Schlagwort-Archiv: Herz-Kreislauf



Slowenien – das unbekannte, aber ganz besondere Land

Die wohl häufigsten Wunschurlaubsziele für eine Gesundheitsreise sind Deutschland und Österreich. Allerdings gibt es neben diesen Klassikern noch spannende weitere Ziele. Für die Planung Ihrer nächsten Gesundheitsreise möchten wir heute mal die Besonderheiten von Slowenien vorstellen, um Ihnen neue Ideenanreize zu liefern. Slowenien ist für viele noch ein relativ unbekanntes Urlaubsland, aber durch seine Vielfältigkeit hat es einiges zu bieten und ist ein wahrer Geheimtipp für Gesundheitsreisen. Wir haben mal zusammengefasst was Slowenien so besonders macht: Weiterlesen



Gendermedizin – wo zwischen Mann und Frau unterschieden wird

Frauen ticken anders als Männer, Männer ticken anders als Frauen – dies zeigen Erkenntnisse der Gendermedizin. Die Allgemeinmedizin, die sich grundlegend auf das Wissen der Männermedizin stützt, ist laut Experten nicht ohne weiteres auf die Frau umzumünzen. Durch wissenschaftliche Erkenntnisse in der Geschlechterforschung und einer daraus resultierenden frühzeitigen Symptomerkennung, einer raschen Diagnosestellung und einem verbesserten Therapieverlauf können Frauen und Männer von der geschlechterspezifischen Gesundheit grundlegend profitieren. Diverse Hotels auf Gesundheitsreise.de spezialisieren sich auf Gendermedizin, bei der die verschiedenen Bedürfnisse der Geschlechter berücksichtigt werden.

Wozu Gendermedizin?

Gendermedizin untersucht die Bedeutung des Geschlechts in der Gesundheit, Prävention, Behandlung und Rehabilitation. Dadurch, dass sich die Symptome bei ein und derselben Erkrankung unterscheiden, ergeben sich auch verschiedene Krankheitsverläufe, was sich auf die Diagnose, die Therapie und die weitere Vorgehensweise zur Vorbeugung einer erneuten Erkrankung auswirkt. Obwohl sich beispielsweise Frauen tendenziell gesünder ernähren und eher auf die Ernährung achten als Männer, sind Frauen trotzdem gleich anfällig für Essensstörungs- und Gewichtproblemen. Hingegen sind Männer anfälliger an Alkoholsucht zu erkranken. Die Gesundheit der Frauen leidet jedoch mehr unter Tabakrauch als jene von Männern. Allein die Erkenntnisse der Gendermedizin im Bereich Herz-Kreislauf beweisen, dass die Symptome zwischen Mann und Frau sehr variieren können.

Auf die Anliegen der Frau eingehen

Das Resort La Pura**** im österreichischen Gars am Kamp stellt das erste Gesundheitsresort exklusiv für die Frau dar. Dabei wird das Angebot lediglich auf Frauenmedizin ausgerichtet und dadurch die Ansprüche und Bedürfnisse der Frau durch einem ganzheitlichen Konzept erfüllt. Zentrales Hauptaugenmerk gilt der Schönheit, der Bewegung und der Ernährung, welches auf wissenschaftlichen Erkenntnissen in der Gendermedizin beruht. Anhand der Berücksichtigung von verschiedenen Lebensphasen der Frau, wie z.B. Pubertät, Schwangerschaft, Wechseljahren, gesundes Altern und auch zyklusbedingte Veränderungen, stehen Ihnen Experten und Expertinnen zur Seite, psychisches und physisches Wohlbefinden zu erlangen und zu einer verbesserten Lebensqualität zu verhelfen. Die Angebote des „La Pura“ reichen von Entspannungsübungen jeglicher Art bis zu Aktivitätsprogrammen und Ernährungscoachings in Wohlfühlatmosphäre, die geschlechterspezifisch angepasst sind.

Frauenherzen schlagen anders

Die Unterschiede der Geschlechter lassen sich am besten in der Kardiologie erkennen. Grundsätzlich lässt sich sagen, dass Männer einen Herzinfarkt durchschnittlich zehn Jahre früher als Frauen erleiden, bei Frauen dieser jedoch häufiger tödlich endet. In der Therapie oder zur Vorbeugung von einem Herzinfarkt gilt ein aktiverer Lebensstil als Schlüssel für ein gesünderes Leben. Das Herz-Kreislaufsystem der Frauen profitiert dabei mehr von körperlicher Bewegung als jener der Männer, jedoch gilt auch für Männer: Bewegung ist stets der beste Weg zu einem gestärkten Herzen. Die Knappschafts-Klinik Bad Driburg greift unter anderem die Thematik der Gendermedizin auf und bietet ein Angebot für Frauenherzen an. Hier führen Experten in Umgebung des nordrhein-westfälischen Moor- und Mineralbades umfassende Gesundheitschecks durch und prüfen Ihren Körper auf Herz und Nieren.



