Schlagwort-Archiv: Asthma

Stress weg atmen

Im Urlaub lernen den Stress einfach weg zu atmen

Jeder seelische und körperliche Zustand hat Einfluss auf unsere Atmung, wie beispielsweise eine gehetzte Atmung in stressigen Situationen. Demzufolge sagt die Atmung viel über die Gefühlslage eines Menschen aus und kann bewusst eingesetzt werden, um den Gemütszustand zu beeinflussen. Dieses Phänomen lässt sich allerdings auch sehr bewusst nutzen. Denn wer auf seine Atmung achtet, entspannt besser und schaltet bewusster ab. Weiterlesen



Heuschnupfen und Co. entfliehen

Allergiker müssen nicht nur in ihrer direkten Umgebung und im Alltag, sondern auch bei ihrer Urlaubsplanung auf Allergie auslösende Faktoren achten. Dabei kann die richtige Wahl des Hotels und Urlaubsortes für manche sogar die einzige beschwerdefreie Zeit bedeuten. Weiterlesen



Neuer Vital Kompass zeigt Gesundheitsangebote an der Nordsee

Wer seine Gesundheit fördern und dabei eine Auszeit vom Alltag genießen möchte, findet an der Nordseeküste Schleswig Holsteins mit ihrer salzhaltigen Luft beste Voraussetzungen. Bei der Suche nach Gesundheitsangeboten in der Region hilft der neue Nordsee Vital Kompass.

Ob Strandgymnastik oder Yoga am Meer, ob Stand up Paddling oder ein vitalisierendes Meerwasserbad in einem der modernen Thalasso- und Gesundheitszentren, Wattwandern oder – ganz neu – Klima Walking: Unter www.nordseetourismus.de/de/vitalkompass findet jeder das passende Wohlfühlprogramm. Einfach nach den Wünsche und Bedürfnisse filtern und den eigenen, individuellen Gesundheitsurlaub zusammenstellen und buchen.

Im Trend: Klima Walking. Abgewandelt aus der Sportart Nordic Walking macht sich Klima Walking das gesunde Reizklima der Nordsee zunutze. Mit einem professionellen Trainer geht es immer an der Brandungszone entlang. Von der Brandung freigesetzte Aerosole werden beim Laufen eingeatmet. Der mineralhaltige Nebel gelangt in die Lungenflügel, wo er die Durchblutung der Schleimhaut anregt. Somit verbindet die Präventionssportart die heilsame Wirkung des Reizklimas mit schonender Bewegung.

Die 90-minütigen Klima Walking-Runden gibt es für Kleingruppen bis zehn Personen sowie auf Anfrage auch als Einzelstunden mit einem Personal Trainer. Angeboten wird Klima Walking in der Saison 2013 in St. Peter- Ording, Büsum, Husum und Friedrichskoog sowie auf den Inseln, Föhr, Pellworm und Sylt. Mehr dazu unter www.nordseetourismus.de/de/klima-walking.

 



Asthma und Sport

Eine Erkrankung an Asthma bronchiale und Sport schließen sich grundsätzlich nicht aus. Ganz im Gegenteil, Sport kann sogar dabei helfen, die Häufigkeit der Anfälle zu verringern und dabei gleichzeitig die Lunge zu stärken. Der frühere Irrglaube, dass Sport für Asthmatiker gefährlich werden kann und die Erkrankten bei sportlichen Betätigungen in Watte gepackt werden müssen, wurde schon von verschiedenen Sportwissenschaftlern wiederlegt. Wobei es sicherlich am Anfang des Trainings zu Asthmaattacken kommen kann. Ziel des Sports bei Asthma sollte eine positive Beeinflussung anstrengungsabhängiger Asthmabeschwerden, eine Steigerung der körperlichen Leistungsfähigkeit sowie eine Verminderung der Infektanfälligkeit durch die Verbesserung der Immunabwehr sein.

Sport bei Asthma: was ist grundsätzlich zu beachten?

