Hungrige Paare streiten heftiger

„Hunger macht böse“. Das ist wissenschaftlich bewiesen, und kriegen wir schon ab dem frühen Kindesalter selbst zu spüren.
Mütter servieren ihren hungrigen Kindern so schnell es geht ein paar Häppchen, sonst wird es ungemütlich und laut, die eigenen Kinder werden zu unausstehlichen Bestien.
Dasselbe kann Ihnen aber auch mit Ihrem/r Partner/-in passieren.
Der oder die Liebste ist auf einmal streitsüchtig, attackierend, unaufhaltbar, nörgelnd, nicht mehr zu bremsen und einfach nur noch anstrengend und kaum zu ertragen.

Heißhungerattacken

Heißhungerattacken sind unberechenbar! Es gibt diese Situationen, da würde man am liebsten sofort den Partner gegen eine Tafel Schokolade oder eine Tüte Chips eintauschen.
Vor allem in der zweiten Tageshälfte, während Diäten oder auch in Stressphasen werden wir von  Heißhungerattacken überrascht.
Man unterscheidet hierbei zwischen körperlichen und psychischen Attacken.
Mit körperlichen Heißhungerattacken sind die wirklichen Hungerimpulse gemeint.

Psychische Heißhungerattacken werden durch Stress und negative Emotionen ausgelöst, der Körper will all das durch Essen vermindern.
Denn wenn wir uns satt fühlen, schüttet das Gehirn mehr Serotonin aus, das unsere Laune verbessert und uns glücklicher macht.
Wir essen also unserer Laune und unseres Wohlbefindens zuliebe, obwohl der Körper gar keine Nahrung braucht und alles sofort in kleine, fiese Fettpölsterchen einlagert.

Warum drehen wir durch, wenn wir Hunger haben?

Der Grund liegt  in der Wirkung des Botenstoffs Serotonin im Gehirn.
Fällt das Serotonin-Niveau ab, so reagieren Menschen in Entscheidungssituationen kämpferischer und aggressiver.
Zwischen Hunger und Aggression gibt es einen Zusammenhang.
Das ist wissenschaftlich bewiesen.
Je niedriger der Blutzuckerspiegel liegt, umso wütender sind wir.
Daran kann auch das allerbeste Verhältnis zur/m Liebsten nichts ändern.
Hirnzellen fühlen sich unterversorgt, das Adrenalin steigt, der Bewegungsdrang nimmt zu. Auf der Schnelle muss Nahrung her, da ist keine Zeit für Kuscheleinheiten, Sex oder zwischenmenschliche Gespräche.
Nahrungssuche geht vor! Das gibt die Natur nun mal vor und dieser Gedanke ist auch äußerst fest in uns verankert!

Streitschlichter „Schokoriegel“

Psychologen und Wissenschaftler raten, ernsthafte, schwierige Gespräche niemals auf nüchternen Magen beziehungsweise hungrig zu halten.
In besonders dringenden Angelegenheiten können zuckerhaltige Nahrungsmittel wie Schokoriegel und anderer Süßkram den Blutzuckerspiegel steigen und die Laune anheben lassen. Die Diskussion muss also gar nicht ewig aufgeschoben werden.

Tipps zur Minderung von Heißhungerattacken

•    Ablenkung durch Sport, Musik oder Ähnlichem
•    Kaugummi kauen
•    Zähne putzen! Mit Zahnpasta-Geschmack hat man sicher keinen Appetit
•    Vermeiden Sie Stress
•    Auf ausgewogene Ernährung achten, keine Fertigprodukte
•    Trinken Sie viel, mindestens 2 Liter am Tag, am allerbesten Wasser
•    Frühstücken Sie wie ein Kaiser
•    Nehmen Sie sich  zum Essen Zeit
•    „Aus den Augen aus den Sinn“, also Schokolade in die unterste Schublade packen!
•    Scharfes bremst den Appetit, wie wäre es mit Ingwertee

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