Asthma und Sport

Eine Erkrankung an Asthma bronchiale und Sport schließen sich grundsätzlich nicht aus. Ganz im Gegenteil, Sport kann sogar dabei helfen, die Häufigkeit der Anfälle zu verringern und dabei gleichzeitig die Lunge zu stärken. Der frühere Irrglaube, dass Sport für Asthmatiker gefährlich werden kann und die Erkrankten bei sportlichen Betätigungen in Watte gepackt werden müssen, wurde schon von verschiedenen Sportwissenschaftlern wiederlegt. Wobei es sicherlich am Anfang des Trainings zu Asthmaattacken kommen kann. Ziel des Sports bei Asthma sollte eine positive Beeinflussung anstrengungsabhängiger Asthmabeschwerden, eine Steigerung der körperlichen Leistungsfähigkeit sowie eine Verminderung der Infektanfälligkeit durch die Verbesserung der Immunabwehr sein.

Sport bei Asthma: was ist grundsätzlich zu beachten?

Asthma-Patienten sollten sich vor Beginn eines sportlichen Trainings gründlich untersuchen lassen, was zum Beispiel mit Hilfe eines ergometrischen Belastungstest gemacht werden kann. Darüber hinaus ist es wichtig, dass die Krankheit ausreichend behandelt wurde, was bedeutet, dass die Grundsätze der medikamentösen Behandlung sowie die Asthmakontrolle beherrscht werden muss. Auch ist es wichtig den Aufbau des Trainings richtig zu strukturieren, denn die sportliche Betätigung sollte den Betroffenen nicht überfordern. Wichtig ist auch, dass der Patient den Belastungsgrad des Trainings selbst wählen und gegebenenfalls sofort abbrechen kann. Auch ist es zu empfehlen, die benötigten Medikamente, wie zum Beispiel das Asthmaspray, mit sich zu führen um gegen etwaige Anfälle gewappnet zu sein.

Welche Sportarten sind für Asthmatiker geeignet?

Grundsätzlich sind Ausdauersportarten zu bevorzugen, welche gleichmäßige und wiederkehrende Bewegungsabläufe vorweisen. Darüber hinaus sollten rasante Belastungswechsel vermieden werden. Auch ist die Zahl der Trainingseinheiten wichtig, hierbei empfehlen sich 30-minütige Trainingseinheiten drei bis fünf Mal die Woche. Diesbezüglich ist jedoch zu beachten, dass die sportliche Anstrengung langsam begonnen und auch dementsprechend beendet wird. Die Wahl der Trainingsmethode kann ebenfalls auschlaggebend für einen sportlichen Erfolg sein. Zur Anwendung kommen hierbei die Dauermethode, wo über mindestens 30 Minuten eine konstante Belastung durchgeführt wird, oder die Intervallmethode, bei welcher ein vorgegebener leichter Wechsel zwischen Belastungsphase und Erholungsphase durchgeführt wird. Natürlich kann sich nur ein Erfolg einstellen, wenn das Training regelmäßig wiederholt wird, denn Sport bei Asthma ist eine lebenslange Aufgabe.

Geeignete Sportarten sind:

  • Schwimmen
  • Radfahren
  • Skilanglauf
  • Segeln
  • Gymnastik
  • Golf
  • Joggen
  • Gehen (Walking)

Welche Fehler sollten vermieden werden?

Grundsätzlich sollten Sie auf dieselben möglichen Fehler wie jeder andere Sportler achten. Hierzu zählt sicherlich die Aufwärmphase. Das korrekte Aufwärmen der Muskulatur schützt vor unnötigen Verletzungen  und hilft dabei den Muskelkater kleiner zu halten. Darüber hinaus sollten eine zu geringe Flüssigkeitszufuhr und ein Training bei zu großer Hitze vermieden werden. Asthmatiker sollten besonders darauf achten bei einer nicht zu kalten Außentemperatur zu trainieren, denn das Einatmen von kalter Luft kann schnell einen Asthmaanfall auslösen. Wer unbedingt trainieren möchte, sollte darauf achten zumindest einen Schaal vor dem Mund zu tragen. Auch sollte beachtet werden, dass körperliche Aktivitäten bei starkem Pollenflug vermieden werden.

Zusammenfassend kann man sagen, dass Sport, wenn dieser richtig ausgeführt wird, sogar sehr hilfreich für Asthmatiker sein kann. Auch Asthmatiker können sportliche Ziele erreichen, denn längst ist diese Krankheit kein Grund mehr sich einzuschließen. Eine ganze Reihe an Hochleistungssportler hat bewiesen, dass Sport trotz Asthma möglich ist.