Asthma-Patienten sollten sich vor Beginn eines sportlichen Trainings gründlich untersuchen lassen, was zum Beispiel mit Hilfe eines ergometrischen Belastungstest gemacht werden kann. Darüber hinaus ist es wichtig, dass die Krankheit ausreichend behandelt wurde, was bedeutet, dass die Grundsätze der medikamentösen Behandlung sowie die Asthmakontrolle beherrscht werden muss. Auch ist es wichtig den Aufbau des Trainings richtig zu strukturieren, denn die sportliche Betätigung sollte den Betroffenen nicht überfordern. Wichtig ist auch, dass der Patient den Belastungsgrad des Trainings selbst wählen und gegebenenfalls sofort abbrechen kann. Auch ist es zu empfehlen, die benötigten Medikamente, wie zum Beispiel das Asthmaspray, mit sich zu führen um gegen etwaige Anfälle gewappnet zu sein.

Welche Sportarten sind für Asthmatiker geeignet?

Grundsätzlich sind Ausdauersportarten zu bevorzugen, welche gleichmäßige und wiederkehrende Bewegungsabläufe vorweisen. Darüber hinaus sollten rasante Belastungswechsel vermieden werden. Auch ist die Zahl der Trainingseinheiten wichtig, hierbei empfehlen sich 30-minütige Trainingseinheiten drei bis fünf Mal die Woche. Diesbezüglich ist jedoch zu beachten, dass die sportliche Anstrengung langsam begonnen und auch dementsprechend beendet wird. Die Wahl der Trainingsmethode kann ebenfalls auschlaggebend für einen sportlichen Erfolg sein. Zur Anwendung kommen hierbei die Dauermethode, wo über mindestens 30 Minuten eine konstante Belastung durchgeführt wird, oder die Intervallmethode, bei welcher ein vorgegebener leichter Wechsel zwischen Belastungsphase und Erholungsphase durchgeführt wird. Natürlich kann sich nur ein Erfolg einstellen, wenn das Training regelmäßig wiederholt wird, denn Sport bei Asthma ist eine lebenslange Aufgabe.

Geeignete Sportarten sind:

  • Schwimmen
  • Radfahren
  • Skilanglauf
  • Segeln
  • Gymnastik
  • Golf
  • Joggen
  • Gehen (Walking)

Welche Fehler sollten vermieden werden?

Grundsätzlich sollten Sie auf dieselben möglichen Fehler wie jeder andere Sportler achten. Hierzu zählt sicherlich die Aufwärmphase. Das korrekte Aufwärmen der Muskulatur schützt vor unnötigen Verletzungen  und hilft dabei den Muskelkater kleiner zu halten. Darüber hinaus sollten eine zu geringe Flüssigkeitszufuhr und ein Training bei zu großer Hitze vermieden werden. Asthmatiker sollten besonders darauf achten bei einer nicht zu kalten Außentemperatur zu trainieren, denn das Einatmen von kalter Luft kann schnell einen Asthmaanfall auslösen. Wer unbedingt trainieren möchte, sollte darauf achten zumindest einen Schaal vor dem Mund zu tragen. Auch sollte beachtet werden, dass körperliche Aktivitäten bei starkem Pollenflug vermieden werden.

Zusammenfassend kann man sagen, dass Sport, wenn dieser richtig ausgeführt wird, sogar sehr hilfreich für Asthmatiker sein kann. Auch Asthmatiker können sportliche Ziele erreichen, denn längst ist diese Krankheit kein Grund mehr sich einzuschließen. Eine ganze Reihe an Hochleistungssportler hat bewiesen, dass Sport trotz Asthma möglich ist.



