Studie belegt positiven Effekt von regelmäßigen Auszeiten

Urlaub trägt zur Gesundheit bei und sorgt für Erholung vom stressigen Alltag. Was viele Reisende jedes Jahr am eigenen Leib erfahren, hat eine aktuelle Studie nun wissenschaftlich bestätigt. Dabei gilt: Lieber mehrmals im Jahr verreisen als nur einen großen Urlaub machen.Neueste Erkenntnisse aus der Glücksforschung zeigen, dass Menschen, die ihr Geld für Erfahrungen wie einen Konzertbesuch, einen Familienausflug oder einen Kurzurlaub, ausgeben, kurz- und langfristig glücklicher sind als Menschen, die sich materielle Dinge wie Schmuck, Kleidung oder elektronische Geräte zulegen. Der Grund läge in der fehlenden Vergleichbarkeit, so Dr. Jessica de Bloom, Arbeits- und Organisationspsychologin an der Universität Tampere in Finnland: „Anders als den Designeranzug oder die teure Armbanduhr kann man seinen Tauchurlaub am Roten Meer schwerlich dem Städtetrip des Kollegen nach Barcelona gegenüberstellen. Außerdem verschleißen Erlebnisse nicht.“

Auch auf die Gesundheit wirkt sich eine Auszeit vom Alltag positiv aus. So ermittelten Wissenschaftler und Ärzte im Rahmen der Framingham Heart Study, dass Menschen, die für lange Zeit nicht in den Urlaub fuhren, ein höheres Risiko hatten krank zu werden oder sogar frühzeitiger starben als Menschen, die sich regelmäßig frei nahmen.

Um positive Auswirkungen auf Leib und Seele zu haben, ist dabei weniger die Dauer des Urlaubs, als vielmehr die Häufigkeit ausschlaggebend. Ob Kurzurlaub oder dreiwöchiger Wanderurlaub: In jedem der untersuchten Urlaube konnte man vergleichbare Steigerungen von Gesundheit und Wohlbefinden feststellen. Dr. Jessica de Bloom sieht eine Parallele zum Schlaf: „Genauso wie Schlaf kann man Erholung nicht aufsparen. Ein langer Sommerurlaub reicht nicht aus, um ein ganzes Jahr an harter Arbeit und Überstunden zu kompensieren.“ Vielmehr sei regelmäßige Erholung wichtig, um auf Dauer gesund zu bleiben.

Dr. Jessica de Bloom konnte in ihren Studien zudem nachweisen, dass weniger die Art der Urlaubsaktivitäten, als die eigenen Entscheidungen darüber ausschlaggebend sind. Die Unternehmungen sollten den eigenen Bedürfnissen entsprechen und der Kontrolle des Urlaubers unterliegen. Die Gestaltungsfreiheit beim Urlaub ist demnach der Schlüssel zur perfekten Auszeit.

Aktivitäten beeinflussen aber auch das subjektive Empfinden der Urlaubsdauer. Für diejenige, die im Urlaub viel unternehmen, vergeht die Zeit wie im Flug. Rückblickend wird der Urlaub für den aktiven Reisenden allerdings wieder länger als für denjenigen, der seinen Urlaub im Hotel und am Strand verbringt. Der letzte Urlaubstag könne darüber entscheiden, wie die Reise in Erinnerung bleibt: „Das Kofferpacken und andere unliebsame Aktivitäten kann man also besser am vorletzten Tag erledigen, so dass man den letzten Urlaubstag nochmal richtig genießen kann“, rät de Bloom.

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