Regelmäßiges Joggen tut gut

Dass Bewegung sich positiv auf die Gesundheit auswirkt, ist allseits bekannt. Dass jedoch ein Minimum an Bewegung die persönliche Lebenserwartung erhöht und ein gesundes Altern ermöglicht, sofern sie regelmäßig durchgeführt wird, ist neu. Eine kürzlich im „Journal of the American College of Cardiology“ veröffentlichte Studie beschreibt diese Erkenntnis auf Basis des Joggens. Die Langzeitstudie hatte über 55.000 Teilnehmer in allen Altersgruppen, die über 15 Jahre hinweg angaben, wieviel, wie regelmäßig, wie schnell und wie weit sie joggten. Dabei zeigte das Ergebnis, dass es am wichtigsten davon sei, dass man sich überhaupt bewegt. Weiterlesen



Dem Leben Feuer geben

Der Herzschlag verrät uns viel mehr als gedacht. So kann durch das Pochen des Herzens auch ermittelt werden, wie der Körper Stress verarbeitet, wie schnell er sich regeneriert und was die ideale Ernährung für mich ist. Die erste Region, in der das so genannte Lebensfeuer ermittelt werden kann, um dadurch den persönlichen Lebensrhythmus wiederherzustellen, ist das Kleinwalsertal.

Light my fire

Das Lebensfeuer veranschaulicht den individuellen Gesundheitszustand eines Menschen über körperliche Gegebenheiten hinaus. Sobald sich Ihre Gefühlswelt, Ihre Atmung oder Ihr Lebenstempo ändert, wirkt sich dies in Ihrem Herzschlag aus. Eine zu hohe Belastung von Stress äußert sich als Hemmung der Herzratenvariabilität. Der Herzschlag wird 24 Stunden – idealerweise im Alltag – vor dem Aufenthalt im Kleinwalsertal überwacht. Auf Basis der Herzratenvariabilitätsmessung und einem persönlichen Gesundheitschecks eruieren Ärzte den Grad der körperlichen und geistigen Gesundheit. Der Körper kompensiert Stressbelastung im Alltag, ungeeignete Ernährung mit einer schlechten Anpassung der Herzschläge. So reagiert das Herz beispielsweise zwischen Aktivitäts- und Erholungszustände besser, wenn der Körper gut mit Stress umgehen kann.

Ablauf der Lebensfeuer-Messung

Interessieren Sie sich dafür, Ihr eigenes Lebensfeuer herauszufinden und buchen eine Gesundheitsreise im Kleinwalsertal, so werden Sie über einen langen Zeitraum von Gesundheitsexperten begleitet. Schon vier Wochen vor der eigentlichen Reise erhalten Sie ein kleines EKG-Gerät, das die Herzschläge im Alltag misst. Dies führt zu einer authentischeren Messung als im Urlaub, da innere wie äußere Einflüsse im Alltag in die Messung miteingebunden werden.

Während dem Urlaub im Hochgebirgstal erfahren die Teilnehmenden die effektivsten Ansätze, wie sie ihren Gesundheitszustand langfristig verbessern. Experten empfehlen Schritte, die sie im Kleinwalsertal, aber auch im alltäglichen Leben beschreiten können, um den Körper zu entlasten. Das Lebensfeuer wird dabei nur langfristig erhalten, wenn schlechte Angewohnheiten im Alltag geändert werden. Der Urlaubsaufenthalt dient zusätzlich zur Selbstfindung und Erholung im herrlichen Kleinwalsertal als Start eines bewussteren Lebens. So können Sie Ihrem Körper etwas Gutes tun, indem Sie auf ihn hören. Das Kleinwalsertal bietet ein großes Spektrum an Angeboten für Erholung, Aktivität und Genuss. Die idyllische Bergwelt lädt dazu ein, seinen eigenen Weg zu finden. So können Sie beispielsweise im Lebensfeuerhotel Gemma sowie bei einem der Lebensfeuer-Kooperationspartner die Bergsommerwochen erleben und dank der einzigartigen Natur ihre positiven Energien aufladen.