Erkrankungen der Atemwege

Atemwegserkrankungen gehen oft mit einer Einschränkung der Atmung einher, was eine verringerte Sauerstoffzufuhr für den Körper bedeutet. Erkrankungen der Atemwege sind weit verbreitet und die Zahl der Neuerkrankungen wächst stetig, was nicht zuletzt durch die fortschreitende Verschmutzung der Umwelt verschuldet wird. In Deutschland leiden etwa 10% der Kinder und rund 5% der Erwachsenen an Asthma bronchiale. Atemweginfekte zählen zu den 10 häufigsten Diagnosen in deutschen Arztpraxen. Alleine in Deutschland sind bereits 5 Millionen Patienten an chronischer Bronchitis erkrankt und nahezu 21 000 Menschen sterben jährlich an einem akuten Schub dieser Krankheit. Die Ursachen für Atemwegerkrankungen sind vielseitig und können von Allergien, Verengungen der Atemwege, über Risikofaktoren wie Rauchen bis hin zur Zerstörung des Lungengewebes reichen. Die gängigsten Krankheiten der Atemwege sind Lungenentzündung, Nasennebenhöhlen-Entzündungen, Asthma bronchiale, Bronchitis und Erkältungen.

Lungenentzündung

Eine Lungenentzündung wird in der Fachsprache Pneumonie genannt und gehört zu den häufigsten Erkrankungen der Atemwege, gerade in den kälteren Monaten. Lungenentzündungen können durch verschiedene Erreger wie Bakterien, Viren aber auch Pilze ausgelöst werden. Das Risiko für eine Lungenentzündung steigt bei einem schwachen Immunsystem, älteren Menschen und bei Kleinkindern. Bei einer Lungenentzündung dringen die Erreger in die Lunge ein und führen dort zu einer Entzündung. Häufige Symptome hierbei sind Schüttelfrost, Fieber, starkes Krankheitsgefühl und Husten mit Auswurf. Eine Lungenentzündung erfordert fast immer eine Behandlung mit Antibiotika, welche beim Arzt diagnostiziert wird. Darüber hinaus kann man aber auch neben der ärztlichen Therapie Maßnahmen einleiten die eine Heilung begünstigen, wie zum Beispiel viel zu trinken und sich möglichst zu schonen. Bei jungen und gesunden Menschen heilt eine Lungenentzündung meist ohne Komplikationen aus.

Asthma bronchiale

Asthma bronchiale ist eine chronische Entzündung der Atemwege (Bronchien), welche wiederkehrende Anfälle von Atemnot, Husten und Kurzatmigkeit zur Folge hat. Asthma kann verschiedene Ursachen haben, welche in allergische Auslöser, nicht-allergische Auslöser und Mischformen unterteilt werden. Die häufigste Form stellt jedoch das allergische Asthma dar und wird meist durch Hausstaub, Tierhaare, Pollen oder auch Nahrungsmittel ausgelöst. Asthma zählt zu den häufigsten Krankheiten im Kindesalter und ist meist allergisch bedingt. Ein Asthmaanfall kann zwischen wenigen Sekunden bis hin zu mehreren Stunden dauern und wird mit entzündungshemmenden Medikamenten (Kortikosteroide) zum Inhalieren behandelt. Der Arzt verschreibt dafür einen Inhalator, bei besonders schweren Fällen kann es jedoch auch zur Verabreichung dieser Wirkstoffe in Tablettenform kommen. Bei einer optimalen Therapie schränkt Asthma bronchiale die Lebenserwartung nicht ein.

Chronische Bronchitis

Unter einer chronischen Bronchitis versteht man eine dauerhafte Entzündung der Atemwege, diese liegt dann vor, wenn die Symptome Husten und Auswurf mindestens in drei Folgemonaten in zwei aufeinanderfolgenden Jahren bestehen. Die häufigste Ursache der chronischen Bronchitis ist das Rauchen, aber auch andere Schadstoffe wie Saub, Gase oder Dämpfe können diese Krankheit begünstigen. Bei dieser Erkrankung ist der Selbstreinigungsmechanismus der Bronchien gestört und es kommt zu einer erhöhten Schleimbildung, die Beschwerden nehmen oft in der kalten Jahreszeit zu. Chronische Bronchitis ist heilbar, dafür ist jedoch eine konsequente Meidung der auslösenden Gifte (Rauche, Gase) nötig. Darüber hinaus können Atemgymnastik und Medikamente dabei helfen die Leiden zu lindern.

