Schlagwort-Archiv: Akupunktur

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Raucherentwöhnung – aber wie und wo?

Rauchen ist schlecht für unsere Gesundheit – daran soll der Weltnichtrauchertag am 31. Mai uns erinnern. Doch das Rauchen aufzugeben fällt bekanntlich vielen sehr schwer. Wir zeigen Ihnen verschiedene Möglichkeiten, mit denen Ihnen das Aufhören leichter fallen kann. Jedoch nimmt Ihnen keiner dieser Optionen die Entwöhnung komplett ab. Damit Sie sich bald erfolgreich zu den Nichtrauchern zählen können, müssen Sie in erster Linie einen starken Willen mitbringen. Weiterlesen

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Raucherentwöhnung: Schluss mit den Glimmstängeln

Rauchen ist Gift für die Lunge, ganz klar. Bevölkerungsstudien zeigen aber, dass Raucher auch eher an Krebsarten erkranken, die nicht die Atemorgane betreffen, als Raucherinnen. Forscher der Universität Uppsala in Schweden fanden jetzt eine mögliche Erklärung: Das Rauchen stiehlt den Männern die Y-Chromosomen, wodurch sich das Krebsrisiko erhöht. Allerdings scheint der Schwund umkehrbar, wie sie in der Fachzeitschrift Science berichten. So sei der Verlust an Y-Chromosomen bei Ex-Rauchern gleich ausgeprägt wie bei Männern, die noch nie geraucht hatten. Wen das noch nicht überzeugt, mit dem Rauchen aufzuhören, sollte hier  Weiterlesen



Urlaub mit spirituellem Mehrwert

Die Midlife-Crisis ist kein Mythos. Zwischen 40 und 55 realisiert man, dass es im Leben nicht mehr unendlich viele Möglichkeiten gibt, erste Zipperlein stellen sich ein und viele Mitmenschen sind auf einmal jünger als man selbst. Das macht nachdenklich: Habe ich mir mein Leben so vorgestellt? Was möchte ich wirklich? Wir geraten ins Grübeln, konsultieren Freunde, Coaches und Ratgeberliteratur. Dabei könnte man das Ganze auch gelassen sehen: die schwierigsten Karriereschritte sind geschafft, die Finanzen meist stabil. Bis die Frage nach Sinn und Unsinn des Lebens beantwortet ist, sollte man sich einfach so oft wie möglich um sein körperliches und seelisches Wohlbefinden kümmern.

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Ein Experteninterview zu Traditioneller Chinesischer Medizin

Viele Menschen in der heutigen Zeit meinen, sich mit traditioneller chinesischer Medizin auszukennen. Doch was kann es wirklich bewirken und was steckt dahinter? Diese und viele andere Fragen klärt Sifu William Lee – ein Experte in Sachen TCM auf.

Um einen ersten Eindruck über sein Buch und sein Wissen zu bekommen, hat Gesundheitreise.de folgende Fragen gestellt: Weiterlesen



Alternative Heilmethoden bei Rückenbeschwerden

Rückenbeschwerden zählen zu den häufigsten Erkrankungen der heutigen Zeit und fast jeder zweite Deutsche ist davon betroffen. Ziel ist bei den meisten die quälenden Verspannungen oder die stechenden Schmerzen schnell wieder loszuwerden. Meist sind jedoch Schmerzmittel die erste Lösung für das Problem, denn die genaue Feststellung der Ursache ist oft schwierig. Wer gerne mal auf Schmerzmittel verzichten möchte sollte eine Behandlung mit alternativen Heilmethoden in Erwägung ziehen, denn sogar die Schulmedizin erkennt diese als ergänzende Therapien an.

Osteopathie

Die Osteopathie basiert auf der Betrachtung des Körpers als Funktionseinheit, was bedeutet dass sich Köperfunktionen und –strukturen gegenseitig beeinflussen. Wenn zum Beispiel ein Körperteil betroffen ist, kann dies Auswirkungen auf einen ganz anderen Teil des Körpers haben. Der sogenannte Osteopath benötigt keine Instrumente für seine Behandlung, sondern lediglich seine Hände. Bei der Osteopathie wird durch das Abtasten des Körpers versucht etwaige Verspannungen, Veränderungen des Bindegewebes oder Auffälligkeiten an den Sehnen festzustellen, welche Ursachen für Schmerzen darstellen könnten. Ziel dieser Behandlung ist eben diese Blockade zu finden und diese mit Hilfe von gezielten Drücken, Schieben, Ziehen und Dehnen zu lösen. Dies soll den Körper bei der Selbstheilung unterstützen.