Kleinwalsertal

Das österreichische Hochgebirgstal befindet sich im Bundesland Vorarlberg, an der Grenze zum deutschen Allgäu. Das über 1000m hohe Tal kann lediglich von Oberstdorf erreicht werden, da eine Anbindung an Österreich durch die Bergläufe nicht möglich ist. Drei Gemeinde bilden das Hochgebirgstal: Riezlern, Hirschegg und Mittelberg mit Baad. Die atemberaubende Landschaft verläuft in Höhen von bis zu 2500m und bietet von aktivierenden Wanderungen bis zu regenerativen Erholungsstrecken ein Naturerlebnis für jedermann.



Bluthochdruck im Winter

Wenn die Temperaturen sinken, steigt laut der Deutschen Hochdruckliga e.V. DHL® – Deutsche Gesellschaft für Hypertonie und Prävention auch die Zahl der Todesfälle, die durch Herz-Kreislauf-Erkrankungen (z.B. Herzinfarkt oder Schlaganfall) bedingt sind, um das 20 bis 50fache. Das ist unter anderem auf einen erhöhten Blutdruck zur Winterzeit zurückzuführen.

Bisher konnten Experten noch nicht vollständig klären, warum der Blutdruck nicht nur im Laufe des Tages schwankt, sondern es auch Unterschiede zwischen den Jahreszeiten gibt. Auffallend ist bisher die, im Vergleich zu wärmeren Zeiten, niedrigere Herzfrequenz sowie eine geringere Konzentration von Stickstoffmonoxid im Blut. Dies führt zu einer Verengung der Blutgefäße und der Bluthochdruck steigt infolge dessen. Dies birgt vor allem für die etwa 35 Millionen Bluthochdruckpatienten Risiken und eine regelmäßige Kontrolle der Blutdruckwerte ist unerlässlich. Daher warnt Dr. Joachim Leiblein, Geschäftsführer der Deutschen Hochdruckliga: „Die strikte Einhaltung des Zielwerts unter 140/90 mm Hg ist aufgrund des saisonalen Risikos gerade im Winter wichtig. Wer darüber liegt, sollte in jedem Fall mit seinem Hausarzt sprechen.“

Auf Ursachensuche für hohen Blutdruck

Was auch die genauen Ursachen für den jahreszeitlich bedingten Anstieg des Blutdruckes sein mag, bereits kleine Änderungen in der Lebensweise können ausreichen, dass alle Werte im „grünen Bereich“ liegen. Das ist natürlich besonders in der Weihnachtszeit schwierig. Zu groß sind die Verlockungen in Form von Plätzchen, Lebkuchen und Festtagsschmaus. Doch all diese Leckereien bringen ordentlich Kalorien mit sich. Das heißt zwar nicht zwangsläufig, dass Sie auf diese Köstlichkeiten gänzlich verzichten müssen, doch genießen Sie die Kalorienbomben in Maßen und achten beim Kochen darauf, nicht zu viel Salz zu verwenden. Greifen Sie statt zu süßem Naschwerk besser zu Obst und Gemüse. Genauso wichtig ist ausreichend Bewegung, auch wenn es draußen kalt ist. Ihre Gesundheit wird es Ihnen danken!

Nicht an körperliche Grenzen gehen

Nehmen Sie Bluthochdruck keinesfalls auf die leichte Schulter, er bringt viele Risiken mit sich. Von daher sollten Sie regelmäßig Ihre Blutdruckwerte kontrollieren und mit Ihrem Arzt Rücksprache halten. Sie sollten sich dabei Informationen einholen, in welchem Ausmaß Ihnen mehr Bewegung hilft, den Blutdruck zu senken und welche Sportart sich dafür am besten eignet. Da die blutdrucksenkenden Maßnahmen für jeden Patienten unterschiedliche Auswirkungen haben kann, kann auch nicht pauschal die beste Methode genannt werden. Bei geringer Hypertonie hilft regelmäßige Bewegung meist sehr gut. Liegt der Blutdruck jedoch sehr hoch, können durch hohe Belastungen Blutdruckspitzen erreicht werden, die für den Patienten gefährliche Auswirkungen haben können. Bezüglich der Ernährung werden ausgewogene, natriumarme und kaliumreiche Mahlzeiten empfohlen, um den Blutdruck zu senken.