Erkältungen

Erkältungen oder auch grippale Infekte gehören zu den häufigsten Erkrankungen überhaupt. Bei einer Erkältung handelt es sich um eine Infektion der oberen Atemwege durch Viren. Eine Erkältung kann oft nach Kälteeinwirkung bei einem gleichzeitig geschwächten Körper kommen und zeigt sich meist in Symptomen wie Husten, Schnupfen, Heiserkeit und Halsschmerzen. Bei über 200 verschiedenen Virustypen, welche eine Erkältung auslösen können, gibt es noch kein wirksames Mittel welches die Ursachen bekämpft. Jedoch kann man bei einer Erkrankung einiges tun, körperliche Schonung, warme Getränke, Tabletten und gegebenenfalls Inhalation reichen meist aus um eine Erkältung innerhalb von zwei Wochen komplett abklingen zu lassen. Darüber hinaus können Nasensprays und Paracetamol dabei helfen die Symptome zu lindern.



Nordseeinsel Föhr: Gesundheitsurlaub in mildem Reizklima

Die grüne Insel in der Nordsee zeichnet sich durch ein besonders mildes Reizklima und eine staub- und pollenarme Luft aus. Besonders Patienten mit Atemwegs- und Hautproblemen sowie Allergien und Umwelterkrankungen profitieren davon. Weiterlesen



Wie funktioniert die richtige Atmung?

Die Atmung ist ein unbewusst verlaufender Vorgang über dessen Ablauf wir uns in der Regel keine Gedanken mehr machen. Um den Atmungsablauf korrekt durchführen zu können benötigt der menschliche Körper eine Reihe an Organen, welche als Transportwege für die Atemluft und als Ort des Gasaustausches zwischen Blut und Luft fungieren. Die Atmung kann auch als eine Grundfunktion des menschlichen Lebens bezeichnet werden. Die Route der Luft bis zur Lunge, dem zentralen Organ der menschlichen Atmung, bezeichnet man als Luft- oder Atemwege. Dem Irrglaube zu trotz bestehen die menschlichen Atmungsorgane aus mehr als nur den Lungenflügeln. Das Atmungssystem des Menschen kann allgemein in die oberen und unteren Luftwege unterteilt werden.

Anatomie der oberen Luftwege

Die oberen Luftwege werden aus Nase, Rachen und Kehlkopf gebildet und werden auch oft als die leitende Zone des Respirationstraktes bezeichnet.  Jeder Bestandteil des menschlichen Atmungssystems hat seine eigene Aufgabe und ist wichtig um den Vorgang der Atmung intakt zu halten. So ist zum Beispiel die Nase zuständig für die Filterung des Schmutzes, sowie die Erwärmung und Anfeuchtung der Luft. Der Kehlkopf sorgt dafür, dass während dem Schlucken die Luftröhre und während der Atmung die Speiseröhre geschlossen ist. Darüber hinaus ist der Kehlkopf maßgeblich an der Stimmbildung beteiligt.

