Blut- und Stammzellenspende

Mit dem medizinischen Fortschritt steigt auch der Bedarf an Blutspenden. Ob die Versorgung von Unfallopfern, Transplantationen oder Krebsbehandlung, all diese Leistungen der modernen Medizin sind nur mit Spenderblut möglich, denn Blut lässt sich nach wie vor nicht künstlich herstellen. Und in eine solche Notsituation kann beinahe jeder von uns geraten. Denn etwa 80% der Bundesbürger sind, laut Experten, mindestens einmal in Ihrem Leben auf eine Blutspende angewiesen. Wenn Sie mit einer Blutspende Leben retten wollen, finden Sie den nächsten Blutspendedienst bei Ihnen vor Ort und weitere Informationen auf www.drk-blutspende.de. Außerdem sollten Sie folgende Punkte beachten.

          • Alter: 18 bis 69 Jahre (bei der ersten Blutspende maximal 60 Jahre)
          • Mindestgewicht: 50kg
          • Sie müssen sich gesund fühlen
          • Stabiler Blutdruck
          • Maximale Körpertemperatur: 37,5°C
          • Vor einer Blutspende ausreichend essen und trinken
          • Kein Alkohol trinken (mindestens zwölf Stunden davor)
          • Kein Drogenkonsum (mindestens vier Wochen davor)
          • Keine größeren Operationen (mindestens vier Wochen davor)
          • Keine neuen Tattoos oder Piercings (mindestens vier Wochen davor)
          • Maximale Anzahl an Vollblutspenden pro Jahr: Männer sechs Mal, Frauen vier Mal

Nicht so bekannt, aber keinesfalls weniger wichtig ist die Stammzellenspende. Denn für viele Menschen, die an Leukämie erkrankt sind, ist die Übertragung gesunder Stammzellen die einzige Chance auf Heilung. Anders als bei einer Blutspende erfolgt die Spende nicht sofort. Vorerst werden Sie lediglich in die weltweite Datenbank aufgenommen, dafür reicht eine Blutprobe oder ein Abstrich der Wangenschleimhaut. Sollten Sie, aufgrund der Übereinstimmung Ihrer Gewebemerkmale mit denen eines Patienten, als Spender in Frage kommen, werden Sie von der DKMS kontaktiert. Anhand von verschiedenen Tests wird dann geklärt, ob Sie wirklich der passende Spender sein können. Sollte das der Fall sein, sollten Sie sich endgültig entscheiden, ob Sie für eine Stammzellenspende zur Verfügung stehen. Wenn das der Fall sein sollte, gibt es zwei Möglichkeiten, wie diese erfolgen kann. Dabei handelt es sich zum einen um die periphere Stammzellenentnahme. Diese kann in etwa 80% der Fälle angewendet werden. Dafür muss sich der Spender vorab fünf Tage lang einen köpereigenen Stoff (Wachstumsfaktor G-CSF) spritzen. Dieser regt die Produktion der Stammzellen an. Die Stammzellenspende kann dann über die Abgabe von Blut erfolgen, ohne einen stationären Aufenthalt im Krankenhaus. Zum anderen gibt es die Knochenmarkentnahme. Hierbei werden dem Spender unter Vollnarkose etwa 5% seines Knochenmarks (nicht Rückenmark!) aus dem Beckenkamm entnommen. Dafür ist ein Krankenhausaufenthalt von zwei bis drei Tagen nötig. Innerhalb von zwei Wochen regeneriert sich das Knochenmark des Spenders wieder vollständig. Weitere Informationen sowie die Möglichkeit sich online als Stammzellenspender registrieren zu lassen, finden Sie unter www.dkms.de. Auch für Stammzellenspender müssen Sie einige Voraussetzungen erfüllen.

          • Alter: 18 bis 55
          • Mindestgewicht: 50kg
          • Maximaler Body-Mass-Index (BMI) von 40
          • Körperlich gesund sein
          • In Deutschland oder nicht weiter als 50km von der Grenze entfernt leben
          • Verschiedene Erkrankungen sowie die Zugehörigkeit zu einer Risikogruppe, gemäß den Richtlinien der Bundesärztekammer (http://www.bundesaerztekammer.de/page.asp?his=0.6.3288.8357)

Quellen: www.drk-blutspende.de, www.dkms.de

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Über Miriam Schöniger

Geboren und aufgewachsen in einem traditionellen Kurort ist mir das Thema "Gesundheit" quasi in die Wiege gelegt worden. Gepackt hat mich das Thema dann letztlich mit meinem Tourismusstudium und der parallelen Ausbildung in einem Thermalbad. Gesundheit geht uns alle an, ob alt oder jung. Gesund zu leben ist nicht immer einfach - mit Tipps von Gesundheitsexperten und eigenen Erfahrungsberichten möchte ich Sie dennoch animieren, mehr auf sich und Ihre Gesundheit zu achten, denn es lohnt sich.

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