Schlagwort-Archiv: Asthma



Im Trend: Künstliche Salzgrotten – Wirkung wie eine Kur am Meer

Wer sich in dieser ungemütlichen Jahreszeit etwas Schöneres als einen Aufenthalt am Meer vorstellen kann und nicht gerade in südlichen Gefilden weilt, muss deshalb noch lange nicht auf gesunde, salzhaltige Luft verzichten, die besonders in der Erkältungszeit wahre Wunder wirkt. In vielen deutschen Städten gibt es mittlerweile künstlich angelegte Salzgrotten mit besonderem Mikroklima. Weiterlesen

Copyright: lily - Fotolia.com

Richtiges lüften und heizen

Wenn draußen die Temperaturen sinken, werden drinnen die Heizungen meist kräftig aufgedreht. Doch sind weder zu hohe noch zu niedrige Temperaturen gut und auch das richtige Lüften ist wichtig.

Angenehme Temperaturen in der Wohnung liegen für die meisten Menschen zwischen 18 und 22 Grad, also normalerweise etwa die Stufe drei beim Heizkörper. Natürlich ist die Wohlfühltemperatur abhängig vom individuellen Empfinden und sollte bei Vielen im Bad z.B. höher als im Schlafzimmer sein. Solange man nicht zuhause ist oder auch nachts und in selten benutzen Zimmern, kann die Heizung natürlich runtergedreht werden. Denn schon eine um ein Grad verringerte Durchschnittstemperatur bedeutet etwa sechs Prozent weniger Energieverbrauch. Das schont nicht nur die Ressourcen, sondern auch Ihren Geldbeutel Und man muss ja auch im Winter nicht im T-Shirt in der Wohnung rumlaufen. Lässt man die Räume allerdings völlig auskühlen, steigt die Luftfeuchtigkeit und es dauert länger bis es wieder warm wird. Es gilt also das richtige Mittelmaß zu finden. Übrigens: wer glaubt, dass es schneller warm wird, weil er die Heizung voll aufdreht, irrt sich leider. Nur die erreichbare Maximaltemperatur steigt dadurch. Schneller geht es aber nicht.

Auch in beheizten Räumen entsteht z.B. durch Kochen, Duschen, Waschen und auch durch Schweißausstoß Feuchtigkeit. Daher ist es wichtig regelmäßig und richtig zu lüften, z.B. morgens nach dem Aufstehen, während Sie sich im Bad fertig machen oder in der Küche frühstücken. Dafür sollten Sie allerdings nicht über einen längeren Zeitraum das Fenster gekippt lassen, da die Luft so nicht richtig zirkulieren kann. Öffnen Sie die Fenster besser ganz und lassen so die kalte Luft in die Wohnung. Der Luftaustausch beim Stoßlüften geht viel schneller und die Räume kühlen weniger aus. Heizung ausmachen dabei natürlich nicht vergessen!

Nicht nur Ihr Geldbeutel, sondern auch Ihre Gesundheit freut sich über richtiges Heizen und Lüften. Ist es in der Wohnung oder in einzelnen Zimmern zu kalt, steigt die Luftfeuchtigkeit und das Risiko von Schimmelpilz steigt. Der verteilt seine Sporen über die Luft und kann Allergien auslösen, die dann zu Reizungen der Augen, Haut und Atemwege führen. Daher sind Allergiker, Asthmatiker und Personen mit einem geschwächten Immunsystem wie Transplantations-, AIDS- oder Krebspatienten besonders gefährdet. Um das zu vermeiden sollte auch im Winter die Zimmertemperatur nicht unter 15 bis 17 Grad fallen. Wird jedoch zu viel geheizt, wird die Luft in den Wohnräumen und damit auch die Schleimhäute in Hals und Rachen trocken. Dadurch können sie uns nicht mehr richtig vor Viren und Bakterien schützen und die nächste Erkältungswelle erwischt uns bestimmt.

Richtig Heizen und Lüften klingt kompliziert. Ist es aber eigentlich gar nicht. Achten Sie vor allem auf die richtige Luftfeuchtigkeit und vermeiden Sie extreme Temperaturen. Das spart nicht nur Geld, sondern ist auch gut für Ihre Gesundheit!