Anatomie der unteren Luftwege

Die unteren Atemwege finden ihren Anfang in der Luftröhre, welche den Kehlkopf mit den Bronchien verbindet. Die Luftröhre, auch Trachea genannt, erreicht eine Länge von 10-15cm und verläuft vor der Speiseröhre im mittleren Brustraum. Die Luftröhre hat eine reine Zuleitungsfunktion und teilt sich am Ende in die beiden Hauptbronchien. Die Luftröhre sowie die Hauptbronchien werden von Knorpelteilen gestützt um einen Kollaps durch tiefes Einatmen zu verhindern. Die Hauptbronchien verzweigen sich immer weiter und bilden immer kleiner werdende Äste, bis sie schließlich die Bronchiolen bilden, welche über keine Knorpel mehr verfügen. Diese sind jedoch genau wie die Hauptbronchien mit kleinen Filmhärchen ausgekleidet, welche für den Abtransport von Staubpartikel, Bakterien oder anderen Verunreinigungen Richtung Luftröhre zuständig sind. Dieser Ablauf dient der Selbstreinigung der Lunge. Hat unsere Atemluft die Bronchiolen durchquert erreicht sie in letzter Instanz die Alveolen. In den etwa 0,2 mm großen Bläschen findet der eigentliche Gasaustausch statt. Der menschliche Körper verfügt über eine geschätzte Menge von 300 bis 400 Millionen Alveolen, welche insgesamt eine Gasaustauschfläche zwischen 80 und 12 m2 bilden. Bis unsere Atemluft die Alveolen erreicht hat folgt ein 23 maliger Aufteilungsvorgang. Die kleinen Lungenbläschen sind von einem feinen Netz aus Blutgefäßen umgeben, den sogenannten Lungenkapillaren. Dieses Netz aus feinsten Blutgefäßen führt der Lunge sauerstoffarmes Blut aus dem Körperkreislauf zu und transportiert umgekehrt sauerstoffreiches Blut zurück in den Kreislauf. All diese Komponenten formen in Verbindung mit den versorgenden Blutgefäße (Arterien und Venen) und Lymphgefäßen die Lunge.

Beide Lungenflügel sind außen von dem sogenannten Lungenfell bedeckt. Die darauf folgende Schicht, das Rippenfell, kleidet den Brustkorb von innen aus. Lungenfell und Rippenfell bilden zusammen das Brustfell und sind ein wichtiger Bestandteil der menschlichen Atmung. Beim Prozess des Atmens wird der Brustkorb durch Muskelkraft gehoben, während sich das Zwerchfell senkt. Die Lunge ist gezwungen den Bewegungen des Brustkorbes und des Zwerchfells zu folgen und weitet sich aus diesem Grund aus.  Dieser Prozess begünstigt das Einströmen der Luft. Beim Ausatmen hingegen senkt sich der Brustkorb und das Zwerchfell wird wieder locker, hierbei wird die Luft aus den Lungenflügeln herausgedrückt.

Lesetipp

Richtig atmen – Spannungen lösen, Energie tanken
Der Atem begleitet uns 24 Stunden pro Tag. Manchmal fällt uns das Atmen schwer, dann ist es wieder so leicht, dass wir es kaum merken. Stress, Anspannung oder eine falsche Atemtechnik lässt uns das Atmen schwer fallen. Dort hilft das Buch „Richtig atmen“ von Delia Grasberger und Ronald Schweppe. Mehr zu diesem Buch lesen Sie hier.



Seeklima – Meeresbrise für mehr Gesundheit und Vitalität

Ein Spaziergang am Strand und ein tiefer Atemzug der warmen Brise des Meeres reichen oft schon aus um uns besser zu fühlen. Diese Wirkung des Meeres ist jedoch nicht nur Einbildung oder ein Effekt des Urlaubs, denn das Seeklima hat eine nachgewiesene förderliche Wirkung auf unsere Gesundheit und unseren Körper. Schon der griechische Philosoph Platon behauptete: „Das Meer wäscht alle Beschwerden hinweg“- auch wenn zu seiner Zeit der Begriff „Reizklima“ noch nicht bekannt war. Ein Reizklima ist kurzgesagt ein Klimatyp, dessen Eigenschaften die Aktivität des Körpers reizen oder anregen sollen, wie zum Beispiel den Stoffwechsel, und damit eine heilende Wirkung auf bestimmte Erkrankungen erzielt. Unterschieden wird hierbei zwischen dem Seeklima, dem Flachlandklima, dem Mittelgebirgsklima und dem Hochgebirgsklima; welche alle eine andere heilende Wirkung auf unseren Körper haben.

