Singen Sie sich froh und munter

Überall dudeln die Weihnachtslieder aus dem CD-Player, doch gemeinsames Singen unter dem Weihnachtsbaum – das findet in immer weniger Familien statt. Schade eigentlich, denn singen ist gesund für Körper und Seele und schafft dazu ein ganz besonderes Gefühl der Verbundenheit.

Nachgewiesenermaßen stimuliert Gesang nicht nur das Immunsystem und regt die Selbstheilungskräfte des Körpers an, Singen ist auch Balsam für die Seele. So hat Musikwissenschaftler Karl Adamek in mehreren Langzeit-Untersuchungen belegt, dass singende Menschen lebensfroher, ausgeglichener und zuversichtlicher sind als andere. Zur Weihnachtszeit wecken Lieder oft schöne Erinnerungen und Rituale geben Sicherheit.

Das Vorurteil vieler Menschen, sie könnten gar nicht singen, ist nach Ansicht von Klaus Peter Samson, Direktor der Hamburger „SängerAkademie“, falsch: In der Regel habe jeder gesunde Mensch ein gewisses musikalisches Talent. Nur in wenigen Ausnahmen sei Hopfen und Malz verloren – und man sei nie zu alt, das Singen zu lernen.

Obwohl viele Menschen eine schöne Singstimme besitzen, sind nur wenige professionell geschult. Doch mit dem Singen ist es wie mit dem Spielen eines Instrumentes: wer es nicht richtig zu gebrauchen weiß, erzeugt oft Missklänge. So überfordern Gesangsbegeisterte ihre Stimmbänder, trällern mit zu viel Druck oder pressen den Ton aus dem Kehlkopf. Oft bleibt auch die Luft weg, da in den Brustkorb anstatt in den Bauch geatmet wird.

Erfahrene Sänger wissen, dass vor der Beanspruchung des Stimmapparats ein Aufwärmen erfolgen sollte – ähnlich wie beim Sport. Schließlich ist der ganze Körper an der Produktion des Klangs beteiligt: Rund 50 Muskeln benötigt der Mensch, um Töne zu produzieren.

Unser Weihnachtstipp: Wer bereits leicht erkältet und heiser ist, sollte seine Stimme lieber schonen. Dann lauscht man lieber besinnlich den Familienmitgliedern, wie sie „Lasst uns froh und munter sein“ trällern.

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