Heilkraft ätherischer Öle aus dem Alpenraum

Seit Jahrtausenden sind ätherische Öle – sprich flüchtige, stark riechende Stoffgemische von ölartiger Konsistenz – aus Blüten, Blättern, Samen oder Wurzeln für die Erhaltung und Wiederherstellung des körperlichen und seelischen Wohlbefindens bekannt und bewährt.Verwendet werden kann das wohltuende und wohlriechende Öl in Entspannungsbädern, für Fuß- und Arm-Wechselbäder, Aufgüsse und Wickel oder als Zusatz in Peelings. In der Duftlampe tragen ätherische Öle zur Verbesserung des Raumklimas bei, als Basis-Öl werden sie für Einreibungen bei Rheuma, Gicht und Durchblutungsstörungen eingesetzt.

Die Bewohner des Alpenraums wissen seit jeher, wie sie die Heilkraft der Gebirgspflanzen nutzen können: Das ätherische Öl der Bergfichte befreit die Atemwege und lindert Entzündungen, der Duft von Kiefernnadeln wirkt belebend, das Zirbenholz enthält ätherische Öle, die den Schlaf verbessern, Wetterfühligkeit mindern und die Konzentration steigern.

In Südtirol hat das Handwerk des Ölbrennens eine lange Tradition. Von Generation zu Generation wird das spezifische Wissen von Erntezeiten, Hack- und Brenntechniken weitergegeben.

Im Sarntal bei Bozen zum Beispiel gehört Latschenöl zu den ältesten medizinisch genutzten Pflanzen: Inhaliert befreit es die Atemwege und lindert so Schnupfen und Husten. Einreibungen regen die Durchblutung der Haut an, lockern die Muskeln und können so bei Verspannungen helfen. Im Gegensatz zur ihrem alpenländischen Pendant, das vorwiegend auf Kalkböden vorkommt, wächst die Sarner Latsche auf sauren Silikat-Böden. Das kostbare Sarner Latschenöl besteht aus etwa hundert verschiedenen Bestandteilen, die direkt vor Ort nach alten Rezepturen bäuerlicher Vorfahren zur Hautpflegelinie ‚Trehs‘ verarbeitet werden.

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Bildnachweis: TVB Südtirols Süeden

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