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Neuer Vital Kompass zeigt Gesundheitsangebote an der Nordsee

Wer seine Gesundheit fördern und dabei eine Auszeit vom Alltag genießen möchte, findet an der Nordseeküste Schleswig Holsteins mit ihrer salzhaltigen Luft beste Voraussetzungen. Bei der Suche nach Gesundheitsangeboten in der Region hilft der neue Nordsee Vital Kompass.

Ob Strandgymnastik oder Yoga am Meer, ob Stand up Paddling oder ein vitalisierendes Meerwasserbad in einem der modernen Thalasso- und Gesundheitszentren, Wattwandern oder – ganz neu – Klima Walking: Unter www.nordseetourismus.de/de/vitalkompass findet jeder das passende Wohlfühlprogramm. Einfach nach den Wünsche und Bedürfnisse filtern und den eigenen, individuellen Gesundheitsurlaub zusammenstellen und buchen.

Im Trend: Klima Walking. Abgewandelt aus der Sportart Nordic Walking macht sich Klima Walking das gesunde Reizklima der Nordsee zunutze. Mit einem professionellen Trainer geht es immer an der Brandungszone entlang. Von der Brandung freigesetzte Aerosole werden beim Laufen eingeatmet. Der mineralhaltige Nebel gelangt in die Lungenflügel, wo er die Durchblutung der Schleimhaut anregt. Somit verbindet die Präventionssportart die heilsame Wirkung des Reizklimas mit schonender Bewegung.

Die 90-minütigen Klima Walking-Runden gibt es für Kleingruppen bis zehn Personen sowie auf Anfrage auch als Einzelstunden mit einem Personal Trainer. Angeboten wird Klima Walking in der Saison 2013 in St. Peter- Ording, Büsum, Husum und Friedrichskoog sowie auf den Inseln, Föhr, Pellworm und Sylt. Mehr dazu unter www.nordseetourismus.de/de/klima-walking.

 



Nordseeinsel Föhr: Gesundheitsurlaub in mildem Reizklima

Die grüne Insel in der Nordsee zeichnet sich durch ein besonders mildes Reizklima und eine staub- und pollenarme Luft aus. Besonders Patienten mit Atemwegs- und Hautproblemen sowie Allergien und Umwelterkrankungen profitieren davon. Weiterlesen



Seeklima – Meeresbrise für mehr Gesundheit und Vitalität

Ein Spaziergang am Strand und ein tiefer Atemzug der warmen Brise des Meeres reichen oft schon aus um uns besser zu fühlen. Diese Wirkung des Meeres ist jedoch nicht nur Einbildung oder ein Effekt des Urlaubs, denn das Seeklima hat eine nachgewiesene förderliche Wirkung auf unsere Gesundheit und unseren Körper. Schon der griechische Philosoph Platon behauptete: „Das Meer wäscht alle Beschwerden hinweg“- auch wenn zu seiner Zeit der Begriff „Reizklima“ noch nicht bekannt war. Ein Reizklima ist kurzgesagt ein Klimatyp, dessen Eigenschaften die Aktivität des Körpers reizen oder anregen sollen, wie zum Beispiel den Stoffwechsel, und damit eine heilende Wirkung auf bestimmte Erkrankungen erzielt. Unterschieden wird hierbei zwischen dem Seeklima, dem Flachlandklima, dem Mittelgebirgsklima und dem Hochgebirgsklima; welche alle eine andere heilende Wirkung auf unseren Körper haben.

Die Küstenluft weist eine ganze Reihe wohltuender Eigenschaften auf. Charakteristisch sind vor allem die geringen Schwankungen von Lufttemperatur und Luftfeuchte, erhöhte Windstärken und verbesserte Strahlungsverhältnisse. Des Weiteren verfügt das Seeklima über einen hohen Gehalt an Salz, Jod und Aerosol, welche sich positiv auf einzelne Organe aber auch auf gesamte Stoffwechselvorgänge auswirken können, wie zum Beispiel auf die Nebennierenrinde. Darüber hinaus verfügt das Seeklima über einen hohen Wasserdampfgehalt, sowie über eine besonders allergenfreie Luft, in der so gut wie keine Auslöser von Allergien, wie zum Beispiel Pollen, zu finden sind. Des Weiteren weißt das Seeklima vor allem thermische, aktinische und aerosolbedingte Reizfaktoren auf. Der Aerosole Wirkungskomplex des Seeklimas wird vor allem durch im Wind enthaltene Seewassertröpfchen mit Salzkern ausgelöst. Im Allgemeinen gilt, je stärker die Wellen und je höher die Windgeschwindigkeiten, desto intensiver ist auch das maritime Aerosol. Das maritime Aerosol wirkt vor allem positiv auf die Schleimhäute der Atemwege. Unter einem aktinischen Wirkungskomplex versteht man vor allem die Wirkung von ultravioletten Strahlungen. Die große Helligkeit sorgt besonders während der Sommermonate für eine Stimmungsaufhellung. Am wichtigsten für den Körper sind jedoch die ultravioletten Strahlungen, welche zu einem das Selbstbewusstsein und die Leistungsfähigkeit steigern, und zum anderen für unseren Organismus lebensnotwendig sind. Die thermischen Wirkungskomplexe des Seeklimas werden durch die Lufttemperatur, die Luftfeuchte, die Infrarot Strahlung und den Wind hervorgerufen. Vordringlich wird dadurch die körpereigene Wärmeregulation normalisiert, welche oft bei Stadtbewohnern gestört ist. Ziel einer Wärmeregulation ist die sofortige Engstellung der Blutgefäße, um einen zu großen Wärmeverlust zu vermeiden. Dadurch sinkt zwar die Hauttemperatur ab, jedoch bleibt die Kerntemperatur des Körpers erhalten. All diese Eigenschaften des Seeklimas generieren positive Auswirkungen auf unseren Körper, welche sich bei der Wärmeregulation, der Haut, den Atemwegen und dem Vegetativum, also der Beruhigung, bemerkbar machen. Aus diesem Grund eignet sich ein Aufenthalt an der See vor allem für Allergiker, Menschen mit Atemwegserkrankungen, wie zum Beispiel Asthmatiker, aber auch für Personen mit Hauterkrankungen und rheumatischen Beschwerden.

