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E-Health – was ist eigentlich Telemedizin?

Nicht jeder hat den Begriff „E-Health“ schon einmal gehört. Doch auch im Gesundheitsbereich ist die Digitalisierung bereits angekommen. E-Health bietet in einem der größten Wachstumsmärkte weltweit zahlreiche Möglichkeiten, Patientenbetreuung zu optimieren und gleichzeitig Kosten zu sparen. Doch die Umsetzung ist kostspielig, weshalb es in diesem Bereich nur langsame Fortschritte gibt.

Was ist E-Health?
E-Health sind Anwendungen von elektronischen Geräten, die zur medizinischen Versorgung im Gesundheitswesen dienen. Dazu zählen zum Beispiel die ePA (elektronische Patientenakte) und die eGK (elektronische Gesundheitskarte), die seit 01. Januar 2015 als Berechtigungsnachweis für die Inanspruchnahme von Leistungen gilt.

Was ist mHealth?
Mobile Health ist ein neuer Bereich von E-Health, der sich mit der Bereitstellung von Gesundheitsdienstleistungen auf mobilen Endgeräten (wie Smartphones, Patient Monitoring Devices etc.) befasst und auch als mobile Telemedizin bezeichnet wird. Diese mobilen Anwendungen sind hilfreich, um zum Beispiel Patienten im ländlichen Raum aus der Ferne zu betreuen.

Telemedizin – Anwendungsbereiche
Momentan wird ein Frühwarnsystem für Patienten mit schwerer Herzinsuffizienz getestet. Es handelt sich um ein Modell für Personen mit schwerer Herzinsuffizienz, die auf dem Land Leben und einen weiteren Weg zu den verschiedenen Fachärzten haben.
Die Patienten verfügen zu Hause über eine Waage, einen Blutdruckmess- und EKG-Aufzeichnungsgerät, womit Sie ihre Therapiekontrollparameter dokumentieren können. Diese Parameter werden über eine gesicherte Mobilfunkverbindung an eine Klinik gesendet, dort in der Patientenakte gespeichert und von einem Arzt kontrolliert. Falls die Werte besorgniserregend sind, kontaktiert die Klinik den Patienten sofort.
Auch Diabetes Patienten könnten mit einem mobilen Diabetes-Tagebuch unterstützt werden, sich mehr zu bewegen und gesünder zu ernähren oder an ihre Medikamenteneinnahme und Arzttermine erinnert werden. Besonders für die Früherkennung von Erkrankungen und Betreuung von chronischen Krankheiten ist mobile Health eine große Hilfe.

Die Umsetzung macht nur langsame Fortschritte
Nicht nur der hohe Kostenfaktor ist ein Grund für das langsame voranschreiten von mobile Health. Denn auch das Interesse der Patienten muss geweckt werden. Daher müssen die Gesundheitsanwendungen genau auf die Bedürfnisse der Patienten zugeschnitten sein, um auch dauerhaft von Nutzen zu sein.
Mobile Health ist in Deutschland vor allem eine gesellschaftspolitische Frage. Trotz der guten Ausgangssituation für die Entwicklung des mHealth-Marktes durch notwendige Kosteneinsparungen und dem Erfolg des mobilen Internets, wird ohne die Einbindung von mHealth in unser klassisches Vergütungssystem kein Boom des neuen Marktes stattfinden.
Des Weiteren gibt es noch viele technische Umsetzungsprobleme und Fragen zu Datenschutz und Zulassung, die vorerst geklärt werden müssen. Auf eine kommerzielle Implementierung von mHealth-Anwendungen in unserer medizinischen Grundversorgung müssen wir wohl noch etwas warten…

Dieser Beitrag wurde am von in Ratgeber veröffentlicht. Schlagworte: .

Über Veronika Sam

Als Studentin von Gesundheits- und Tourismusmanagement ist es mir wichtig, mich mit aktuellen Gesundheitsthemen auseinanderzusetzten. Mittlerweile steht Gesundheit an erster Stelle unserer Werte und es ist wichtig diese zu pflegen. In meinen Blog-Artikeln möchte ich mein Wissen über Gesundheitsförderung mit Ihnen teilen, um ein gesünderes Leben einfach zu gestalten.

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