Die Küstenluft weist eine ganze Reihe wohltuender Eigenschaften auf. Charakteristisch sind vor allem die geringen Schwankungen von Lufttemperatur und Luftfeuchte, erhöhte Windstärken und verbesserte Strahlungsverhältnisse. Des Weiteren verfügt das Seeklima über einen hohen Gehalt an Salz, Jod und Aerosol, welche sich positiv auf einzelne Organe aber auch auf gesamte Stoffwechselvorgänge auswirken können, wie zum Beispiel auf die Nebennierenrinde. Darüber hinaus verfügt das Seeklima über einen hohen Wasserdampfgehalt, sowie über eine besonders allergenfreie Luft, in der so gut wie keine Auslöser von Allergien, wie zum Beispiel Pollen, zu finden sind. Des Weiteren weißt das Seeklima vor allem thermische, aktinische und aerosolbedingte Reizfaktoren auf. Der Aerosole Wirkungskomplex des Seeklimas wird vor allem durch im Wind enthaltene Seewassertröpfchen mit Salzkern ausgelöst. Im Allgemeinen gilt, je stärker die Wellen und je höher die Windgeschwindigkeiten, desto intensiver ist auch das maritime Aerosol. Das maritime Aerosol wirkt vor allem positiv auf die Schleimhäute der Atemwege. Unter einem aktinischen Wirkungskomplex versteht man vor allem die Wirkung von ultravioletten Strahlungen. Die große Helligkeit sorgt besonders während der Sommermonate für eine Stimmungsaufhellung. Am wichtigsten für den Körper sind jedoch die ultravioletten Strahlungen, welche zu einem das Selbstbewusstsein und die Leistungsfähigkeit steigern, und zum anderen für unseren Organismus lebensnotwendig sind. Die thermischen Wirkungskomplexe des Seeklimas werden durch die Lufttemperatur, die Luftfeuchte, die Infrarot Strahlung und den Wind hervorgerufen. Vordringlich wird dadurch die körpereigene Wärmeregulation normalisiert, welche oft bei Stadtbewohnern gestört ist. Ziel einer Wärmeregulation ist die sofortige Engstellung der Blutgefäße, um einen zu großen Wärmeverlust zu vermeiden. Dadurch sinkt zwar die Hauttemperatur ab, jedoch bleibt die Kerntemperatur des Körpers erhalten. All diese Eigenschaften des Seeklimas generieren positive Auswirkungen auf unseren Körper, welche sich bei der Wärmeregulation, der Haut, den Atemwegen und dem Vegetativum, also der Beruhigung, bemerkbar machen. Aus diesem Grund eignet sich ein Aufenthalt an der See vor allem für Allergiker, Menschen mit Atemwegserkrankungen, wie zum Beispiel Asthmatiker, aber auch für Personen mit Hauterkrankungen und rheumatischen Beschwerden.

Um die eigene Gesundheit mit Hilfe des Seeklimas optimal zu fördern, bietet sich vor allem eine Klimatherapie an. Eine Klimatherapie kann sowohl als regenerative als auch als präventive Maßnahme eingesetzt werden. Bei der Durchführung einer Klimatherapie am Meer- oder Seeklima, sollte man besonders darauf achten sich viel im Freien zu bewegen. Vor allem bei Hauterkrankungen sollten regelmäßige Bäder im Meerwasser durchgeführt werden. Neben der heilenden Wirkung des Klimas an der See bietet sich auch eine Thalassotherapie an, welche weitere Heilfaktoren des Meeres mit einschließt, wie zum Beispiel Meerwasser und Schlick. Zusammengefasst kann man sagen, dass ein Urlaub am Meer nicht nur Sonne und eine schöne Bräune bedeutet, sondern sich vielfach auch für die eigene Gesundheit lohnt.



