Weibliche Herzen leiden anders

Der Herzinfarkt und seine Vorstufe Angina pectoris gelten als typische Männerkrankheiten. Die Realität sieht jedoch anders aus: Ab der Lebensmitte ziehen Frauen mit den Männern gleich, wenn es um Herzerkrankungen geht. Die Gefahr, dass der Vorbote eines Herzinfarktes nicht erkannt wird, ist beim weiblichen Geschlecht sogar größer.Denn neben starken Schmerzen und einem Engegefühl in der Brust können bei Frauen auch harmlos scheinende Symptome wie Bauchschmerzen oder Übelkeit Herzgefahr signalisieren. Müdigkeit, Kurzatmigkeit, Erbrechen und Verspannungen sind weitere für Frauen typische Anzeichen einer Brustenge, wie Angina pectoris auch genannt wird.

Diese unspezifischen Warnsignale des weiblichen Herzens würden oft nicht richtig erkannt, warnen Mediziner. Für die betroffenen Frauen kann das fatale Folgen haben. Denn eine Angina pectoris bedeutet, dass wichtige Blutbahnen bereits so verengt sind, dass das Herz nicht mehr ausreichend mit Blut und Sauerstoff versorgt wird. Und das kann in einen völligen Gefäßverschluss und damit in einen lebensbedrohlichen Herzinfarkt münden. Diese Gefahr steigt für Frauen mit dem Absinken des Östrogenspiegels zu Beginn der Wechseljahre stark an. Ab diesem Zeitpunkt lässt die schützende Wirkung der weiblichen Geschlechtshormone nach. Sie sorgen vor der Menopause dafür, dass Frauen weniger Herzinfarkte erleiden als Männer.

Noch größer wird die Gefahr, wenn ältere Frauen unter einem Typ-2-Diabetes leiden. Verschärft wird das Risiko fürs Herz zusätzlich, wenn sie nicht ausreichend mit dem Mineralstoff Magnesium versorgt sind, der für die Herzgesundheit wichtig ist: Diabetiker verlieren oftmals über den Harn viel mehr Magnesium als Menschen mit einem gesunden Stoffwechsel. Aber auch die hormonellen Veränderungen in den Wechseljahren fördern Verluste an dem Mineralstoff. Engpässe in der Magnesiumversorgung sind nicht ungewöhnlich, wenn vorwiegend hoch verarbeitete Lebensmittel wie Weißbrot oder Fertiggerichte auf dem Speiseplan stehen. Das Mineral steckt vor allem in Hülsenfrüchten, Nüssen oder Vollkornprodukten.

Magnesium kann die Hauptstrategien im Kampf gegen die Angina pectoris wirkungsvoll ergänzen, aber nicht ersetzen: Neben dem Abbau von Übergewicht sind vor allem der Nikotinverzicht, ein maßvoller Alkoholkonsum, Stressvermeidung und regelmäßige körperliche Bewegung für die Herzgesundheit wichtig.

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Über Gabriela Beck

Als Reisejournalistin mit Schwerpunkt Gesundheitstourismus interessiere ich mich für alles, was Körper, Geist und Seele guttut. Auf meinen Reisen probiere ich neue Treatments und Trendsportarten aus, entdecke die schönsten Medical-Wellness-Refugien, führe Interviews mit Fachleuten. In meinen Blog-Artikeln lasse ich Sie gerne an meinen Erfahrungen teilhaben, verrate Ihnen Tipps und Tricks der Experten und gebe Ihnen Anregungen für Ihren nächsten Gesundheitsurlaub.

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