Quelle: Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung

Pro Organspende

Organtransplantation wird derzeit in den Medien heiß diskutiert. Nicht nur wegen den jüngsten Skandalen an mehreren deutschen Kliniken, sondern auch weil ab 01. November ein neues Gesetz zur Organspende inkraft tritt.

Was ist neu?

Alle Bürger ab 16 werden nun alle zwei Jahre zur Organspende befragt. Die Krankenkassen verschicken Briefe mit Informationsmaterial und Organspendeausweisen. Dann kann sich jeder für oder gegen eine Spende entscheiden oder den Brief einfach wegwerfen. Zukünftig soll die Einverständniserklärung auch auf der elektronischen Versicherungskarte gespeichert werden.
Zahlreiche Mediziner kritisieren diese Kompromisslösung der Bundesregierung. Sie befürworten die sogenannte „Widerspruchslösung“: Jeder Mensch ist Organspender, außer er entscheidet sich aktiv dagegen.

Warum ist Organspende so wichtig?

12 000 Menschen in Deutschland warten derzeit auf ein Spenderorgan, doch nur jeder Dritte bekommt eines rechtzeitig. Die Länge der Warteliste entscheidet über Leben und Tod: täglich sterben drei Wartende. Ein Organspender kann jedoch vier bis fünf Leben retten. Doch weniger als 10 % der deutschen Bevölkerung besitzen einen Organspendeausweis.

Laut Umfragen sind die meisten nicht grundsätzlich gegen eine Organspende, sie beschäftigen sich nur ungern mit dem eigenen Tod oder sind nicht ausreichend informiert. Weitverbreitete Ängste sind beispielsweise, dass Organe  zu früh entnommen werden oder dass der eigene Körper wie ein Ersatzteillager behandelt und ausgeweidet wird.

Wie läuft die Organentnahme und Transplantation ab?

Vor einer Entnahme stellen zwei Neurologen unabhängig voneinander und im zwölfstündigen Abstand den Hirntod fest. Hirntod bezeichnet die irreversible erloschene Gesamtfunktion des Gehirns. Organentnahme und Organtransplantation sind in Deutschland strikt getrennt. Für die Organentnahme sind Mitarbeiter der Deutschen Stiftung für Organtransplantation (DSO) verantwortlich. Die Stiftung Eurotransplant mit Sitz in den Niederlanden ist zuständig, wer die Organe bekommt. Typische Spenderorgane sind Herz, Leber, Nieren, Lunge, Bauchspeicheldrüse sowie der Dünndarm. Im Organspendeausweis kann vermerkt  werden, welche Organe nicht entnommen werden dürfen.

Pro Organspende

Ich persönlich habe mich schon vor etlichen Jahren pro Organspende entschieden. In meinem weiteren Bekanntenkreis habe ich gesehen, wie eine Organspende zu neuem Leben verhelfen kann. Daraufhin habe ich einen Organspendeausweis ausgefüllt und auch meine Angehörigen und Freunde über meine Entscheidung informiert, damit im Ernstfall alle Bescheid wissen.
Ich respektiere die Entscheidung anderer, die sich gegen eine Organspende aussprechen. Aber ich finde, wir sind es uns und unseren Mitmenschen schuldig, sich einmal aktiv mit diesem wichtigen Thema auseinandergesetzt zu haben. Denn jeder kann in die Situation kommen, dass er auf ein Spenderorgan angewiesen ist!

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Über Miriam Schöniger

Geboren und aufgewachsen in einem traditionellen Kurort ist mir das Thema "Gesundheit" quasi in die Wiege gelegt worden. Gepackt hat mich das Thema dann letztlich mit meinem Tourismusstudium und der parallelen Ausbildung in einem Thermalbad. Gesundheit geht uns alle an, ob alt oder jung. Gesund zu leben ist nicht immer einfach - mit Tipps von Gesundheitsexperten und eigenen Erfahrungsberichten möchte ich Sie dennoch animieren, mehr auf sich und Ihre Gesundheit zu achten, denn es lohnt sich.

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