Schlagwort-Archiv: Thermalwasser



Zur Fußball-WM abschalten

Alle Augen richten sich wieder auf das runde Leder. Die Fußballweltmeisterschaft 2014 in Brasilien wurde angepfiffen und bewegt Menschenmassen in allen Teilen der Erde. Die Fußballbegeisterten erleben eine Welle der Euphorie, die durch die Länder der jeweiligen Teilnehmer strömt. Auch die deutschen Fans erhoffen sich, dass ihre Mannschaft um den Titel spielt und dadurch wieder das Gefühl des Sommermärchens aufkeimt. Vor allem an Spieltagen des eigenen Teams erinnern überall Fußball Trikots, Fähnchen an Fahrzeugen und Berichte in Bussen und U-Bahn Stationen an die laufende WM. Public Viewing gehört für viele Fans einfach dazu, um gemeinsam ihre Elf lautstark anzufeuern und so Emotionen zu teilen. Sogar das Lärmschutzgesetz wurde kurzfristig gelockert, was auch nach Mitternacht Public Viewing Atmosphäre möglich macht. Weiterlesen



Aufleben in der Hundertwassertherme

Wer das neue Jahr geruhsam angehen möchte, ist in der Südoststeiermark gut aufgehoben, Österreichs ältester Thermenregion. Aus 3.000 Metern Tiefe sprudelt das Thermalwasser hier in sechs individuelle Thermen. Größte Attraktion: Die vom Künstler Friedensreich Hundertwasser gestaltete Therme Rogner Bad Blumau. Weiterlesen



Im Trend: Naturkraft als Heilmittel

Von wegen verstaubt: Was manchem als Auslaufmodelle vergangener Kurtage erscheinen mag, liegt in puncto Wellness, Prävention und Medical Wellness voll im Trend. Die traditionellen Therapien der bayerischen Heilbäder erleben eine Renaissance – Wasser, Sole, Moor und Heilklima neu entdeckt.
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Gesundes Bäderland Bayerische Rhön

Sprudelnde Solequellen und salzige Luft, Anti-Aging-Tipps und Basenfasten, dazu der größte Natur-Heilwassersee Deutschlands: Die fünf Kurorte im Naturpark Bayerische Rhön bieten Besuchern vielfältige Heilmittel und gesundheitsfördernde Maßnahmen und knüpfen so mit modernen Angeboten an ihre Tradition als Kurbäder an. Weiterlesen



Champagnerluft im Kurpark und Rosen in der Therme

Eine Kur tut Körper und Seele gut – man hat Zeit zum Abschalten und kann neue Kräfte sammeln, ob als Gesundheitsurlaub oder Rehabilitation. Inzwischen bieten die deutschen Thermalbäder und Kurorte für jedes Bedürfnis das passende Wohlfühlpaket. Weiterlesen



Entspannung im Alltag – Mein Thermenbesuch im Friedrichsbad Baden-Baden

Ein Thermalbadebesuch bedeutet einen Kurzurlaub für die Seele, Flucht aus dem stressigen Alltag. Bei diesem novemberartigen Wetter im Mai, habe ich mich aufgemacht ins Friedrichsbad Baden-Baden, einer ganz besonderen Therme.

Das Friedrichsbad in Baden-Baden verspricht ein traditionsreiches Badeerlebnis wie im 19. Jahrhundert (eröffnet 1877). Es wurde nicht zu viel versprochen, schon der Eingangsbereich beeindruckt mit seiner Architektur und auch im Thermalbadebereich komme ich aus dem Staunen nicht mehr heraus. Ein Wermutstropfen sind die Umkleidekabinen und der Sanitärbereich – sie versprühen einen 70iger-Jahre-Charme.

Das Friedrichsbad ist in zwei gleiche Flügel aufgeteilt, Männer und Frauen baden getrennt. Es gibt aber auch einige gemischte Tage. Zur Info: es ist Nacktbadepflicht! Für seinen Besuch braucht man nichts mitzunehmen; Badeschuhe, Handtücher sowie Cremes und Shampoo werden gestellt. Die Handtücher erinnern an römische Tuniken, auch wenn sie bei unserer nicht vorhandenen Wickeltechnik eher an ein Schlossgespenst erinnern 🙂

Insgesamt durchlaufen wir 17 Badestationen. Bekanntermaßen beginnt ein Thermenbesuch mit duschen – auch das schon ein Erlebnis. Riesige Duschköpfe aus dem 19. Jahrhundert versprühen einen Charme aus den Hochzeiten des Kurtourismus. Die Wasserregulierung stellt uns zunächst vor ein Rätsel, aber auch das ist schnell gelöst: ein monströser Hebel, den man von links und rechts schiebt, bestimmt die Temperatur.

