Meditation – warum der Urlaub als Starthilfe dienen kann – Teil II

Meditation gilt als effektive Konzentrationsübung, um Abstand von Problemen zu gewinnen, die innere Lebensenergie zu mobilisieren und geistige wie körperliche Gesundheit zu erlangen. Es erfordert jedoch ein Maß an Selbstdisziplin, Meditation im Alltagstrott zu erlernen und langfristig auszuüben. Vor allem zu Beginn hilft es, sich in einer entspannten Umgebung zu befinden sowie einen freien Kopf zu haben, um sich komplett der Meditation hinzugeben. Im Rahmen einer Gesundheitsreise können Gäste das Erlernen der nachhaltigen Meditation mit einem erholsamen Aufenthalt verknüpfen und so den Effekt der Entspannungstechnik verstärken.

Gesundheitsreise.de diskutierte mit dem Meditationsexperten und Autor Sifu William Lee über die beliebte Entspannungstechnik.

Welche Herangehensweise empfehlen Sie Anfängern? Ist es ratsam, zuerst einen Experten zu konsultieren, um die Techniken der Meditation von der Pike auf zu erlernen?

Es ist immer gut, die Meditationsübungen im direkten Kontakt mit einem Experten zu erlernen. Allerdings ist dies ein sehr großes Problem. Es gibt sehr viele Menschen, die als Experten, Gurus, Lehrer und Mystiker auftreten, ohne dabei die nötigen Qualifikationen vorweisen zu können (Anm. der Red.: Der Qi-Gong Lehrer sollte eine fundierte Ausbildung über Atem- und Körperübungen, Meditation, Unterrichtsgestaltung bis hin zu Psychologie und medizinische Grundlagen über mehrere Jahre abgeschlossen haben und über ausreichend Erfahrung verfügen.). Andererseits benötigen einige meditative Übungen eine Anleitung von einem echten Experten vor Ort. Qi Meditation ist nicht so eine Übung. Sie können diese ohne Meister oder Lehrer erlernen und alle Vorteile daraus ziehen, indem Sie sich die Übungen selbst beibringen und sie regelmäßig ausüben. Wichtig dabei ist nur die Ernsthaftigkeit, mit der Sie die Übungen betreiben.

Zu welchen Gelegenheiten kann bzw. soll man meditieren?

Was Sie nicht tun sollten, ist nur manchmal zu meditieren. Wenn Sie gute Fortschritte machen möchten, sollten Sie die Übungen regelmäßig ausführen. Wenn eine Person nicht sehr krank ist oder unter Schmerzen leidet ist es eigentlich nicht sehr wichtig wie häufig er meditiert, solange er einer klaren Struktur folgt. Meditation sollte ein Teil Ihres Tagesablaufs sein. Disziplin bringt Ihnen am meisten.

Was raten Sie Menschen, wenn sie sich nicht darauf einlassen bzw. konzentrieren können?

Es gibt Möglichkeiten, den unruhigen Geist zur Ruhe zu bringen. Es gibt jedoch eine Sache die wir hier besprechen sollten, die vielleicht in meinen Büchern ein wenig zu kurz kommt. Ich bin sicher, dass diese Metapher jedem helfen kann, der mit einem unruhigen Geist zu kämpfen hat: Der Geist ist wie ein Äffchen, das die ganze Zeit von Ast zu Ast hüpft – das ist die Natur des Geistes. Jeder Versuch, diese unruhige Natur des Geistes zu ändern, ihn zum Verstummen oder zur Leere zu zwingen, wird fehlschlagen. Ob Sie es glauben wollen oder nicht, fast jeder Mensch auf der Welt verschwendet Zeit und Lebensenergie darauf, dies zu tun. Ich garantiere Ihnen dass wenn Sie Ihren Geist heute nicht völlig leeren können, werden Sie es in diesem Leben auch nicht schaffen.

Die gute Nachricht ist, dass Sie Ihren Geist gar nicht anhalten oder völlig leeren müssen. Die Perfektion im Leben ist es, den Geist zu kontrollieren und ihn auf gute Dinge zu lenken, auf jene, die Ihnen helfen können. Heilende Qi Meditation lehrt genau das.

Sifu William Lee

Sifu William Lee ist Autor und Meditationsexperte. Geboren in der chinesischen Stadt Zhengzhou, lernte er bereits im Alter von 5 Jahren beim Meister Sifu Qian Bo-Wan. Neben Kung Fu wurde er in verschiedenen Künsten gelehrt, ehe er Chi Kung und später traditionelle chinesische Medizin studierte. Seit seinem Umzug in die westliche Welt, widmet er sich als Autor zahlreicher Bücher der Überlieferung seines umfangreichen Wissens und seiner Erfahrungen.

Buchempfehlung: „Heilende Qi-Meditation“
ISBN-10: 1500793574
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