Leinen los – nächster Halt Gesundheit

„Das Meer wäscht alles Übel vom Menschen ab.“, sagte schon der Grieche Euripides und auch sein Landsmann Hippokrates war überzeugt, dass das Meer eine heilende Wirkung auf uns hat. Sicherlich denkt jetzt jeder an einen Kuraufenthalt an der Nord- oder Ostsee, mit Spaziergängen am Strand und Ruhepausen in den beliebten Strandkörben. Jedoch sind nicht nur die Nordseeinseln ein Eldorado für Allergiker, auch eine Kreuzfahrt kann dabei helfen seine Leiden zu lindern. Das Seeklima wird schon seit vielen hundert Jahren zur Linderung und Prävention von Krankheiten genutzt. Schon den alten Römer und Griechen ist die Wirkung des Meeres bewusst gewesen und das Baden im Meer war eine verbreitete Maßnahme um die Gesundheit zu fördern. Wegen der Allergenarmut, der hohen Luftfeuchtigkeit und den heilsamen UV-Strahlen ist ein Aufenthalt am Meer besonders für Allergiker, Asthmatiker und Menschen mit Hautproblemen geeignet. Genau aus diesen Gründen bietet sich eine ausgedehnte Kreuzfahrt geradezu an, um Leiden zu kurieren und trotzdem die schönsten Plätze der Erde besuchen zu können.

Salzhaltige Luft lindert Atemwegserkrankungen

Atemwegserkrankungen stellen die größte Indikationsgruppe für eine Therapie am Meer dar. Denn aufgrund der Industrialisierung und der Verstädterung gehören Atemwegserkrankungen zu den häufigsten Leiden unserer Generation. Ein ausgedehnter Aufenthalt am Meer kann Asthmatikern und Menschen mit chronischer Bronchitis dabei helfen wieder leichter durchatmen zu können. Die salzhaltige Atemluft am Meer dringt tief in die Bronchien und Lungen ein und überzieht die Schleimhäute mit einem feinen Film. Salz gehört zu der Gruppe der hygroskopischen Substanzen, welche Wasser binden können und somit dafür sorgen, dass die Schleimhäute auf natürliche Art befeuchtet werden und dadurch tief sitzender Schleim gelöst werden kann. Mit dem Sekret werden darüber hinaus auch Bakterien und andere Auflagerungen aus der Lunge und den Bronchien abtransportiert und können leichter abtgehustet werden.

Meerwasser verbessert Hautkrankheiten

Hinter den Menschen mit Atemwegerkrankungen dürfen sich auch Menschen mit Hautkrankheiten über gute Behandlungserfolge auf hoher See freuen. Vor allem Neurodermitis, Schuppenflechte aber auch Akne kann durch Meerwasser besonders gut behandelt werden. Die drei Klimakomplexe des Seeklimas bilden hierbei dich wichtigsten Heilfaktoren. Spaziergänge in der Meeresbrise aber auch Seebäder sorgen dafür, dass sich auf der Haut ein Salzmantel bildet, welcher einen schuppenlösenden Effekt hat und die Haut dadurch glatter wirkt. Darüber hinaus können die hohe Luftfeuchtigkeit der Seeluft und die böigen Windstöße dafür sorgen, dass die Haut gelockert und dadurch besser durchblutet wird. Auch die erhöhten ultravioletten Strahlen steigern die Durchblutung der Haut und deren Heilungstendenzen. Darüber hinaus erhöht das Seeklima die Ausschüttung von Kortison aus der Nebennierenrinde, welches den Heilungsprozess zusätzlich unterstützt.

Wellenbäder stärken das Immunsystem

Ein Bad in den Wellen kann dafür sorgen, dass das Immunsystem gestärkt und der Stoffwechsel angeregt wird. Schwimmen im kühlen Wasser und die frische Brise außerhalb härten den Körper ab. Ein Meerwasserbad hilft des Weiteren dabei den Organismus zu entschlacken und fördert dadurch die Durchblutung und die Anregung des Stoffwechsels. Darüber hinaus regenerieren die im Meer enthaltenen Mineralstoffe und Spurenelemente das Gewebe.

Es liegt also nicht nur an der guten Urlaubsstimmung, wenn man sich nach einem Bad im Meer oder ein paar entspannenden Stunden an der Seeluft gereinigt und erfrischt fühlt. Der Aufenthalt am Meer tut dem Körper gut – von innen sowie von außen. Aus diesem Grund ist eine Kreuzfahrt auf hoher See die perfekte Möglichkeit den Alltagsstress zu vergessen, den Körper innerlich und äußerlich zu reinigen und unserem Organismus dabei hilft etwaige Krankheiten besser bewältigen zu können.