Neue Studie: Gesundes Herz durch weniger Salz und mehr Kalium

Weniger Salz im Essen und mehr Kalium aus frischen Lebensmitteln könnten jährlich Millionen Herzinfarkte und Schlaganfälle verhindern zeigen neue Studienanalysen.Weniger Salz in der Ernährung kann demnach den Blutdruck senken und mit ihm das Risiko für alle Herz- und Kreislauf-Folgeerkrankungen. Bei Kalium scheint es genau umgekehrt zu sein: Menschen, die mit ihrer Ernährung kaum Kalium aufnehmen, haben häufig auch einen hohen Blutdruck, schreiben die Forscher im Fachmagazin „British Medical Journal“.

Die Wissenschaftler hatten in einer ersten Studie  zur Wirkung von Salz die Ergebnisse von 34 Untersuchungen mit mehr als 3000 Erwachsenen zusammengefasst. Es zeigte sich, dass es bei einem normalen oder erhöhten Blutdruck schon ausreicht, den Salzkonsum über vier Wochen um etwa vier Gramm zu reduzieren, damit der Blutdruck deutlich sinkt.

Eine weitere Studie,  die 56 Untersuchungen zu den gesundheitlichen Auswirkungen von Natrium zusammenfasste, belegte, dass sich der Salzverzicht nicht negativ auf Blutfette, Hormone oder die Funktion der Niere auswirkt. Nach den Autoren der neuen Studien ist es wünschenswert, den Salzkonsum pro Tag und Person auf drei Gramm zu senken. Das entspricht etwa einem halben Teelöffel.

Eine dritte Studie  analysierte 33 Untersuchungen mit mehr als 128.000 gesunden Teilnehmern hinsichtlich des Zusammenhangs zwischen Kaliumaufnahme und Gesundheit. Das Resultat: Wer die Kaliumzufuhr steigert, kann seinen Blutdruck reduzieren. Unterm Strich hing eine hohe Kaliumzufuhr mit einem 24 Prozent geringeren Risiko für einen Schlaganfall bei Erwachsenen zusammen.

Ungünstige Auswirkungen des Kaliums auf Blutfette oder die Nieren fanden sie keine. Kalium ist in den meisten frischen Früchten enthalten, ebenso in frischem Gemüse und in Hülsenfrüchten.

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