Zunächst erwärmen wir unseren Körper in einem Heißluft- und Warmluftraum. Passende Badeschlappen werden ebenso gestellt – der Boden ist auch so heiß, dass man diese zwingend anziehen muss. Dann folgt je nach Buchung die Seifenbürstenmassage. Überschüssige Hautpartikel werden runtergeschrubbt – im wahrsten Sinne des Wortes – mit Entspannung hat das leider nicht viel gemeinsam. Was zum einen an der Geräuschkulisse liegt: die Massagebanken stehen mitten in einem Durchgangsraum zur nächsten Station, dem Dampfbad. Zum anderen erinnert die Seifenbürstenmassage eher an Fließbandarbeit – der russische Feldwebel, pardon die Masseurin, schrubbt im Akkord meinen Körper und gibt mir als Zeichen des Massageendes, einen Klaps auf dem Po mit den Worten „So, fertig, Aufstehen. Nächster bitte!“ Entspannung sieht anders aus, aber dafür ist unsere Haut nun perfekt vorbereitet für das Thermalbaden. Die Beckentemperatur der fünf Thermalbecken hat mit 36°C ihren Höhepunkt erreicht, anschließend wird es wieder kühler.

Das absolute Highlight ist der Kuppelsaal, eine von zwei Stationen, in denen Männer und Frauen stets zusammen sind. Hier wird die ganze Pracht der Badekultur des 19. Jahrhunderts sichtbar – man weiß gar nicht, wo man zuerst hinschauen soll. So viele Ornamente, Statuen, Verzierungen – wirklich beeindruckend! Schon deshalb hat sich der Besuch auf jeden Fall gelohnt.

Die Überwindung wartete bei Station Nr. 13 – das Kaltwasserbad mit kalten 18°C. Aber schon bei der nächsten Station wartete die heiße Dusche auf uns. Gewärmte Badetücher wurden uns zum Abtrocknen gerreicht – herrlich! Eine eigene Cremestation gibt es auch, mit lecker duftenden Bodylotions. Die Luxusvariante besteht aus einer Crememassage – nach der enttäuschenden Seifenbürstenmassage haben wir das aber bleibenlassen. Dann ging es für eine halbe Stunde in den Ruheraum, wo wir in kuschelige Wolldecken gepackt wurden. Die Zeit verging buchstäblich wie im Schlaf – schlaftrunken ging es zur letzten Station, dem Leseraum. Bei einer Tasse Tee durchforsteten wir die neuesten Klatschmagazine.

Fazit meines Thermenbesuchs

Die Eintrittspreise haben es in sich – das Basispaket für 3 Stunden kostet 23 Euro. Aber es lohnt sich, in normalen Thermen wird es mir häufig schnell langweilig. Durch die vorgegebenen Stationen und Aufenthaltsdauern ist der Besuch im Friedrichsbad sehr abwechslungsreich, die teilweise schlechte Ausschilderung macht es ab und zu sogar fast stressig. Der Besuch ist sicherlich nichts für jedes Wochenende, aber es ist ein absolutes Highlight, nicht nur wenn man sich für die Geschichte des Gesundheits- und Kurtourismus interessiert 😉

Bildnachweis: Friedrichsbad Baden-Baden
Nähere Informationen zum Friedrichsbad: http://www.carasana.de/de/friedrichsbad/startseite/



Thermalbad und Naturfango – eine wirksame Kombination

Die Therme in Bad Füssing ist für ihre Heilwirkung bei Gelenks- und Rückenerkrankungen bekannt. Naturfango aus dem Kaiserstuhl-Gebiet wird erfolgreich zur Behandlung von Rheuma genutzt. Die Kombination aus beiden Naturheilmitteln ergibt Thermalfango – der Renner bei Kurgästen und Gesundheitsurlaubern des bayerischen Kurorts Bad Füssing. Weiterlesen