Expertin gibt Motivationstipps für Sporteinsteiger

Sport ist nicht nur gesund, sondern macht auch glücklich. Fast jedem ist das bekannt, jedoch ist der Schweinehund, der in uns schlummert, oft stärker.
Die Sportwissenschaftlerin Andrea Gross gibt Motivationstipps für Sporteinsteiger.

Welche Sportarten sind besonders für Einsteiger geeignet?
Für Einsteiger sind besonders die Sportarten (Nordic) Walking, Schwimmen, Radfahren oder auch das Training in einem Fitness-Studie nach guter Einweisung zu empfehlen. Wichtig ist, dass eine Überlastung bzw. Überforderung vermieden wird und dass eine langsame Steigerung der Belastung erfolgt. Mit einer guten Anleitung und Heranführung an die Bewegung kann jedoch fast jede Sportart von Anfängern betrieben werden. Hier spielen Vorerkrankungen und sportliche Vorerfahrungen eine wesentliche Rolle für die Entscheidung für oder gegen eine Sportart.

Welche Motivationstipps haben Sie für Einsteiger?
Besonders wichtig ist, die für einen persönlich passende Sportart zu finden. Der Sport und die Bewegung müssen Spaß und Freude machen, damit man „am Ball bleibt“. Wichtig für die Motivation ist, sich realistische Ziele zu setzen. Vorsätze wie: „Ich bin ab jetzt jeden Tag sportlich aktiv“ wird man i.d.R. nur eine kurze Zeit durchhalten. Hilfreich ist es auch, eine Trainingsgruppe oder Gleichgesinnte zu finden, mit denen man feste Zeiten für den Sport vereinbart.

Wie oft pro Woche sollte man trainieren?
Eine Trainingshäufigkeit von 2-3 mal pro Woche ist empfehlenswert. Jede einzelne Trainingseinheit bzw. Aktivität ist aber besser als gar keine Bewegung. Zudem zeigen aktuelle Studien, dass auch kürzere Trainingseinheiten, z.B. in Form eines hoch intensiven Intervalltrainings, sog. HIT Training, mit einer Dauer von ca. 20 min sehr gute Effekte zeigen. Es muss nicht immer gleich eine Stunde Training sein.

Was macht einen guten Trainingsplan aus?
Bei einem guten Trainingsplan sind Phasen der Belastungssteigerung und der Erholung gut aufeinander abgestimmt. Über den Zeitraum ist eine Steigerung der Belastung und Intensität zu erkennen, so dass der Körper neue Reize gesetzt bekommt. Durch die Anpassung an neue Trainingsreize tritt letztendlich eine Verbesserung der Leistungsfähigkeit ein.

Neben der sportlichen Aktivität sind auch (aktive) Erholungsphasen sehr wichtig. Wie sollten diese gestaltet werden?
Eine gute Nachtruhe mit ausreichender Schlafdauer ist extrem wichtig für die Regeneration. Aktive Erholungsphasen sollten eine geringe Belastungsintensität als das eigentliche Trainingsprogramm aufweisen. Auch ein Spaziergang kann zur aktiven Erholung beitragen. Daneben kann nach persönlichen Interesse z.B. ein Saunabesuch, eine Massage oder ein warmes Bad eingeplant werden. Ein ruhiger Sonntag ganz ohne sportlichen Ehrgeiz und Stress kann ebenfalls die Regeneration unterstützen.

Andrea Gross ist die Leiterin Sport und Bewegung in der Oberwaid – Kurhaus & Medical Center in St. Gallen. Nach Ihrem Masterstudium in Bewegungswissenschaften und Sport mit dem Schwerpunkt Trainingslehre an der ETH Zürich hat Sie zusätzliche Weiterbildungen in den Bereichen der medizinischen und kardiologischen Trainingstherapie sowie eine Ausbildung zur Life Kinetik Trainerin durchgeführt.

Ein Gedanke zu „Expertin gibt Motivationstipps für Sporteinsteiger

  1. Rainer

    Und wieder ist ein Jahr verbracht und wieder wurde Mist gemacht und nächstes Jahr mit dem gleichen fleiße geht es wieder an die gleiche Sch…., so könnte man den Effekt nennen, der sich bei mir in punkto Sport ergibt.
    Dieses kleine Teufelchen wird bei immer länger werdenden Nichttraining zum einem Monster gegen das man schwer gewinnen kann. Ich habe es mir zur Aufgabe gemacht nicht mehr das große Ganze gleich zum Anfang zu wollen, sondern ich schraube mir meine Ziele bewußt runter und erfreue mich an den kleinen Erfolgen. Somit habe ich in der Summe mein Ziel dann auch erreicht und bin nicht gefrustet, wenn ich nach 30 Minuten Crosstrainer nicht zum Adonis geworden bin….
    Ich muss es nur wieder regelmäßig machen…
    Rainer

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