Eine Normalisierung des Blutdrucks setzt also regelmäßige Bewegung mit mittelmäßigem Kraftaufwand und eine gesündere Ernährung voraus. Parallel zu Beruf und Alltag handelt es sich um ein schwieriges Unterfangen, regelmäßigen Sport und gesunde Ernährung in den Alltag zu integrieren. Es gilt als wissenschaftlich erwiesen, dass neue Gewohnheiten am besten in entspannten Situationen eingebaut werden können. Der Urlaub bietet hierbei eine exzellente Möglichkeit, Initiativzündung für ein langfristig gesünderes Leben zu sein. Bei Gesundheitsreisen können Sie Beratungen von Gesundheitsexperten direkt in Hotels und Gesundheitszentren erwerben. Jene Coaches begleiten Menschen mit Bluthochdruck bei ihren ersten Schritten in ein gesünderes Leben und helfen auch in der langfristigen Planung für das alltägliche Leben nach dem Hotel-Aufenthalt.

Die Trainingsvilla WALUND – Salobre Golf auf Gran Canaria empfiehlt ein nachhaltiges Programm, bei der langfristige Gewichtsreduktion durch mehr Bewegung und bewusstem Stressmanagement helfen sollen, einen gesünderen Weg einzuschlagen und dadurch unter anderem Bluthochdruck langfristig zu senken.

Mehr zu Herz-Kreislauf-Erkrankungen finden Sie z.B. auch bei Dr. Peter Hartig.

Quelle: Deutsche Hochdruckliga e.V.



Sport in der kalten Jahreszeit – auch im Winter macht Joggen Spaß

Die kalte Jahreszeit ist da. Doch das ist noch lange kein Grund sich zuhause im Warmen zu verkriechen. Auch im Winter kann man weiterhin draußen Sport treiben und die klare, frische Luft genießen. Weiterlesen



Herzinfarkt – Symptome bei Mann und Frau

Herz-Kreislauferkrankungen sind eine häufige negative Begleiterscheinung der heutigen Zivilisationsgesellschaft. Fettreiches Essen, Bewegungsmangel sowie übermäßiger Stress können die Blutgefäße schädigen und langfristig einen Herzinfarkt verursachen.

Die Kardiologin Dr. med. Gabriele Augsten gibt im Interview mit Gesundheitsreise.de professionelle Informationen zum Thema Herzinfarkt und nennt nützliche Tipps zur individuellen Vorbeugung.

Gesundheitsreise.de: Welche Verhaltensweisen begünstigen die Entstehung eines Herzinfarktes?

Dr. Augsten: Herz-Kreislauferkrankungen sind die häufigste Todesursache in Deutschland. Jährlich erleiden etwa 250.000 Menschen einen Herzinfarkt, mehr als ein Drittel versterben auch heute, trotz besserer Diagnostik und Therapiemöglichkeiten daran. Das Herz ist der Motor unseres Körpers. Obwohl die Risiken und Risikofaktoren für einen Herzinfarkt auch durch die Medien heute allgemein bekannt sind, schenken die Menschen ihrem Herzen selbst immer noch zu wenig Aufmerksamkeit. Die Ursache für einen Herzinfarkt ist die Arteriosklerose, eine chronische Erkrankung der Arterien, die sich am Herzen als sogenannte koronare Herzkrankheit manifestiert. Durch bestimmte Risikofaktoren und Verhaltensweisen kann die Entstehung und das schnelle Fortschreiten dieser Gefäßerkrankung begünstigt bzw. beschleunigt werden. Risikofaktoren sind Diabetes mellitus, arterieller Hypertonus, Fettstoffwechselstörungen, Rauchen, aber auch Übergewicht, Bewegungsmangel, krankmachender Stress und andere. Eine familiäre Belastung mit Gefäßerkrankungen ist ebenfalls ein Risikofaktor. Deshalb ist es so wichtig, diese Risikofaktoren ernst zu nehmen, sie zu erkennen, auszuschalten und zu behandeln.

Was sind typische Symptome für einen Herzinfarkt?

Ein Herzinfarkt ist ein dramatisches, lebensbedrohliches Ereignis.Typisch sind starke Schmerzen im Brustkorb, häufig hinter dem Brustbein beginnend mit Enge- und Beklemmungsgefühl, häufig verbunden mit Todesangst. Die Schmerzen können ausstrahlen, z.B. in den linken oder auch beide Arme, in den Hals oder Kiefer, aber auch in den Oberbauch oder zwischen die Schulterblätter. Häufig kündigt sich ein Herzinfarkt auch an, indem ähnliche Symptome, aber schwächer, schon Tage vorher wiederholt auftreten. Weitere Symptome können Übelkeit und Erbrechen, Schwindelgefühl, auch Bewusstlosigkeit sein. Man muss wissen, dass die Symptomatik bei einem Herzinfarkt auch weniger dramatisch sein kann. Besonders Diabetiker empfinden den Brustkorbschmerz als weniger intensiv, sind aber besonders gefährdet. Auch bei Frauen können die Symptome nicht so typisch in Erscheinung treten. Wichtig ist auf jeden Fall, Beschwerden, die auf einen Herzinfarkt hindeuten, sehr ernst zu nehmen und unverzüglich den Arzt aufzusuchen bzw. den Notdienst zu rufen.