Um die eigene Gesundheit mit Hilfe des Seeklimas optimal zu fördern, bietet sich vor allem eine Klimatherapie an. Eine Klimatherapie kann sowohl als regenerative als auch als präventive Maßnahme eingesetzt werden. Bei der Durchführung einer Klimatherapie am Meer- oder Seeklima, sollte man besonders darauf achten sich viel im Freien zu bewegen. Vor allem bei Hauterkrankungen sollten regelmäßige Bäder im Meerwasser durchgeführt werden. Neben der heilenden Wirkung des Klimas an der See bietet sich auch eine Thalassotherapie an, welche weitere Heilfaktoren des Meeres mit einschließt, wie zum Beispiel Meerwasser und Schlick. Zusammengefasst kann man sagen, dass ein Urlaub am Meer nicht nur Sonne und eine schöne Bräune bedeutet, sondern sich vielfach auch für die eigene Gesundheit lohnt.



Reizklima erleben – die Nordsee

Spanien, Italien und die Türkei sind die Länder vieler Deutschen, wenn es um tolle Sandstrände und Erholung geht. Dagegen ist natürlich auch nichts einzuwenden, denn Angebote gibt es dort für jeden Erholungsanspruch. Aber eine Sache haben sie nicht: ein echtes Reizklima und damit eine natürliche gesundheitsförderliche Wirkung.

Atemwege und Immunsystem

Diesen Effekt durfte ich selbst schon öfter am eigenen Leib oder besser an den eigenen Atemwegen erfahren.Schnell geht es meist nicht, zehn Tage sind das Minimum, bevor sich ein positiver Effekt einstellt. Dann aber lösen sich nach und nach auch hartnäckige Verschleimungen. Vor allem die Stirn- und Nebenhöhlen profitieren von der salzhaltigen Luft. Genauer gesagt handelt es sich um das so genannte Brandungsaerosol (auch maritimes Aerosol), das aus sehr kleinen Meerwassertröpfchen besteht. Durch den hohen Gehalt an Salz, Magnesium und Jod wird das Immunsystem angeregt. Dementsprechend ist es natürlich notwendig, nicht nur im Hotel oder Café zu sitzen, sondern jeden Tag einen längeren Strandspaziergang einzulegen.

Wo nützt Reizklima, wo schadet es?

Die Immunreaktionen an der Nordsee wirken sich vor allem auf Atmung und Haut positiv aus. Hauterkrankungen wie Neurodermitis und Schuppenflechte sind hier speziell zu nennen. Aus eigener Erfahrung habe ich das bei meinem Sohn erlebt, der an der Nordsee regelmäßig seine kleineren Neurodermitis-Probleme los wird. Damit allerdings das Brandungsaerosol hier einwirken kann, ist die Bedingung, dass die entsprechenden Hautpartien auch vom Aerosol benetzt werden. Dies hängt natürlich auch an den Temparaturen. Kinder können natürlich auch mal ganz nackt über den Strand wetzen, wenn es denn warm genug ist.

Auch in der allergiereichen Frühjahrszeit ist die Nordsee eine Wohltat – wenn denn der Wind vom Meer kommt. Hier ist nur das Hochgebirge über 1500 Meter noch besser geeignet.

Allerdings ist die Nordsee auch ein sehr starkes Reizklima. Dazu tragen der starke Wind und die UV-Strahlung bei. Nicht optimal geeignet ist die Nordsee dementsprechend bei Bluthochdruck. Die kreislaufanregende Umgebung ist eher bei Kreislaufschwäche sinnvoll. Bei Bluthochdruck ist das schwächere Reizklima der Ostsee laut Meinung der meisten Experten besser geeignet. Auch nach schweren Krankheiten kann die Nordsee zu heftige Reaktionen erzeugen.

Reizklima hoch 2 – der Winter an der Nordsee

Für den ersten Norseeurlaub ist ein Besuch im Winter nicht unbedingt zu empfehlen, denn in dieser Jahreszeit wird das normale Reizklima noch einmal deutlich verstärkt. Und auch bei Hauterkrankungen ist es natürlich nicht möglich, sich entsprechend zu entblösen. Dazu kommt, dass in dieser Jahreszeit die touristische Aktivität deutlich nachlässt und gerade die Inseln sehr einsam werden. Für Asthmatiker ist die Wirkung allerdings in dieser Jahreszeit am Stärksten. Zwar ist vor allem bei Spaziergängen auf das Kälteasthma zu achten, diesem kann allerdings unter Umständen durch Kälteeinwirkung begegnet werden. Interessant ist hierzu der Artikel von Prof. Menger zur Klimatherapie an Nord- und Ostsee.

Dieser Artikel ist Auftakt einer kleinen Serie zur deutschen Nordsee, einer faszinierenden Urlaubsregion mit gesundheitsförderlicher Wirkung.

Tipps zur Urlaubsplanung für Asthmatiker und Allergiker finden Sie hier:
Gesundheitsreise.de