Erste Salztherapie auf einem Kreuzfahrtschiff

Die nachweislich positiven Effekte der Salztherapie – Linderung von Atemwegs- und Hautbeschwerden, Stärkung des Immunsystems, Ausgleich von Schlafstörungen – können Kreuzfahrer ab April 2013 auf hoher See erleben. Als erstes Kreuzfahrtschiff wird der Neubau Norwegian Breakaway der Reederei Norwegian Cruise Line mit einer Salzgrotte zur Salz Therapie ausgestattet sein. Weiterlesen

Copyright: Hohe Tauern Health

Urlaubstipps für Allergiker und Asthmatiker

Allergien und Atemwegserkrankungen wie Asthma erfordern nicht nur im Alltag eine Anpassung an die Gegebenheiten der Krankheit. Auch im Urlaub gilt es einiges zu beachten. Im Gespräch mit Gesundheitsreise.de erläutert Mag. Susanne Radke, worauf Betroffene bei der Planung ihres Urlaubs achten sollten, damit sie sich in den freien Tagen möglichst beschwerdefrei erholen können.

Gesundheitsreise.de: Ein Urlaub eignet sich hervorragend, um etwas für die eigene Gesundheit zu tun. Welche Kriterien bei der Wahl des Urlaubs sollten Betroffene von Allergien und Atemwegserkrankungen beachten?

Radke: Man sollte genau hinterfragen, ob das Urlaubsziel auch tatsächlich liefert, was man haben möchte. Es gibt einige Hotels, die sich als allergiker-geeignet bezeichnen, aber ohne realen Hintergrund. Man sollte als Gast, dessen Urlaubsgenuss ja erheblich davon anhängt, ob er in einem Zimmer reizfrei schlafen kann und der sich beim Essen auf die genaue Einhaltung der persönlichen Vorgaben verlassen muss, schon prüfen, ob es am jeweiligen Aufenthaltsort wirklich Messungen und Schulungen gibt. Und ob diese von einer neutralen und seriösen Stelle durchgeführt werden! Dies ist nur sehr selten der Fall.

Welche Urlaubsgebiete eignen sich für Asthmatiker und Allergiker besonders gut?

Generell sind dies natürlich Ziele mit gesundem Klima, also mit möglichst wenig Luftverschmutzung, wenig Pollenbelastung, wenig Feinstaub. Dazu eigenen sich Küsten (natürlich nicht in einem Stadtbereich) oder die Berge, welche durch die Höhenlage an sich schon mache Belastung erheblich vermindern. Das Mikroklima am Krimmler Wasserfall in Österreich ist das einzige bislang weltweit durch Universitätsstudien erforschte Klima, das ganz speziell bei allergischem Asthma nachhaltige positive Wirkung zeigt.

Was können Betroffene selbst in ihrem Alltag tun, um möglichst beschwerdefrei zu leben?

Ganz wichtig ist die richtige Diagnose bei einem Facharzt („Habe ich wirklich allergisches Asthma, wogegen bin ich tatsächlich allergisch?“) und sich dann gezielt z. B. über das Internet oder bei den jeweiligen Patientenorganisationen wie dem Deutschen Allergie- und Asthmabund (DAAB) oder der Österreichischen Lungenunion über die Krankheit zu informieren. Patientenvertreter sind oft besser informiert als Hausärzte. Ganz wichtig ist es, seine eigenen Räumlichkeiten entsprechend auszustatten (viel Holz, glatte Flächen, keine Teppiche, keine Vorhänge, rauchfreie Zimmer, allergikerfreundliche Bettwäsche, Waschmittel, etc.). Schon kleine Veränderungen können viel bewirken.

Und die Wahl eines richtigen Urlaubsortes hilft natürlich ebenfalls, denn im Urlaub sollte man möglichst beschwerdefrei ausspannen und sich dabei auch die Zeit für gesundheitsbewusste Erholung nehmen – mit Bewegung in der freien Natur, Ruhe und dem Genuss, sich durch kompetentes Service-Personal verwöhnen zu lassen.

Mag. Susanne Radke ist Projektmanagerin der Region Hohe Tauern Health in Österreich. Hohe Tauern Health bietet Urlaubsangebote, die auf die besonderen Bedürfnisse von Asthmatikern und Allergikern abgestimmt sind. Die Leistung beinhaltet u.a. die Übernachtung in allergikergerechten Zimmern, einen Allergie- Workshop sowie einen Kochkurs mit einer Diätologin.

Wertvolle Tipps und Informationen zum Thema „Hausstauballergie“ finden Sie hier.