Steuererklärung 2013 Auch Medikamente und Co. Können abgesetzt werden

Auch Medikamente und Co. Können abgesetzt werden

Krankheitskosten, die in einem laufenden Kalenderjahr angefallen sind, können in der Regel als außergewöhnliche Belastung beim Finanzamt abgesetzt werden, sofern die zumutbare Belastungsgrenze überschritten wird. Dabei gilt, dass es für Singles, Paare ohne Kinder und Familien mit Kindern jeweils andere Grenzwerte gibt.
Die persönliche Grenze richtet sich vor allem nach dem Jahreseinkommen (Bruttoverdienst plus Einkünfte beispielsweise aus Vermietung oder Verpachtung minus Werbungskosten).
Maßgebend sind aber auch Familienstand und Kinderzahl. Je höher das Einkommen und je kleiner die Kinderschar, desto weniger wirkt sich der Steuervorteil aus.
Alle Bürger, die ihre Einkommensteuererklärung für das Jahr 2013 ausfüllen, können dort Ausgaben für Arzneimittel aus der Apotheke geltend machen. Damit die Aufwendungen im Einzelfall vom Finanzamt anerkannt werden, müssen bestimmte Bedingungen erfüllt sein, beispielsweise ein Nachweis einer medizinischen Notwendigkeit.

Das kann abgesetzt werden

Nur wenn zumutbare Belastungsgrenzen überschritten werden, wirken krankheitsbedingte Kosten steuermindernd. Dazu zählen Arzneimittel, aber auch Ausgaben für ärztliche Behandlungen wie Heilpraktiken, Physiotherapien, Logopäden oder auch Zahnarztbesuche, Brillenanschaffungen oder Eingriffe an den Augen, Krankenhausaufenthalte sowie benötigte Hilfsmittel.
Eigentlich alles was die Krankenkasse ganz oder zum Teil übernimmt.

Voraussetzungen

Der Zahlungsbeleg allein reicht nicht aus, auch die medizinische Notwendigkeit für das Verwenden des Arzneimittels muss nachgewiesen werden.
Bei komplett selbst bezahlten Arzneimitteln kann dieser Nachweis z.B. durch ein Privatrezept oder durch ein Grünes Rezept erbracht werden.
Bei rezeptpflichtigen Medikamenten, die von der gesetzlichen Krankenkasse erstattet werden, kann der Versicherte die gesetzliche Zuzahlung in Höhe von 5 bis 10 Euro pro Medikament zurückerstattet bekommen.

Beim Nachweis der Ausgaben für Arzneimittel unterstützen viele Apotheken ihre Stammkunden. Versuchen Sie es! Wer im Vorjahr seine Quittungen und Belege nicht ordnungsgemäß aufbewahrt und gesammelt hat, besitzt vielleicht in seiner Stammapotheke eine Kundenkarte. Dann kann dort nachträglich um eine Finanzamt-taugliche Bescheinigung über alle Ausgaben für Medikamente im Jahr 2013 gebeten werden, die von seiner Krankenkasse nicht erstattet wurden und die er als Patient deshalb selbst zahlen musste. Das entsprechende Hilfestellung sowie Inhalt und Form der Bescheinigungen können jedoch unter den Apotheken variieren.
Nicht nur Krankheitskosten zählen zu den außergewöhnlichen Kosten, sondern auch Zivilprozesse, Scheidungen, Kosten für die Berufsausbildung des eigenen Kindes, Unterhaltskosten und auch Pflege- und Pflegeheimkosten.

Einzureichen ist die Steuererklärung bis zum 31. Mai 2014.

Es ist aber nicht so tragisch wenn man sie ein paar Tage später einreicht. In den ersten Juniwochen drücken die Finanzämter in der Regel ein Auge zu, so schnell lassen sich die Steuererklärungen ohnehin nicht bearbeiten. Irgendwann könnte aber eine Mahnung ins Haus kommen, in der nochmal eine Frist von vier bis sechs Wochen eingeräumt wird.
Daran sollte man sich halten, ansonsten können die Finanzbehörden ein Zwangsgeld androhen und zusätzlich einen Verspätungszuschlag.

Fristverlängerung

Will man es nicht dazu kommen lassen, kann man schriftlich Fristverlängerung beantragen – vorausgesetzt, man hat Gründe dafür. Das können beispielsweise eine Krankheit oder Geschäftsreisen sein, aber auch Arbeitsüberlastung oder fehlende Unterlagen.
In den Antrag sollte man einen Termin nennen, bis zu dem die Steuererklärung fertig sein soll.

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