuten können Sie erschlagener aufwachen lassen als zuvor.

10. Bitten Sie um Hilfe

Schlussendlich ist auch wichtig nicht immer alles selber machen zu wollen, sonst läuft man schnell Gefahr sich selbst zu viel zu zumuten. Keiner kann alles alleine schaffen! Gestehen Sie sich ein, wenn Sie überfordert sind. Niemand wird deswegen über Sie urteilen, denn auch die Probleme der Welt lasten nicht auf einem Einzelnen.

Entspannung zu Verschenken
Gewinnspiel: drei Bücher “Nicht immer denken“ zu gewinnen

Der Psychologe Dr. Norman Schmid stellt im 200seitigen Buch wirkungsvolle Strategien zum Abschaltenlernen und –üben vor.
Dabei geht es nicht um völlige „Gedankenlosigkeit“, sondern vielmehr darum, das Denken gezielt zu lenken, um das Überhandnehmen negativer Gedanken zu vermeiden und positive Effekte zu verstärken.

Wollen Sie eins von drei Büchern “Nicht immer denken” gewinnen? Dann verraten Sie uns, wie Sie sich am besten entspannen können!

Schreiben Sie ein Blogkommentar und gewinnen Sie!
Mitmachen lohnt sich.
Das Gewinnspiel endet am 30. Juni 2014. Die Gewinner werden per E-mail benachrichtigt.

ISBN: 9783851759921



Mit Aquafitness in den Sommer starten

Im Frühling werden in der Regel gute Vorsätze gefasst. Ganz nach dem Motto „Alles neu macht der Mai“ ist jetzt die ideale Zeit, um auch im Bereich Fitness und Sport aus dem Vollen zu schöpfen. Sonne pur und angenehme Temperaturen sind für viele Menschen unter anderem ausschlaggebend, fit in den Sommer zu starten. Eine besonders attraktive Sportart ist dabei Aquafitness, welche sich immer größerer Beliebtheit erfreut.

Gesunder Kalorienkiller für alle Altersgruppen

Wer möchte im Sommer nicht gut aussehen und die Altlasten des Winterspecks über Bord werden? Kein Problem mit Aquafitness, das die Gelenke schont, dabei aber jede Menge Fett verbrennt. Also der ideale Trendsport für jene, die ein paar Kilos zu viel auf die Waage bringen. Dafür muss keine(r) eine Sportskanone sein, was zählt, ist die Freude an der Bewegung im kühlen Nass. Da ist der Spitzensportler ebenso gut aufgehoben wie etwa die Übergewichtige; und die Schwangere wird genau so ihre Freude daran haben wie der rüstige Senior.

Ideales Muskeltraining für individuelles Wohlbefinden

Auch wenn der gesundheitsfördernde Wassersport ein wenig dem beliebten Joggen ähnelt, bringt er noch weitere Vorteile mit sich. So wird allein durch den Wasserauftrieb das tatsächliche Körpergewicht auf ein Zehntel verringert. Dadurch entsteht das Gefühl einer wunderbaren Schwerelosigkeit, die den Bewegungsapparat angenehm entlastet. Der ganze Körper ist in Bewegung, Herz, Kreislauf und Stoffwechsel werden in Schwung gebracht, dabei Bänder, Sehnen und Gelenke wunderbar entlastet. Idealerweise ist die Verletzungsgefahr beim Aquafitness relativ gering. Dennoch ist das beliebte Wassertraining nicht für alle geeignet: Menschen, die an akuten Infektionen, Hauterkrankungen oder Herzinsuffizienz leiden, sollten von dem Sport absehen.

Kostengünstig und in vielen Variationen

Im Gegensatz zu anderen Sportarten ist Aquafitness relativ kostengünstig. Zwar müssen für die Kurse Gebühren entrichtet werden, doch auf spezielle und vor allem teure Badekleidung kann man verzichten. Eventuell wird ein sogenannter „Aqua Runner“ benötigt, dabei handelt es sich um einen speziellen Gurt, der für hohe Auftriebskraft in tiefem Wasser sorgt. Bei bestimmten Erkrankungen werden die Kosten von den Krankenkassen sogar übernommen. Angeboten wird der abwechslungsreiche Sport unter fachkundiger Anleitung in vielen öffentlichen und privaten Schwimmbädern.



