Pollenallergie

Juckende und gerötete Augen, Kribbeln und die immerzu laufende Nase, sowie zehn oder mehr Niesattacken hintereinander – das alles sind Symptome des Heuschnupfens, der weitverbreitetsten Allergie in Deutschland.
Die Wahrscheinlichkeit, an Heuschnupfen/ einer Pollenallergie zu erkranken, steigt mit zunehmendem Alter. Denn jede erlebte Pollensaison macht das Immunsystem sensibler und erhöht das Risiko einer Pollenallergie.
Die Erkrankung beginnt meistens im frühen Kindesalter und führt jahrzehntelang zur Beeinträchtigung der Lebensqualität. Die gesundheitlichen Auswirkungen betreffen das Sozialleben, die schulische Leistungsfähigkeit und die Arbeitsproduktivität.

Was sind die Symptome von Pollenallergie/ Heuschnupfen?

Niesattacken, Schnupfen und verstopfte Nase, juckende oder gar tränende  Augen.
Viele Betroffene verspüren zudem einen unangenehmen Juckreiz im Hals, an der Rachenschleimhaut.
Manche Patienten mit allergischem Schnupfen neigen zu Entzündungen im Hals-Nasen-Ohren-Bereich, etwa in den Nasennebenhöhlen.

Doch damit nicht genug. Denn Allergene können auch in den tieferen Atemwegen allergische Reaktionen auslösen.
Hustenanfälle mit Atemnot bei Heuschnupfen sollten aufhorchen lassen.
Denn es kann sein, dass sich die Allergie auf die Bronchien verlagert oder ausgedehnt und ein Bronchialasthma in Gang gesetzt hat.
In der Tat haben Heuschnupfen-Patienten ein erhöhtes Risiko für allergisches Asthma.
Zudem  entsteht eine zu schnelle Gewöhnung an abschwellende Nasensprays mit gefäßverengenden Stoffen.
Hier tritt leider oft das Gegenteil vom erwünschten Effekt ein: werden die Mittel länger als empfohlen eingenommen, neigt die Nasenschleimhaut vermehrt zu Schwellungen, anstatt abzuschwellen, und verstopft die Nase.

Es leuchtet ein, dass ein allergischer Schnupfen umso unangenehmer ist, je länger er dauert. In jedem Fall ist er weit mehr als nur eine lästige Störung des Befindens. Heuschnupfen kann, wie gesagt, Atemwegserkrankungen vom Typ Asthma bronchiale den Weg bahnen. Daher sollten erstmals Betroffene stets gründlich untersucht und behandelt werden.

Wann fliegen die Pollen?

Bereits im Februar beginnt die Pollenflugsaison mit den Haselpollen.
Die häufig problematischen Birkenpollen treten normalerweise im März auf. Gräserpollen kommen ab Ende April hinzu. Der Pollenflug nimmt Richtung August und September ab. Die genauen Pollenflugzeiten hängen generell von der allgemeinen Wetterlage (langer oder kurzer Winter) und der Region (Flachland oder höhere Lagen) ab. Sollte der Winter allerdings mal länger dauern, so kommt dafür eine höhere Allergenbelastung auf Allergiker zu, da dann mehrere Pollenarten gleichzeitig in der Luft sind.
In der Stadt ist der stärkste Pollenflug abends zu beobachten, während es auf dem Land normalerweise morgens am schlimmsten ist.

Wie kann man Heuschnupfen behandeln?

Die Behandlung des Heuschnupfens steht auf drei Säulen: der Karenz (Meidung des Allergens), der Pharmakotherapie (Behandlung der Symptome mit akut wirksamen Arzneimitteln) und der spezifischen Immuntherapie (langfristige Ausschaltung der allergischen Reaktion).

Ein klarer Vorteil ist, möglichst früh in das Erkrankungsgeschehen einzugreifen, weil dadurch Neusensibilisierungen vermieden werden und die Entstehung von Asthma verhindert werden kann.