Neuraltherapie

Die Neuraltherapie geht von der Theorie der Beeinflussung des Körpers durch Störfelder aus. Störfelder können in diesem Fall zum Beispiel Verletzungen, Entzündungen aber auch Narben oder Veränderungen in den Organen sein. Die von den Störfeldern ausgehenden Impulse können sich wiederum schlecht auf gesunde Organe oder Bereiche des Körpers auswirken und diese auf Dauer krank machen. Ziel dieser Behandlung ist es diese Störfelder zu lokalisieren und durch die Verabreichung eines Lokalanästhetikums deren Auswirkungen zu unterbrechen und somit eine Besserung herbeizuführen. Die Wirksamkeit der Neuraltherapie ist jedoch nicht wissenschaftlich belegt und kann unteranderem unerwünschte Nebenwirkungen hervorrufen.

Homöopathie

Homöopathie ist wohl eine der bekanntesten Formen der alternativen Heilmethoden. Die Therapie durch Homöopathie funktioniert nach dem Grundsatz Gleiches mit Gleichem zu bekämpfen. So findet man in der Homöopathie Tropfen und Mittel, die aus sehr stark verdünnten Substanzen hergestellt werden, welche in hoher Dosierung Krankheitserscheinungen hervorrufen können. So zum Beispiel wird ein Mittel, welches Fieber hervorrufen würde in verdünnter Form gegen Fieber eingesetzt. Bei der Herstellung von homöopathischen Mittel werden die Substanzen im ersten Schritt mit Milchzucker verrieben und dann in ein Wasser-Alkohol-Gemisch geschüttelt. Verabreicht werden homöopathische Mittel vor allem in Form von Tropfen oder kleinen Kügelchen, den sogenannten Globuli. Auch bei der Homöopathie gibt es keine gesicherten wissenschaftlichen Nachweise auf Wirksamkeit, jedoch sind viele Therapieerfolge bekannt. Darüber hinaus gibt es bei einer homöopathischen Therapie so gut wie keine Nebenwirkungen.

Akupunktur

Die Akupunktur ist ein Verfahren der traditionellen chinesischen Medizin (TCM) und wird schon seit tausenden Jahren praktiziert. Bei der Lehre der TCM wird davon ausgegangen, dass durch die Blockade der Lebensenergie (Chi) Schmerzen und Krankheiten entstehen. Bei der Akkupunktur wird versucht durch das gezielte Setzen von Akkupunkturnadeln an den sogenannten Meridianen, den Fluss der Lebensenergie wieder herzustellen. Die moderne Akupunktur unterscheidet circa 700 unterschiedliche Akupunkturpunkte, an welchen ein Energiestau entstehen kann. Die Wirksamkeit einer Behandlung durch Akupunktur ist wissenschaftlich belegt, gleichwohl es bis heute unklar ist wie diese genau funktioniert. Besonders bei Rückenschmerzen verspricht eine Behandlung durch Akupunktur besonders große Linderungseffekte.



Was ist Akupunktur?

Akupunktur ist nachweislich eine der ältesten alternativmedizinischen Behandlungsmethoden der Welt. Viele Menschen mit chronischen Schmerzen schwören auf Akupunktur – auch zahlreiche Studien belegen die Wirksamkeit der Akupunktur.
Im Interview mit Gesundheitsreise.de erklärt Dr. med. Alexander Simon, Allgemeinmediziner mit Akupunktur-Zusatzausbildung, wie Akupunktur wirkt und welche Krankheiten sie besonders lindert bzw. heilt.

Gesundheitsreise.de: Wie genau wirkt Akupunktur?

Dr. Simon: Die Akupunktur ist bei uns das bekannteste und meist verbreitete Therapieverfahren der Chinesischen Medizin. In China selbst macht die Akupunktur jedoch nur ca. 20 % aller Behandlungen aus. Prinzip der Akupunktur ist es, durch einen physikalischen Reiz an einem definierten Punkt (mit Nadel oder Moxa), Einfluss auf die zirkulierende Energie zu nehmen. Mit Moxa (Verbrennen von Beifußkraut) wird eine Energie zuführende, wärmende und schmerzstillende Wirkung erreicht. Die meisten der ca. 400 klassischen Akupunkturpunkte am Körper sind anatomisch tastbare Vertiefungen. Im Verlauf einer circa halbstündigen Behandlung werden zwischen 1 und 20 Punkte stimuliert. Die Anzahl der Behandlungen ist abhängig von der Erkrankung und deren Verlauf.

