Aufleben in der Hundertwassertherme

Wer das neue Jahr geruhsam angehen möchte, ist in der Südoststeiermark gut aufgehoben, Österreichs ältester Thermenregion. Aus 3.000 Metern Tiefe sprudelt das Thermalwasser hier in sechs individuelle Thermen. Größte Attraktion: Die vom Künstler Friedensreich Hundertwasser gestaltete Therme Rogner Bad Blumau.

Schon von weitem funkelt die goldene Kuppel durch das Grün. Glücksraben, Windbilder und Feuervögel empfangen die Gäste mit ihren leuchtenden Farben und laden ein in eine märchenhafte Welt: Friedensreich Hundertwassers bewohnbares Gesamtkunstwerk, seinem Traum vom Leben im Einklang mit der Natur.

Eine Philosophie, die in allen Bereichen des Thermenhotels spürbar ist: So finden in der Küche regionale Lebensmittel Verwendung, das Brot wird selbst gebacken, die selbst angesetzten Massageöle aus Rosen und Ringelblumen reiften mit der Kraft der steirischen Sonne und die Vulkania Heilquelle – die stärkste Quelle im Steirischen Thermenland – versorgt die Anlage mit Wärme und Strom. Ganz im Sinne Hundertwassers, in einem natürlichen Kreislauf.

Was einen Aufenthalt im Rogner Bad Blumau einzigartig macht, sind die vielen Farben und Formen – jede der 330 Säule ist ein Unikat, jedes Fenster ist anders. Es gibt keine Ecken oder Kanten, kaum gerade Linien, der Boden beult und wellt sich – wie in der Natur eben auch. Die Gebäude betten sich mit begrünten Dächern, halb ins Erdreich gegraben, in das „Hügelwiesenland“, wie Hundertwasser die oststeirische Landschaft nannte.

Das Überraschende: man muss sich an diese Architektur gar nicht erst gewöhnen, das Kind in einem fühlt sich sofort wohl. Dazu gibt es kaum Zwänge – so sind zum Beispiel die klassischen Essenszeiten aufgehoben worden. Wer möchte, bekommt sein Frühstück am Nachmittag – und kann direkt im Bademantel zum Essen gehen.

Unser Tipp: Die Schokoladenmanufaktur Zotter stellt „Zarte Vulkania Karamellbonbons“ extra für das Rogner Bad Blumau her. Sie sind auch tatsächlich mit Wasser der Vulkania Heilquelle zubereitet. Kaufen kann man sie im Hotelladen, wo es u.a. auch regional hergestellte Kosmetik zu erstehen gibt. Naschkatzen besuchen den Zotter direkt in Riegersburg. Die Manufaktur ist ein großes Schoko-Laden-Theater: Während man den Produktionsweg von der Kakaobohne zur Delikatesse verfolgt, kann man am Nougatspringbrunnen ein Löffelchen zapfen und kleine Kreationen am Fließband von „Running Chocolate“ probieren. Mehr Infos: www.zotter.at

Die Thermen der Südoststeiermark im Überblick:

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Bildnachweis: Stefan Rambow

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