Vor dem Urlaub Impfpass überprüfen

Die Urlaubszeit ist für viele die schönste Zeit des Jahres: Eine willkommene Pause vom Arbeitsalltag und alltäglicher Hektik. Noch schöner ist es, wenn anstatt des heimischen Balkons eine fremde Weltgegend erkundet werden kann. Auf eine Reisevorsorge sollte man dabei besonders achten.

Reiseimpfungen

Zu einer gründlichen Reisevorsorge gehören auch Impfungen. Da diese oft Wochen vor dem geplanten Reisetermin durchgeführt werden müssen, ist es wichtig, rechtzeitig einen Termin zu vereinbaren – ein Monat vor Reisebeginn ist angemessen. Nicht alle Impfungen werden von den Krankenkassen übernommen; manche müssen von den Reisenden selbst bezahlt werden. Ihre Krankenkasse informiert Sie hier gerne. Immer anzuraten ist eine Tetanus-Impfung: Wundstarrkrampfbakterien können schon bei kleinsten Verletzungen in den Körper eindringen und zu massiven Beschwerden bis hin zum Tod führen.
Das Robert-Koch-Institut empfiehlt in seinem jährlich erscheinenden Impfkalender eine Reihe von Impfungen, zu denen unter anderem Diphtherie, Keuchhusten, Masern, Mumps und Röteln gehören.
Welche Impfungen ansonsten für Ihr Reiseziel sinnvoll sind, kann Ihnen Ihr Hausarzt sagen. In Süddeutschland beispielsweise ist eine Impfung gegen Meningokokken empfehlenswert – dieser Erreger löst Hirnhautentzündungen aus und wird durch Zeckenbisse übertragen.
In vielen Entwicklungsländern grassieren Krankheiten, die in Deutschland längst ausgerottet sind. So ist bei einem Besuch verschiedener afrikanischer und asiatischer Länder eine Polio-Impfung gegen Kinderlähmung angebracht; in Osteuropa ist die Tuberkulose immer noch weit verbreitet.

Urlaub am Bosporus

Die Türkei hat sich in den letzten Jahren zu einem der beliebtesten Urlaubsziele der Deutschen entwickelt. Ein angenehmes Klima, kulturelle Vielfalt, wunderschöne Strände und eine ausgezeichnete Küche sprechen für sich. Haben Sie regelmäßig Ihren Impfschutz auffrischen lassen, empfiehlt es sich, Impfungen gegen einige wenige Krankheiten in Betracht zu ziehen:

  • Hepatitis A
  • Hepatitis B (bei längerem Aufenthalt)
  • Tollwut (bei besonderer Exposition)
  • Typhus

Möchte man das Grenzgebiet zum Irak oder Syrien bereisen, empfiehlt es sich, lange Kleidung zu tragen und Insektenschutzmittel zu verwenden, da hier ein leichtes bis mittleres Malariarisiko besteht. Ansonsten ist die Türkei malariafrei.
Mehr über die richtige Reisevorsorge und welche Krankheiten Ihnen in anderen Urlaubsländern drohen können, erfahren Sie z.B. auf Dr.Spitzbart’s Gesundheits-Praxis.



Was ist Stress?

Stress ist eine Begleiterscheinung unserer modernen Gesellschaft. Stress spornt uns zu Höchstleistungen an, setzen wir unseren Körper aber dauerhaft Stresssituationen aus, kann er krank werden. Viele Menschen haben verlernt, dass unser Organismus Entspannungsmomente als Ausgleich dringend braucht – doch wie entspannen wir richtig? Der Stress-Experte Dr. med. Michael Holzapfel gibt Tipps für ein stressfreies Leben.

Gesundheitsreise.de: Welche Anzeichen und Symptome sprechen für eine zu grosse Stressbelastung?

Dr. med. Holzapfel: Die ersten Signale sind meist Schlafstörungen und/oder verschleierte Panikstörungen mit Symptomen wie plötzliche Luftnot, Herzrasen, Engegefühl. Auch Rückenschmerzen treten häufig als Folge von Stress und Überforderung auf. 60 Prozent aller Rückenbeschwerden sind psychosomatisch bedingt.