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Über Miriam Schöniger

Geboren und aufgewachsen in einem traditionellen Kurort ist mir das Thema "Gesundheit" quasi in die Wiege gelegt worden. Gepackt hat mich das Thema dann letztlich mit meinem Tourismusstudium und der parallelen Ausbildung in einem Thermalbad. Gesundheit geht uns alle an, ob alt oder jung. Gesund zu leben ist nicht immer einfach - mit Tipps von Gesundheitsexperten und eigenen Erfahrungsberichten möchte ich Sie dennoch animieren, mehr auf sich und Ihre Gesundheit zu achten, denn es lohnt sich.

5 Gedanken zu „Asthma und Sport

  1. Richard Friedel

    Es handelt sich um einen Gemeinplatz – die Bauchatmung hat eine Wirkung auf engestellte Bronchien. Medikamente mit diesem Effekt wirken leider nur symptomunterdrückend. Ich empfehle: zurück zur Natur!

    Zur Zeit ist das Ungleichgewicht zwischen Wissensmangel und Behandlungsumfang besorgniserregend. Man schämt sich, dass die Ursache von Asthma unbekannt ist, die Tatsache, dass das Lehren der Bauchatmung für Ärzte nicht gewinnträchtig ist, soll nicht ein Problem für unsere Gesundheit sein.

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  2. Richard Friedel

    Ich würde eine Akupressurtechnik gegen Asthma empfehlen. Zwar haben wir viele solche Techniken, eine der natürlichsten ist ohne zweifel die „Denkerstellung“, wo man einen Finger gegen die Haut zwischen Nase und Oberlippe drückt. Siehe z. B. die Plastik von Auguste Rodin „Der Denker“ .
    Siehe auch das Video von M.R.Gach auf Youtube. Man atmet tief ein. Das ist der Gegenspieler zu Brustenge oder Bronchialkrampf. Siehe https://www.youtube.com/watch?v=PiSq-WnMXjs von Herrn Michael Reed Gach PhD. Fragen Sie einen Arzt.

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  3. Richard Friedel

    Die sehr umfangreiche und doch seriös wirkende Asthmaliteratur übersieht einen Reflex an einer Stelle zwischen Nase und Oberlippe. Fingerdruck hier vertieft die Atmung. Einüben der Lippenspannung schützt vor Asthma. Ein befreundeter Internist behandelt Asthmatiker so mit Erfolg. Wegen der Nebenwirkungen wie Osteoporose und neuerdings Aneurysma der Aorta wären Asthmmedikamente nicht so empfehenswert.

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  4. Richard Friedel

    Das Lächeln kann Asthma verjagen. Man kann zwar mit offenem Mund Lächeln, aber üblicher ist ein Lächeln mit geschlossen Lippen, was durch Reflex den Sympathicus erregt und so die Atmung vertieft. Nun bei Asthmatikern wird zu viel durch den Mund geatmet, so dass das Lächeln ohne oder mit zu wenig Lippendruck stattfindet und der Sympathicus Nerv nicht wie beim gesundenden Menschen erregt wird. Als jemand mit Asthmaerfahrung würde ich Lächeln gegen Asthma empfehlen. Man spürt den besseren Herzschlag und die Entspannung in der Brust. Also ein freundliches Gesicht zum bösen Spiel machen. Schade, dass die Medizin so sehr auf Medikamente fixiert ist und die „Lippenbremse“ mit schlaffen Lippen bei Asthma vorschreibt.

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  5. Richard Friedel

    Die Lippenbremse. Auch für die Einatmung
    Bei Wikipedia liest man über die Lippenbremse (LB). „Hierbei wird gegen die locker aufeinanderliegenden Lippen ausgeatmet. Der dadurch erhöhte Widerstand bei der Ausatmung sorgt für einen Luftrückstau, welcher den Luftdruck in den Bronchien erhöht und einen Kollaps der Atemwege verhindert.[1] Dies ermöglicht zusätzlich einen vermehrten Schleimabtransport.“
    Aber wenn ich oder wenn man das Ausatmen durch den Mund mit den Stimmbändern verlangsame bzw. verlangsamt, fehlt die Wirkung. Von daher kommt der Wirkung der LB von einem den Atem erleichternden Lippenreflex und nicht von der Stauwirkung an und für sich. Auf diesem Grundsatz ist die Begrenzung der LB auf die Ausatmung schwerverständlich. Lungenkranke müssen auch einatmen. Sie könnten doch die LB bei der Einatmung durch die Nase üben.

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