Wechselwirkung zwischen Medikamenten und bestimmten Lebensmitteln – welche Kombination keine Gute ist

Fast jeder von uns hat in seinem Leben schon einmal Medikamente zu sich genommen, sei es Antibiotikum, Schmerztabletten oder Antidepressiva. Versprechen diese schnelle Heilung oder Verminderung von Schmerzen, sind wir enttäuscht, treten eben diese Effekte nicht ein. Aber aufgepasst, manche Medikamente können im Zusammenspiel mit bestimmten Lebensmitteln Ihre Wirkung vermindern, verstärken oder gar verfehlen. Ein paar Beispiele:

Antibiotika, passt nicht zu allem

Antibiotika und Milchprodukte

Der in Milchprodukten reichlich vorhandene Stoff Kalzium kann mit bestimmten Antibiotika eine schwerlösliche Bindung eingehen und somit vom Körper schwächer aufgenommen werden. Hierdurch wird die Wirkung um ein Vielfaches verringert. Doch das betrifft nicht alle Arten Antibiotika, also informieren Sie sich im Vorfeld bei Ihrem Arzt oder Apotheker.

Antibiotika und Koffein

Auch mit Koffein vertragen sich so manche Antibiotika, wie solche gegen Erkrankungen der Blase, der Niere, der Lunge oder des Magens, nicht allzu gut, denn ein Zusammenspiel dieser beiden Stoffe bewirkt, dass das Koffein nur schwer abgebaut werden kann. Dies kann Herzrasen, Schlafstörungen und mehr zur Folge haben. Und bedenken Sie: Koffein kann auch in Cola oder manchen Tees enthalten sein.

Paracetamol mag keinen Alkohol

Auch bei der Einnahme von Paracetamol ist Vorsicht geboten. Während es uns einerseits von Fieber-, Kopf- oder Gliederschmerzen befreien kann, ist stets auf eine nicht zu hohe und nicht mit Alkohol gemischte Dosierung zu achten. Dieser verursacht einen verzögerten Abbau des Stoffes und somit zu einer Verstärkung des lebertoxischen Effektes von Paracetamol und zu Schäden am Stoffwechselorgan.

Welche Stoffe verändern die Wirkung von Antidepressiva?

Um zu verstehen wie Käse auf Antidepressiva wirkt, muss man erst einmal wissen wie Antidepressiva in unserem Körper wirkt. Durch die enthaltenen MAO-Hemmer wird der Abbau von Botenstoffen gedämmt oder umgekehrt wird die Konzentration von Botenstoffen im Körper gesteigert. Und da genau diese Botenstoffe wie beispielsweise Serotonin oder Tyramin uns glücklich machen, hilft Antidepressiva bei Depressionen. Wird diese sowieso schon erhöhte Konzentration dieser Stoffe durch tyramin- oder eiweißhaltige Lebensmittel wie eben Käse nochmals zunehmend erhöht, kann das Bluthochdruck oder Hirnblutungen zur Folge haben. Neben Käse sind außerdem protein- und tyraminhaltige Lebensmittel: Wein, Sauerkraut, weiße Bohnen, Salzheringe. Kritisch sind auch: Bananen, Ananas, Muskatnuss, Feigen, Rosinen, Joghurt und Sojasoße.

Doch das sind noch lange nicht alle Wechselwirkungen zwischen Medikamenten und Lebensmitteln, also immer den Beipackzettel Ihres Medikamentes beachten oder Arzt oder Apotheker fragen.

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