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Raucherentwöhnung: Schluss mit den Glimmstängeln

Rauchen ist Gift für die Lunge, ganz klar. Bevölkerungsstudien zeigen aber, dass Raucher auch eher an Krebsarten erkranken, die nicht die Atemorgane betreffen, als Raucherinnen. Forscher der Universität Uppsala in Schweden fanden jetzt eine mögliche Erklärung: Das Rauchen stiehlt den Männern die Y-Chromosomen, wodurch sich das Krebsrisiko erhöht. Allerdings scheint der Schwund umkehrbar, wie sie in der Fachzeitschrift Science berichten. So sei der Verlust an Y-Chromosomen bei Ex-Rauchern gleich ausgeprägt wie bei Männern, die noch nie geraucht hatten. Wen das noch nicht überzeugt, mit dem Rauchen aufzuhören, sollte hier 

Rauchen verstärkt Rückenschmerzen

Wer hätte das gedacht: Rauchen beeinflusst die Art und Weise, wie das Gehirn auf Rückenschmerzen reagiert. Darauf weisen die Ergebnisse einer aktuellen US-amerikanischen Studie hin, veröffentlicht in der Fachzeitschrift Human Brain Mapping. Demnach teilen sich Rauchen und chronische Schmerzen offenbar bestimmte Schaltkreise im Gehirn. Gaben Raucher im Verlauf der Studie die Glimmstängel auf, ließ die Aktivität des Schaltkreises stark nach. Damit verringerte sich auch ihre Anfälligkeit gegenüber chronischen Schmerzen.

 Hohes Risiko für frühen Herzinfarkt

Eine Auswertung der Daten von 6.000 Herzinfarkt-Patienten aus dem seit 1999 bestehenden Berliner Herzinfarkt-Register ergab: Mehr als drei Viertel der Menschen, die bereits vor ihrem 55. Lebensjahr einen Herzinfarkt erlitten, waren Raucher. Damit ist der Studie zufolge, die 2014 auf dem Kongress der Europäischen Gesellschaft für Kardiologie in Barcelona vorgestellt wurde, Rauchen der wichtigste Risikofaktor für einen frühen Herzinfarkt.

 Ausstieg auch im Alter sinnvoll

Jetzt habe ich so lange geraucht, da bringt das Aufhören nichts mehr – wer so denkt, liegt falsch. In einem Vergleich von 17 Studien mit über 60-Jährigen kamen deutsche Forscher vom Krebsforschungszentrum in Heidelberg bereits 2012 zu der Erkenntnis: Diejenigen, die es schaffen, endgültig auf Zigaretten zu verzichten, leben länger. Zwar nicht so lang wie lebenslange Nichtraucher, doch reduziert sich die Wahrscheinlichkeit, früher zu sterben, von 83 Prozent bei Rauchern auf 34 Prozent bei Ex-Rauchern, berichteten sie in Archives of Internal Medicine.

 Gemeinsamer Rauchstopp

Mit dem Rauchen aufzuhören, ist allerdings leichter gesagt als getan. Wenn der Partner mitmacht, erhöht sich die Chance auf Erfolg deutlich, berichten britische Forscher in der Fachzeitschrift JAMA Internal Medicine. In ihrer aktuellen Studie analysierten die Forscher Daten von über 3.700 Paaren über 50 Jahren. Etwa die Hälfte der Raucherinnen schaffte es, die ungesunde Angewohnheit aufzugeben, wenn auch der Partner das Rauchen aufgab. War der Partner Nichtraucher, gelang das nur 17 Prozent. War der Partner Raucher und qualmte weiter, schafften es nur acht Prozent der Studienteilnehmerinnen, auf Zigaretten zu verzichten. Auch den Männern gelang es gemeinsam mit ihrer Partnerin besser, mit dem Rauchen aufzuhören.

Tipp: Holen Sie sich Unterstützung von Gleichgesinnten. Vielleicht hat ein Freund oder Arbeitskollege das gleiche Ziel: mit dem Rauchen aufzuhören. Motivieren Sie sich gegenseitig.

Raucherentwöhnung im Gesundheitsurlaub

Das kennt man ja: Der gute Wille ist da, aber beim Durchhaltevermögen hapert es. Wer es im Alltag nicht schafft, konsequent auf Zigaretten zu verzichten – und das sind viele – hat mit alternativen Methoden zur Raucherentwöhnung vielleicht Erfolg. So hat sich zum Beispiel die ayurvedische Reinigungskur „Panchakarma“ bewährt, um das starke Verlangen nach Zigaretten zu lindern. Darüber hinaus können Akupunktur und Akupressur die Entzugserscheinungen in den ersten Tagen lindern. Im Gesundheitsurlaub lenkt zudem die neue Umgebung ab – zum Beispiel im Santulan AUM-Kurzentrum für Ayurveda.

Weitere Infos zur Raucherentwöhnung finden Sie hier.

Dieser Beitrag wurde am von in Ratgeber veröffentlicht. Schlagworte: , , , .

Über Gabriela Beck

Als Reisejournalistin mit Schwerpunkt Gesundheitstourismus interessiere ich mich für alles, was Körper, Geist und Seele guttut. Auf meinen Reisen probiere ich neue Treatments und Trendsportarten aus, entdecke die schönsten Medical-Wellness-Refugien, führe Interviews mit Fachleuten. In meinen Blog-Artikeln lasse ich Sie gerne an meinen Erfahrungen teilhaben, verrate Ihnen Tipps und Tricks der Experten und gebe Ihnen Anregungen für Ihren nächsten Gesundheitsurlaub.

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