Starten Sie glücklich ins neue Jahr

Manchen Menschen scheint das Glück zuzufliegen, andere sind anscheinend vom Pech verfolgt. Die Ergebnisse einer neuen Studie zeigen nun, dass Glücklichsein tatsächlich erlernbar ist.Sieben Wochen lang nahmen 150 Beschäftigte eines Unternehmens an der Untersuchung des Coburger Gesundheitswissenschaftler Prof. Dr. Tobias Esch teil. Während eine Hälfte ein Glückstraining absolvierte, diente die andere Hälfte als Kontrollgruppe. Beide wurden vor und nach der Testphase befragt. Außerdem überprüften die Forscher die Aufmerksamkeit der Probanden und nahmen Speichelproben, um die Stresshormone im Körper zu messen. Vier Wochen nach dem Training wurden die Tests wiederholt. Das Ergebnis: Die Teilnehmer des Glückstrainings nahmen nicht nur deutlich weniger Stress wahr, sie waren auch zufriedener und glücklicher. Die Lebensqualität insgesamt hatte sich verbessert, weiche Faktoren wie „Achtsamkeit” und die Fähigkeit, abschalten zu können, wurden verstärkt.

Doch wie lässt sich das Phänomen der Glückspilze und Pechvögel erklären? Richard Wiseman, ein britischer Psychologe, hat dazu ein Experiment durchgeführt. Über ein Zeitungsinserat hat er Glückspilze und Pechvögel gesucht, denen er in seinem Testlabor eine Aufgabe gestellt hat. Sie bekamen eine Zeitschrift und sollten die Bilder darin zählen. Mitten in der Zeitschrift stand folgender Satz in Großbuchstaben: „HÖREN SIE MIT DEM ZÄHLEN AUF UND MELDEN SIE DEM VERSUCHSLEITER, DASS SIE DIESEN SATZ ENTDECKT HABEN. DAFÜR ERHALTEN SIE 250 PFUND!“ Fast alle Personen, die sich als Glückspilze auf das Inserat hin gemeldet hatten, haben diese Botschaft entdeckt. Von den Pechvögeln hat kaum jemand diese Glücksbotschaft gefunden. Wiseman hat noch weitere Glücksforschungs-Experimente durchgeführt. Aus seinen Erkenntnissen hat er vier Grundsätze abgeleitet, mit denen jeder zu einem Glückspilz werden kann:

Glückspilze erwarten positive Erlebnisse

Sie vertrauen auf ihr Glück, sie denken positiv. Und wenn dann ein solches positives Erlebnis eintritt, werden diese Gedanken bestärkt. Pechvögel dagegen erwarten negative Erlebnisse, sie sind in der Regel Pessimisten.

Glückspilze werten Negativerlebnisse anders

Glückspilzen passieren natürlich auch schlimme Erlebnisse. Im Gegensatz zu Pechvögeln werten sie diese aber anders. Ein Glückspilz sagt „es hätte schlimmer sein können“.

Glückspilze erkennen günstige Gelegenheiten

Das belegt das eingangs erwähnte Experiment. Pechvögel dagegen sehen den Wald vor lauter Bäumen nicht.

Glückspilze sind entspannt

Auch dieser Grundsatz ist einleuchtend. Entspannte Menschen sind meist aufmerksamer und nehmen dadurch auch eher für sie günstige Gelegenheiten wahr. Ängstlichen Menschen fehlt diese Aufmerksamkeit.

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