Die Energien (z.B. Qi und Xue) fließen im Körper in so genannten Leitbahnen. Ein Bild hierfür ist ein komplexes Rohrsystem mit vielen regulierbaren Ventilen, den Akupunkturpunkten. Der Energiefluss kann zum Beispiel blockiert, verlangsamt, beschleunigt oder völlig fehlgeleitet sein (bei Erbrechen zum Beispiel in die entgegengesetzte Richtung). Jeder Akupunkturpunkt kann per Definition den Energiefluss (lokal oder im ganzen Körper) auf eine bestimmte Art verändern. Deshalb werden die Nadeln oft nicht an den vermeintlich erkrankten Stellen gesetzt, sondern man kann zum Beispiel mit Punkten an Fuß oder Hand, Schulterprobleme behandeln. Neben der klassischen, chinesischen Körperakupunktur gibt es heutzutage auch andere Arten der Akupunktur, die zum Beispiel nur einzelne Körperregionen (am bekanntesten ist das Ohr, aber auch Hand, Fuß und andere Regionen) benutzen und dadurch Wirkungen auf den ganzen Körper erzielen. Die Manipulation an den Punkten wird heute auch mit Laser, Strom oder Injektion von Arzneimitteln durchgeführt. Dies hat mit klassischer Chinesischer Medizin nur noch wenig zu tun. Die Behandlung geschieht im Liegen mit feinen, sterilen Einmalnadeln. Der Einstich kann einen leichten Schmerz verursachen. Die Nadeln werden dann belassen und eventuell im Verlauf noch manipuliert. Nebenwirkungen treten bei Behandlung durch einen sorgfältig ausgebildeten Arzt äußerst selten auf.

Ist die Wirkung von Dauer? Wie viele Sitzungen braucht es für einen nachhaltigen Effekt?

Der Effekt ist zu Beginn der Behandlung oft zeitlich begrenzt. Idealerweise sollte im Rahmen der Schmerzakupunktur bei der Folgebehandlung die Schmerzstärke noch nicht auf das Niveau von vor der Therapie zurückgekehrt sein.  Mit zunehmender Behandlungsdauer lässt sich der Therapieerfolg steigern und stabilisieren. In groß angelegten Beobachtungsstudien, innerhalb welcher Patienten 12-15 mal mit Akupunktur behandelt wurden und nach 6 und 12 Monaten nachuntersucht wurden, konnte man nachweisen,  dass dieser sehr häufig auch nachhaltig ist.

Für welche Erkrankungen eignet sich Akupunktur?

Die häufigste Indikation zur Akupunktur sind Schmerzprobleme. Außer bei Schmerzen ist sie auch bei Allergien und Asthma, Infekten, Magen-Darm-Beschwerden, Schlafstörungen und einer Vielzahl anderer organischer und funktioneller Beschwerden sehr wirksam.

Bei welchen Indikationen ist sie nicht empfehlenswert?

Bei akuten Psychosen, nach bestimmten Traumatisierungen, bei erheblicher Einschränkung der Blutgerinnung, direkt an einem Entzündungsherd und bei zu stark erschöpften Patienten. Hier kommt die medikamentöse Therapie zum Einsatz.

Viele Schulmediziner sind der Ansicht, dass die Wirkung von Akupunktur auf einem Placeboeffekt beruht. Wie begegnen Sie solchen Aussagen?

Es gibt mittlerweile hervorragend angelegte Studien, die zeigen konnten, dass Akupunktur weit über den Placeboeffekt hinausgeht. Studien, die keinen deutlichen Unterschied zwischen Akupunktur und  Minimalakupunktur zeigten,  z.B die Migränestudie , hatten nicht berücksichtigt, dass die Kontrollgruppe auf den muskuloskelettalen Leitbahnen behandelt wurde. Neue Studien begehen diesen „Design-Fehler“ nicht mehr.
Ganz abgesehen davon kann man mit Akupunktur ganz offensichtlich den höchsten Placeboeffekt  erhalten und man wäre fahrlässig, diesen Vorteil nicht zu nutzen.

Werden die Kosten einer Akupunktur von Krankenkassen übernommen?

Die gesetzlichen Krankenkassen zahlen bei Erfüllung bestimmter Kriterien für die Behandlung von chronischen Schmerzen im Lendenwirbelsäulenbereich und bei Kniegelenksarthrose. Die Bezahlung für den Kassenarzt ist festgelegt und  es ist nicht zulässig, dass zwischen Patient und Arzt eine Aufstockung des Betrages vereinbart wird. Die wünschenswerte Intensität und Individualität des Behandlungsregimes kann dadurch eingeschränkt sein. Von der überwiegenden Mehrheit der privaten Krankenkassen und Zusatzversicherungen werden die Kosten für Akupunktur vollständig erstattet.

Dr. med. Alexander Simon ist Allgemeinmediziner mit einer Zusatzausbildung in Akupunktur. Die Ausbildung in chinesischer Medizin absolvierte er bei international renommierten TCM-Ärzten. Seit 2007 leitet er den Qualitätszirkel für Allgemeinmedizin, TCM, Akupunktur, Schmerzbehandlung in München. Zudem leitet er das Zentrum für Chinesische Medizin am Zimmerbergspital in Zürich-Horgen und ist außerdem als TCM-Arzt in der Praxis Dr. Hempen & Kollegen in München tätig. Ab Januar 2013 wird er zusätzlich eine eigene Praxis in Prien am Chiemsee betreiben.