Schwitzkur – Manche mögen’s heiß

Winterzeit: draußen ist es nass, kalt und dunkel – da lockt der Aufenthalt im Warmen und gerne auch mal in ganz warmen bis heißen Räumen. Sauna, Hamam, Dampfbad haben jetzt Hochkonjunktur. Ein Schwitzbad bewirkt Wunder, sowohl in psychischer, kosmetischer als auch medizinischer Hinsicht: Saunabaden aktiviert das Immunsystem, die Haut wird samtweich, die Muskeln entspannen sich, die Laune steigt. Wir zeigen ihnen verschiedene Schwitzvarianten und wo man sie im Urlaub am besten ausprobieren kann.

Umgeben von wohliger Wärme und angenehmen Düften klären sich in der Sauna die Sinne, findet der Mensch Ruhe und innere Balance wieder. Regelmäßiges Saunabaden – am besten einmal wöchentlich – ist gesund und genau das Richtige gegen Stress und nasskaltes Wetter.

Wüstenklima in der Sauna

Zwei bis vier Millionen Schweißdrüsen besitzt jeder Mensch. Sie halten die Körpertemperatur bei Hitze konstant, was für uns lebenswichtig ist. In der Sauna machen wir uns das zunutze: Regelmäßiges Schwitzen stärkt das Immunsystem, regt den Stoffwechsel an, senkt den Blutdruck und kann sogar Migräne vorbeugen. Die Finnische Sauna, der Klassiker, hat eine Temperatur von 85-100 Grad. Nur wegen der sehr niedrigen Luftfeuchtigkeit von etwa 5 Prozent können wir diese Temperaturen knapp unter dem Siedepunkt von Wasser überhaupt aushalten, denn trockene Luft leitet Wärme nicht gut. Kreislaufschonender ist das Sanarium bei 45-60 Grad und 40-55 Luftfeuchtigkeit.

Tropische Verhältnisse im Dampfbad

Das tropische Klima im Dampfbad bei etwa 50–60 Grad und 80–100 Prozent Luftfeuchtigkeit ist eine Wohltat für die von trockener Heizungsluft malträtierten Atemwege. Die mit Wasserdampf übersättigte Luft befeuchtet die Lunge und macht sie widerstandsfähig gegen Infekte, selbst chronische Entzündungen werden gelindert. Unterstützt wird diese Wirkung durch Eukalyptus, Fichten- oder Kiefernadelgeruch. Wer übrigens glaubt, im Dampfbad ließe es sich leichter schwitzen als in der Finnischen Sauna, irrt: Die in der Luft enthaltenen Wassertröpfchen kondensieren auf der Haut, weil diese kühler ist als die Luft – der gleiche Effekt wie bei einer kalten Fensterscheibe.

Orientalische Badekultur im Hamam

Hamam im Kurhaus und Medical Center Oberwaid, St. Gallen (c): Kurhaus und Medical Center Oberwaid

Hamam im Kurhaus und Medical Center Oberwaid, St. Gallen

Eine spezielle Form des Dampfbades ist das „Türkische Bad“ oder auch „Hamam“ mit einer Liegefläche aus Marmor in der Mitte, dem Nabelstein. An den Wänden befinden sich Waschbecken mit warmem und kaltem Wasser, mit dem man sich entweder selbst regelmäßig übergießt, oder man lässt sich vom Bademeister waschen: Im Kurhaus & Medical Center Oberwaid entführen traditionelle türkische Baderituale mit Wassergüssen, Ganzkörper Peeling, Aromaölen und Seifenschaummassagen, in die mystische Welt des Orients.

Rasul – Schwitzkur mit Schlammpackung

Ebenfalls orientalischen Ursprungs ist das Rasulbad: Nach dem Duschen wird Pflegeschlamm oder Kreide auf den gesamten Körper aufgetragen. Je nach Körperpartie variiert die Körnigkeit. Nach dem Antrocknen der Packung begibt sich der Badende in einen Kräuterdampfraum – das Rasul. Durch die hohe Luftfeuchtigkeit wird die Schlammkruste allmählich wieder weich und die pflegenden Substanzen können mit kreisenden Bewegungen langsam einmassiert werden – gerade für trockene Winterhaut ein Hochgenuss. Hört sich gut an? Dann probieren Sie das Rasul doch einmal selbst aus – zum Beispiel im Spa-Bereich von La Pura, dem ersten Gesundheitsresort in Österreich exklusiv für Frauen.

Von der Iglu-Eisgrotte ins Römische Schwitzbad

Johannesbad Therme Bad Füssing

Johannesbad Therme Bad Füssing

Wer verschiedene Schwitzvarianten ausprobieren möchte, hat dazu die beste Gelegenheit in der Saunalandschaft einer Therme. Im Gesundheitszentrum Johannesbad Jovitalis zum Beispiel kann man dies gleich mit einer Reise um die Welt verbinden: von der Finnischen Sauna in den Osmanischen Badetempel, ins Römische Schwitzbad, ins Indische Kristallblüten-Dampfbad, in die Bad Füssinger Schwitzstube und zum Abkühlen zwischendurch in die Iglu-Eisgrotte – im 3-Tage-Package „Balance finden“ u. a. ergänzt um eine Fußreflexzonen und eine Hot Stone-Massage.

Hier finden Sie mehr Infos zum Thema Hamam und Rasul. Tipps und Regeln für den Saunagang gibt’s hier.

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Über Gabriela Beck

Als Reisejournalistin mit Schwerpunkt Gesundheitstourismus interessiere ich mich für alles, was Körper, Geist und Seele guttut. Auf meinen Reisen probiere ich neue Treatments und Trendsportarten aus, entdecke die schönsten Medical-Wellness-Refugien, führe Interviews mit Fachleuten. In meinen Blog-Artikeln lasse ich Sie gerne an meinen Erfahrungen teilhaben, verrate Ihnen Tipps und Tricks der Experten und gebe Ihnen Anregungen für Ihren nächsten Gesundheitsurlaub.

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