Frühzeitig und gezielt behandelt, kann ein allergischer Schnupfen für Jahre unterbunden werden, und Komplikationen wie Bronchialasthma lassen sich vermeiden oder eindämmen.

Möglich ist das mit einer Immuntherapie, einer Art Allergie-Impfung.
Diese Immuntherapie erfolgt mit Spritzen unter die Haut oder mit Tropfen beziehungsweise Tabletten, die sich unter der Zunge auflösen.
Enthalten sind Extrakte mit den jeweils relevanten Allergenen.
Die „Spritzentherapie“ muss regelmäßig angewendet werden und dauert im Regelfall drei Jahre.
Außerdem gibt es Medikamente, die die Symptome lindern.

Praktische Tipps für Pollenallergiker

•    Abends duschen gehen und Haare waschen.
•    Regelmäßig die Wohnung saugen und auch feucht wischen.
•    Nur an regnerischen Tagen ausgiebig lüften bzw. wenn die Pollenbelastung am  niedrigsten ist (in ländlichen Gebieten abends, in städtischen Gebieten in den frühen Morgenstunden).
•    Wäsche nicht im Freien trocknen.
•    Bettwäsche öfter wechseln.
•    Immer frische Taschentücher verwenden.
•    Wenn Sie von draußen kommen, die Sachen in die Wäsche geben und umziehen.
•    Eventuell Pollenfilter für Autos nutzen.
•    Informieren Sie sich anhand des Pollenkalenders oder über den
Polleninformationsdienst, wann „Ihre“ Pollen in der Luft am zahlreichsten sind.
•    Ventilatoren meiden.

Schwarzkümmel hilft gegen Heuschnupfen

Schwarzkümmelöl ist das wohl bekannteste und wirkungsvollste Naturprodukt gegen Heuschnupfen. Schon unzählige Heuschnupfen-Geplagte haben gute Erfahrungen mit Schwarzkümmel gemacht! Und das Beste dabei: Schwarzkümmelöl ist rein natürlich. Keine Chemie, keine Konservierungsstoffe oder anderen Zusätze!

Pollenschutz für das eigene Zuhause

Wer unter einer besonders stark ausgeprägten Pollenallergie leidet, für den sind spezielle Pollenschutzgitter für die Fenster vielleicht eine gute Lösung, die auslösenden Allergene aus der eigenen Wohnung fernzuhalten.
Sie sind so fein gearbeitet, dass selbst diese kleinen Partikel aufgehalten werden, beziehungsweise besitzen sie eine Art Beschichtung, die Pollen wie ein Magnet anzieht und festhält. Ein zusätzlicher Vorteil besteht im Schutz vor Insekten, die natürlich ebenso wenig den Weg durch die Gitter in die Wohnung finden.
Zusätzlich oder alternativ kann man sich auch einen Luftfilter zulegen, wobei man Kauf genau darauf achten sollte, dass dieser auch für das Filtern von Pollen ausgelegt ist. Doch auch wer nicht auf solche Maßnahmen setzen möchte (denn immerhin sind diese mit einer gewissen Investition verbunden), kann etwas gegen Pollen im eigenen Heim tun. Dabei gilt es zunächst, die Dichtungen von Fenstern und Türen zu prüfen, damit sich hier nichts einschleichen kann, was nicht in die Wohnung gehört.

Fazit

Entscheidend ist immer, den Auslöser für eine Allergie zu finden und auch etwas dagegen zu tun.
Die Bezeichnung allergischer Schnupfen ist ein Oberbegriff für alle allergischen Schnupfenarten, die durch die verschiedensten Allergene – vor allem in der Luft, im Freien, in Innenräumen oder durch Tierhaare – ausgelöst werden.
Wenn von Heuschnupfen die Rede ist, ist immer der allergische Schnupfen durch Pflanzenpollen gemeint.

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