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Yoga – Tipps für Anfänger

Yoga ist mehr als seinen Körper zu verbiegen – es ist eine Lebensphilosophie mit jahrtausendealten Wurzeln. Sie verfolgt das Ziel, mit sich selbst und seiner Umwelt im Einklang zu sein. Auch bei uns in Deutschland hat die indische Gesundheitslehre zahlreiche Anhänger und viele mehr wollen es werden.
Was Einsteiger beachten sollten – von der Trainingsintensität bis hin zur Wahl des geeigneten Trainers – erklärt Marion Bachinger im Interview mit Gesundheitsreise.de.

Gesundheitsreise.de: Wie läuft eine Yogastunde ab?

Bachinger: Sanfte Spürübungen und Atemübungen verbinden uns mit dem eigenen Körper und bringen uns ins Hier und Jetzt. Die Gedanken dürfen vorüberziehen. Um den Körper aufzuwärmen beginnen meine Yogastunden mit dem Sonnengruß.

Anschließend, je nach Yogakenntnissen der Gruppe, eine Serie von kräftigenden Hatha Yoga Haltungen oder auch einem Yoga-Flow. Es folgen einige Dehnungsübungen. Die Entspannung und Meditation am Ende bringt Ruhe und Ausgeglichenheit.

Weltweit gibt es über 40 verschiedene Yoga-Stile. Welche Stilrichtung eignet sich besonders für Yoga-Anfänger?

Ich habe sehr viele verschiedene Yogarichtungen in Form von Workshops und Fortbildungen kennengelernt. Für mich ist Hatha Yoga am einfachsten für Einsteiger zu vermitteln. Hier wird über die Körperhaltungen, der Geist und die Seele angesprochen. Man verweilt länger in einer Haltung und kann so gut auf die Ausrichtung der Gelenke und die Atmung achten.

Es ist gut zu Beginn Hilfsmittel wie Blöcke und Gurten, wie von Iyengar entwickelt, als Unterstützung zu verwenden.

Was sollten Einsteiger beachten? Wie viele Trainingseinheiten pro Woche sind für den Beginn empfehlenswert?

Anfänger sollten auf jeden Fall auf die Ausbildung des jeweiligen Yogalehrers achten. Anatomische Kenntnisse und langjährige Unterrichtspraxis sind hier sehr wichtig. Ein guter Yogalehrer wird immer sanft und achtsam die Übungen anleiten und auch erkennen, was zu viel oder zu wenig ist.

Man sollte immer die eigenen Grenzen wahrnehmen und auch respektieren. Falscher Ehrgeiz ist hier fehl am Platz. Es kommt außerdem darauf an, wie sportlich die Einsteiger sind und auch in welchem Alter Sie sich befinden. Das würde ich sehr individuell empfehlen. 3-mal pro Woche ist zu Beginn auf alle Fälle machbar.

Worauf sollte man bei der Wahl des Yogastudios und Trainer achten?

Man sollte auf die Erfahrung, und Ausbildung des Lehrers achten. Man sollte einige unterschiedliche Richtungen ausprobieren, bevor man sich entscheidet. Der Lehrer sollte motivieren, aber immer die Grenzen der jeweiligen Schüler beachten. Auch ein persönliches Gespräch ist hilfreich, um festzustellen ob man am richtigen Ort gelandet ist.

Was bewirkt Yoga?

Yoga ist ein ganzheitliches Konzept. Körper, Geist und Seele werden in Einklang gebracht. Der Körper wird gekräftigt und gedehnt, Grenzen werden ausgelotet, Verspannungen und Blockaden dürfen sich lösen. Gleichzeitig verändert sich auch die Bewusstseinsebene. Ausgeglichenheit und Zufriedenheit sind das Ergebnis von regelmäßigem Üben.

Auch im Alltag wird man Veränderungen wahrnehmen. Mehr Achtsamkeit dem eigenen Körper und der Natur gegenüber und ein herzoffener Zugang zu anderen Menschen entstehen. Man bekommt das Gefühl für das Richtige und vertraut dem Fluss des Lebens mehr.

Welche Übungen eignen sich für eine kleine Auszeit zwischendurch, z.B. in der Mittagspause?

In Indien werden scheinbar die ersten 2 Jahre nur Standhaltungen unterrichtet. Im Westen wird von Anfang an immer Neues gefordert und nach Abwechslung gesucht. Dabei findet sich in einer einzigen Haltung die ganze Dimension wieder.

Der Baum und alle Kriegerhaltungen aktivieren und verwurzeln. Außerdem eignen sich sanftes Rück- und Vorbeugen im Stehen. Und auf alle Fälle Drehungen der Wirbelsäule, das Aktiviert das Nervensystem.


