Stadtführungen für Sehbehinderte

Immer mehr Tourismusanbieter stellen sich verstärkt auf Blinde und Menschen mit Sehbehinderung ein und bieten „begreifbare“ Stadtführungen an. Hören und Tasten statt sehen – dadurch werden Stadtrundgänge auch für Sehende intensiver.Frankfurt am Main: Bei der Stadtführung „Frankfurt begreifen“ geht die Mainmetropole mit vielen Tastobjekten, Verkostungen und Anekdoten besonders auf die Bedürfnisse von Blinden und Sehbehinderten ein. Alle öffentlichen Rundgänge können auf Wunsch stufenlos geführt werden. Seit Mai 2013 steht blinden und sehbehinderten Besuchern auch ein taktiler Lageplan zur Verfügung, der eine attraktive Übersicht über die Frankfurter Innenstadt bietet. Der Plan befindet sich an der Tourist Information am Römerberg.

Trier: Die Gästeführerinnen und -führer arbeiten zu ihren Erläuterungen mit ausgewählten Tastbildern und Modellen – und machen architektonische Besonderheiten spürbar. Dadurch ist die Stadtführung intensiver und dauert länger, denn Fühlen braucht länger als Sehen. Auch von Sehenden kann die „begreifbare“ Stadtführung begangen werden – mit einer Dunkelbrille. So erleben sie die Stadt Trier aus einer völlig anderen Perspektive.

Taunus: Auf speziellen Touren durch das Römerkastell Saalburg im Taunus lernen Blinde die Geschichte der Burg und den Alltag im Römischen Reich kennen. Während der Führung haben die Teilnehmer die Möglichkeit, Originalfunde und Repliken sowie maßstabsgetreue Pläne zu ertasten, um das Gehörte besser nachzuvollziehen. Der Rundgang über das Gelände und durch das Kastellgebäude dauert etwa zwei Stunden. Die Gruppengröße beschränkt sich auf zehn blinde Teilnehmer und ihre Begleitpersonen.

Auch andere Städte, zum Beispiel Erfurt, Köln (für Sehende mit Augenmaske), Düsseldorf, Göttingen und Ulm bieten Stadtführungen für Blinde und Sehbehinderte mit speziell geschulten Gästeführerinnen und -führern an.

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Über Gabriela Beck

Als Reisejournalistin mit Schwerpunkt Gesundheitstourismus interessiere ich mich für alles, was Körper, Geist und Seele guttut. Auf meinen Reisen probiere ich neue Treatments und Trendsportarten aus, entdecke die schönsten Medical-Wellness-Refugien, führe Interviews mit Fachleuten. In meinen Blog-Artikeln lasse ich Sie gerne an meinen Erfahrungen teilhaben, verrate Ihnen Tipps und Tricks der Experten und gebe Ihnen Anregungen für Ihren nächsten Gesundheitsurlaub.

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