Heuschnupfen und Co. entfliehen

Allergiker müssen nicht nur in ihrer direkten Umgebung und im Alltag, sondern auch bei ihrer Urlaubsplanung auf Allergie auslösende Faktoren achten. Dabei kann die richtige Wahl des Hotels und Urlaubsortes für manche sogar die einzige beschwerdefreie Zeit bedeuten.

Pollenallergiker und von Hausstaub Geplagte können sich schon mit der Wahl ihres Urlaubsortes viel Ärger ersparen. Destinationen in Höhen ab ca. 1.300 Meter sind nahezu frei von Pollen und Hausmilben. Wer auf Nummer sicher gehen möchte, reist in eine Höhe von mindestens 2.000 m. Hier ist die frische Luft quasi pollenfrei. Wer mit den Bergen wenig anfangen kann, fährt vielleicht lieber ans Meer. Küstengebiete sind für Allergiker nahezu ideal. Dabei müssen es nicht gleich die Malediven sein – die nord- und die ostfriesischen Inseln oder die Atlantikküste sind für Pollenallergiker z. B. ebenfalls ein geeignetes Reiseziel.

Hilfreich ist es, sich wichtige Wörter im Zusammenhang mit der Allergie wie zum Beispiel Lebensmittel, auf die man allergisch reagiert, in der Landessprache des Urlaubsziels zu notieren. Wer einen Allergie-Pass mit sich führt, sollte diesen möglichst auf Englisch mit in den Urlaub nehmen.

Bei leichten Empfindlichkeiten genügt es manchmal schon, bei der Hotelbuchung darauf zu achten, dass weder Rauchen noch Tiere in dem betreffenden Zimmer erlaubt sind. Die Klimaanlage sollte selbst zu steuern sein, damit man sie gegebenenfalls auch ganz abstellen kann. Viele Hoteliers haben sich aber inzwischen auch speziell auf Allergiker eingestellt. In Allergikerhotels ist allergikerfreundliche Bettwäsche im Einsatz, Ausbaumaterialien und Inneneinrichtung sind wohngesund und Nahrungsmittelunverträglichkeiten werden berücksichtigt.

Wer Medikamente gegen seine Allergie einnimmt, sollte natürlich unbedingt sicherstellen, dass er diese in ausreichender Menge mit in den Urlaub nimmt. Um bösen Überraschungen vorzubeugen, sollte man besser damit rechnen, im Urlaub mehr Medikamente zu benötigen als im Alltag. Denn manchmal fallen Allergien in ungewohnter Umgebung stärker aus als gewöhnlich. Auch wer im Normalfall keine Mittel gegen Allergien einnimmt, sollte für alle Fälle ein Antihistaminikum gegen allergische Symptome mit einpacken. Bei Flugreisen sollte man Notfallmedikamente im Handgepäck mit sich führen, um sie jeder Zeit griffbereit zu haben.

Wer starke Medikamente, z. B. Cortison, einnimmt, sollte sich, besonders sofern er sich für den Urlaub impfen lassen möchte, über mögliche Wechselwirkungen informieren. Eine Behandlung mit Cortison kann das Immunsystem schwächen, wodurch es bei starker Sonne schneller zu schweren Sonnenbränden kommt.

Info-Tipp: Bei der Stiftung Deutscher Polleninformationsdienst kann man sich über die europaweite Pollensaison informieren. Dort bekommt man genaue Infos darüber, wo welche Pollen wann besonders stark verbreitet sind. www.pollenstiftung.de

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