Die Trendsportarten der letzten Jahre

WhipFlipp, Blobbing, Hockern? Das sagt Ihnen nichts? Kein Wunder, denn regelmäßig tauchen neue Trendsportarten auf und während die einen schnell eine große Fangemeinde begeistern können, vergisst man andere nach nur einer bereits Saison wieder. Erfolgreiche Beispiele in den letzten Jahren waren beispielsweise Nordic Walking, als schonende Alternative zum Joggen, oder auch im Fitnessbereich die Tanzsportart Zumba, welche schnell zum Hype in Fitness-Studios und für zu Hause wurde.

 

Wie entstehen neue Trendsportarten?

Manche Sportarten entwickeln sich aus der Kombination von zwei bereits bekannten, „establishment“- Sportarten. Das bereits erwähnte Nordic Walking ist hierfür ein gutes Beispiel. Die Armbewegung beim Nordic Walking ist durch die Unterstützung mit den Stöcken identisch derer beim Langlaufen, während die Beine die typischen Bewegungsabläufe des Walkings absolvieren. Doch auch aus dieser Sportart hat sich schon etwas Neues entwickelt: Nordic Blading, welches normales Inline-Skaten mit den Stöcken verknüpft. Neue Trends im Sport lassen sich aber auch durch bloße Weiterentwicklung beziehungsweise Erweiterung mit neuer Technik oder neuem Regelwerk der klassischen Sportarten erkennen, wie beispielsweise die sogenannten Cross-Varianten einiger Disziplinen.

Cross-Boccia: Nichts für alte Herren

Bei Boccia erinnern sich viele an das bewegungsarme Spiel vor, bei dem vor allem die ältere Generation auf ebenen, klar abgegrenzten Spielflächen versucht, schwere Kugeln möglichst nahe an ein vorgegebenes Ziel zu schubsen. Beim Cross-Boccia wurden die harten Bälle durch mit Granulat gefüllte Säckchen ersetzt, was ein Spielen sogar an abschüssigem Gelände möglich macht. Das Spielfeld kann dabei beliebig gewählt werden. Ob über Hindernisse wie Stühle und Bänke oder ob man über mehrere Stockwerke versucht möglichst an die Zielkugel heran zu werfen – der Fantasie werden keine Grenzen gesetzt.

Analog dazu gibt es inzwischen von vielen gängigen Sportarten diverse Cross-Versionen, wie beispielsweise Cross-Skating, das ein Skaten auch auf unwegsamen Gelände wie Waldböden oder Schotterwegen ermöglicht, oder Cross-Golf, das überall gespielt werden kann und einem teure Beiträge im Golfclub erspart. Besonders beliebt sind dabei urbane Plätze oder Gebäude – natürlich nur solange keine Passanten gefährdet werden!

Slacklinen – Mehr als nur Seiltanz

In den Parks und Gärten des Landes sieht man immer öfter sogenannte Slacklines zwischen zwei Bäumen aufgespannt. Diese unterscheiden sich von den festgespannten Drahtseilen des Seiltanzes insofern, dass sie sich mit dem Gewicht des Läufers dehnen und bewegen und diesem so ein weit höheres Maß an Koordination und Balance abfordern. Der Vorteil der Slacklines ist, dass diese fast überall, schnell aufgespannt werden und leicht transportiert werden können. Geübte Slackliner vollführen auf dem Seil spezielle Tricks und sogar Sprünge, während Anfängern schon der erste Halt zum bloßen Stehen darauf oft sehr schwer fällt.

Geschicklichkeit statt Power-Kick: Fußball-Golf

Auch beim Fußball-Golf wurden zwei etablierte Sportarten zu einer neuen kombiniert. Mit einem ähnlichen Regelwerk wie beim normalen Golf soll der handelsübliche Fußball mit möglichst wenigen Schüssen in ein, meist betoniertes, Loch im Boden versenkt werden. Auch Netze oder in die Natur integrierte Stationen können als Ziele fungieren. In Deutschland existieren aktuell rund 20 Soccergolf-Plätze, Popularität ständig steigend. Genau wie beim Golf gibt es für jeden Platz eine ideale Par-Vorgabe – es zeigt sich jedoch, dass Fußballer hier untypischerweise nicht gerade einen Vorteil haben, gefragt sind vor allem Koordination und Feingefühl.

Fairplay beim Ultimate-Frisbee

Auch im Bereich des Mannschaftssports gibt es Neues zu entdecken. Beim Ultimate Frisbee beispielsweise treten zwei Mannschaften mit bis zu 7 Personen im Frisbee gegeneinander an. Ziel des Spiels ist es, den Frisbee 17 Mal in der gegnerischen Zone zu fangen. Das Besondere daran: Es gibt keinen Schiedsrichter, allen Spielern wird der absolute Fairplay-Gedanke mitgegeben, bei einem Foul heben beide „Täter“ und „Opfer“ die Hand und alle entscheiden gemeinsam, ob es tatsächlich ein Foul war oder nicht.

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Über Miriam Schöniger

Geboren und aufgewachsen in einem traditionellen Kurort ist mir das Thema "Gesundheit" quasi in die Wiege gelegt worden. Gepackt hat mich das Thema dann letztlich mit meinem Tourismusstudium und der parallelen Ausbildung in einem Thermalbad. Gesundheit geht uns alle an, ob alt oder jung. Gesund zu leben ist nicht immer einfach - mit Tipps von Gesundheitsexperten und eigenen Erfahrungsberichten möchte ich Sie dennoch animieren, mehr auf sich und Ihre Gesundheit zu achten, denn es lohnt sich.

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