Nehmen Stress-Symptome heute zu?

Dr. med. Holzapfel: Zahlreiche Statistiken und ärztliche Beobachtungen sprechen eindeutig für eine rasante Zunahme. Verschleierte Panikstörungen – Fachausdruck: panic disorder – sind heute derhäufigste Grund für Krankmeldungen in Unternehmen. Rückenbeschwerden ohne erkennbare körperliche Ursachen haben in den letzten Jahren um 30 Prozent zugenommen.

Welche Gründe sehen Sie dafür?

Dr. med. Holzapfel: Die Entwicklung hat schon vor gut 50 Jahren begonnen, und sich mit Beginn des 21. Jahrhunderts drastisch beschleunigt. Dafür gibt es viele Ursachen. Eine sehr wichtige istunser neues Zeitverständnis und die damit einhergehende allgemeine Beschleunigung. Die moderne Gesellschaft vertritt den Glauben, Zeit müsse effizient genutzt werden, damit das Leben gelingt. Zeitliche Zwischenräume, in denen man nichts tut und nur vor sich hinträumt, gelten als verlorene Zeit. Sogar die Freizeit ist verplant und durchgestaltet. Mit der Folge, dass die Regenerationsphasen nicht mehr reichen. Das Nervensystem ist einem Dauerzustand von Überdehnung ausgesetzt.

Wie kann die Oberwaid-Kur hier entgegenwirken?

Dr. med. Holzapfel: Das Kurkonzept beruht auf den drei Säulen Bewegung, Ernährung, Motivation. Inhalte sind zum Beispiel Schlafregulierung, Entspannungs- und Stressmanagementtherapien zum Teil über Feedback und das Achtsamkeitstraining MBSR. Natürlich spielen auch Bewegungsprogramme eine grosse Rolle. Dabei achten wir auf die Chronobiologie: Die körperliche Aktivierung ist meist für den Vormittag geplant. Wichtiger Bestandteil der Kur ist das Ernährungskonzept der Smart Cuisine. Ein Ziel dieser besonderen Küche ist auch ein neuer, bewusster Umgang mit Essen.

Für wen ist die Kur mit der Zielsetzung „Stressfrei leben“ geeignet?

Dr. med. Holzapfel: Wir richten uns an Menschen, die unter grossem Leistungsdruck stehen und etwas gegen erste Stress-Symptome oder ihre Erschöpfung unternehmen möchten. Wir setzen auf Prävention und rechtzeitige Verhaltensänderung.

Dr. med. Michael Holzapfel ist Leiter des Fachbereichs mentale Gesundheit in der Oberwaid – Kurhaus & Medical Center. In der Oberwaid wurde ein ganzheitliches Kurkonzept entwickelt, das sich gezielt an den modernen Menschen mit seinen besonderen körperlichen und psychischen Belastungen richtet. Zu den medizinischen Angeboten gehören hochspezialisierte Präventions- und Therapie-Programme gegen das Entstehen von Stress und Stress-Folgekrankheiten wie Burnout, chronische Erschöpfung oder Rückenschmerz.



Thermalbad und Naturfango – eine wirksame Kombination

Die Therme in Bad Füssing ist für ihre Heilwirkung bei Gelenks- und Rückenerkrankungen bekannt. Naturfango aus dem Kaiserstuhl-Gebiet wird erfolgreich zur Behandlung von Rheuma genutzt. Die Kombination aus beiden Naturheilmitteln ergibt Thermalfango – der Renner bei Kurgästen und Gesundheitsurlaubern des bayerischen Kurorts Bad Füssing. Weiterlesen



Innovatives Fitness-Training „frischluft Outdoor Fitness World“

Wo könnte man sich besser fit halten als im schönsten und vielseitigsten Fitness-Studio der Welt: in der Natur. Spielerisch und dabei effektiv gelingt das Fitness-Training nach dem innovativen Fitness-Konzept der „frischluft Outdoor Fitness World“. Weiterlesen