Haben Frauen und Männer unterschiedliche Risikofaktoren für einen Herzinfarkt ? Zeigen sich auch unterschiedliche Symptome bei den Geschlechtern ?

Lange Zeit hat man einen Herzinfarkt für eine typische Männerkrankheit gehalten, auch in vielen Studien waren Frauen unterrepräsentiert. Erst in den letzten Jahren sind Frauen vermehrt ins Blickfeld gerückt. Grundsätzlich beginnt eine Erkrankung der Herzkranzgefäße bei Frauen später als bei Männern, Frauen sind zunächst bis zu den Wechseljahren durch ihre Hormone geschützt. Das hat jedoch zur Folge gehabt, dass sich auch Vorsorgemaßnahmen meist auf Männer bezogen haben. An einem Herzinfarkt versterben jedoch mehr Frauen als Männer. Auch sind die Überlebenschancen bei einem Herzinfarkt für Frauen schlechter als für Männer. Frauen und Männer haben zwar grundsätzlich die gleichen Risikofaktoren, jedoch ist die Wertigkeit der Risikofaktoren unterschiedlich: beispielsweise ist der Diabetes mellitus für Frauen ein schwerwiegenderer Risikofaktor als für Männer und Rauchen ist für Frauen ein noch höheres Risiko als für Männer. Auch die Symptomatik eines Herzinfarktes ist häufig bei Männern und Frauen unterschiedlich. Bei Frauen verlaufen die Symptome häufig nicht typisch, die typische Schmerzcharakeristik ist nicht so ausgeprägt, allgemeine Erscheinungen wie Übelkeit, Erbrechen, Unwohlsein, Atemnot sind wesentlich häufiger. Das ist auch der Grund dafür, dass Frauen später den Arzt rufen als Männer und statistisch bei einem Herzinfarkt das Krankenhaus später erreichen als Männer. Deshalb ist es gerade für Frauen besonders wichtig, Risikofaktoren ernst zu nehmen und auch regelmäßige Vorsorgeuntersuchungen durchführen zu lassen.

Was kann man vorbeugend gegen einen Herzinfarkt tun?

Wir leben heute in einer Gesellschaft, deren Lebensweise den Herzinfarkt letztendlich begünstigt. Eine fettreiche Ernährung, Übergewicht, Zigarettenrauchen, zu wenig Bewegung, krankmachender Stress sowie hoher Blutdruck oder Diabetes mellitus können zu einer Schädigung der Blutgefäße, Arteriosklerose bis hin zum Herzinfarkt führen. Das Fortschreiten der Arteriosklerose verläuft zunächst langsam und unbemerkt. Deshalb ist es wichtig, seine Risikofaktoren zu kennen, vorbeugend etwas dagegen zu tun und sie zu behandeln. Eine gesunde Lebensweise beinhaltet Normalisierung des Körpergewichts, regelmäßige körperliche Bewegung, Verzicht auf Nikotin und auch, wenn möglich, Vermeiden von krankmachendem Stress. Hier können z.B. das Erlernen von Entspannungstechniken wie Autogenes Training oder Progressive Muskelentspannung hilfreich sein. Für ein regelmäßiges Ausdauertraining werden z.B. Wandern, Radfahren, Walken und Schwimmen empfohlen. Ein Kardio-Check dient dazu, Risikofaktoren wie Diabetes mellitus, Fettstoffwechselstörungen, hohen Blutdruck zu entdecken und mittels bestimmter Untersuchungen wie EKG, Belastungs-EKG, Ultraschalluntersuchung des Herzens, Langzeit-EKG, Langzeit-Blutdruck und anderen, die Funktion des Herz-Kreislaufsystems zu testen und evtl. bereits aufgetretene Folgeschäden zu erkennen. Vorbeugen ist besser als reparieren. Häufig lässt sich ein Herzinfarkt verhindern, wenn mittels Risikoabschätzung die richtige Diagnostik und Therapie rechtzeitig eingeleitet werden kann.

Copyright: Knappschafts-Klinik Bad Driburg

 

Dr. med. Gabriele Augsten ist Chefärztin der Knappschafts-Klinik Bad Driburg. Die Rehabilitations- und AHB-Klinik im Teutoburger Wald ist spezialisiert auf Herz- und Gefäßerkrankungen.