Marion Bachinger ist diplomierte Hatha Yoga-Lehrerin. Sie absolvierte eine zweijährige Ausbildung und hat zahlreiche Workshops und Fortbildungen zu den verschiedensten Yoga-Stilen wie Vinyasa-Yoga oder Intensiv-Yoga besucht. Seit 2007 bietet sie Yoga-Reisen in ihr Lieblingsland, Marokko, an.

 

 

 

Wissenswertes rund um das Thema „Yoga“ lesen Sie auch in diesem Blogbeitrag: http://www.gesundheitsreise.de/blog/yoga-entspannen/



Yoga zum Entspannen – ein Erfahrungsbericht

Der Büroalltag ist bekanntlich nicht sehr rückenschonend. Auch ich hatte häufig mit Verspannungen im Rücken und Schulter-Nackenbereich zu kämpfen, deshalb ging es ab für mich ins Fitnessstudio. Da ich Gerätetraining nicht so toll finde, habe ich mich neben einem auspowernden Aerobictraining für einen entspannenden Yogakurs entschieden.

Ursprung und Wirkung von Yoga

Yoga hat in westlichen Ländern einen wahren Hype ausgelöst. Doch wo hat es seine Wurzeln? Die Ursprünge von Yoga liegen in Indien. Die ganzheitliche Gesundheitsmethode hilft seinen Körper, Geist und Seele in Einklang zu bringen. Körper-, Atem- und Meditationsübungen werden miteinander kombiniert. Es steigert nicht nur die Beweglichkeit, sondern auch die Konzentrationsfähigkeit. Nicht nur Rückenbeschwerden werden durch Yoga gelindert, sondern auch das Herzinfarktrisiko nimmt nachweislich ab.

Yogastile

Ich habe schon verschiedene Yogastile ausprobiert, am besten finde ich jedoch Vinyasayoga, das sehr viele Körper- und Atemübungen enthält. Meditationsübungen kommen nur selten vor, das ist sowieso nicht mein Ding – zu esoterisch 😉 Insbesondere Vinyasa-Yoga wirkt Wunder gegen Rückenbeschwerden und schon nach einigen Übungsstunden verbesserte sich mein Körpergefühl. Gleichzeitig macht es den Kopf frei und wirkt sehr entspannend – genau das richtige nach einem stressigen Tag. Weltweit gibt es mittlerweile über 40 Yogastile – da ist bestimmt für fast jeden etwas dabei.

Ausbildung zum Yoga-Trainer

Mir persönlich sind qualifizierte Trainer sehr wichtig, da man seinem Körper bei falsch ausgeführten Übungen mehr schaden als nützen kann. Der Beruf des Yoga-Lehrers ist nicht geschützt, deshalb gibt es zahlreiche Wege und Institute um Yoga-Lehrer zu werden. Eine gute Ausbildung zeichnet sich durch Anatomie- und Physiologieunterricht aus und sollte mindestens 200 Stunden umfassen.

Yoga-Übung für zwischendurch

Zum Schluss noch eine einfache Yoga-Übung für zwischendurch, die sich auch problemlos am Arbeitsplatz ausführen lässt. Damit die Kollegen nicht lachen, können sie ja einfach mitmachen und ihren Gleichgewichtssinn und Konzentrationsfähigkeit trainieren: mit geschlossenen Füßen hinstellen, langsam ein- und ausatmen. Das Gewicht auf einen Fuß verlagern und den anderen Fuß so weit wie möglich an die gegenseitige Schenkelinnenseite legen. Eine Minute halten und dann wechseln.

Viel Spaß beim Üben!

Das ist der Auftaktartikel zu einer kleinen Serie rund um „Yoga“. Lesen Sie die nächsten Wochen mehr zu den verschiedenen Yoga-Stilen und eine diplomierte Yoga-Lehrerin gibt im Experteninterview Tipps für Yoga-Einsteiger.

Yoga-Buchtipp

Isabella Welsch
Yoga typgerecht
Die fünf Elemente in der Yoga-Praxis

maudrich 2013, 176 Seiten, durchgehend farbig,
zahlr. Abb., Klappenbroschur
ISBN 978-3-85175-979-2
EUR 22,- [A]/ 21,40 [D]


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Schreiben Sie uns als Kommentar, was Sie mit Yoga erreichen möchten. Teilnahmeschluss: 15. Juni 2013, der Gewinner wird per E-Mail benachrichtigt.

Update 17.06.13: Die Gewinner sind gezogen und benachrichtigt. Bitte nicht mehr am Gewinnspiel teilnehmen.