Wochenende um eine Stunde verkürzt

Die Uhr eine Stunde vorstellen

Wie in jedem Jahr wird die Uhr am letzten Sonntag im März von Winterzeit auf Sommerzeit umgestellt: In der Nacht von Samstag auf Sonntag drehen sich die Zeiger von zwei auf drei Uhr vor und die Nacht ist eine Stunde kürzer als sonst.
Auch wenn es nur eine Stunde ist, die man in dieser Nacht an Schlaf verliert, so hat die Zeitumstellung doch einen nachhaltigen Einfluss auf den Tag-Nacht-Rhythmus und damit auch auf Gesundheit und Wohlbefinden.

Innerhalb der ersten Woche nach der Zeitumstellung von Winterzeit auf Sommerzeit können Symptome auftreten, die an einen Jetlag erinnern, wenn auch in abgeschwächter Form.

Warum gibt es die Zeitumstellung?

Der eigentliche Grund für die Zeitumstellung war der Wunsch, die Tageshelligkeit optimaler ausnutzen zu können, um dadurch entsprechend Energie einzusparen.
In ihrer heutigen Form wurden Sommerzeit und Winterzeit im Jahr 1980 eingeführt und basieren auf Paragraph 4 und 5 der Gesetze über die Einheiten im Messwesen und die Zeitbestimmung, die Teil des Bürgerlichen Gesetzbuchs (BGB) sind.
Die Sommerzeit entspricht dabei der mitteleuropäischen Zeit, der eine Stunde hinzugefügt wird, während es sich bei der Winterzeit um die eigentliche mitteleuropäische Zeit handelt.

Was ist die innere Uhr?

Jeder Mensch folgt seiner inneren Uhr.
Der Organismus des Menschen ist in vielen Bereichen so aufgebaut, dass er einem bestimmten Rhythmus folgt, der sich jeden Tag wiederholt.
Biologische Funktionen, die diesen tagesrhythmischen Schwankungen unterliegen, sind z. B. der Blutdruck, die Pulsfrequenz oder die Körpertemperatur.
Einfluss auf die innere Uhr hat besonders die Sonne bzw. der Wechsel von Hell und Dunkel. Er steuert den Rhythmus auch dann, wenn wir von der Außenwelt abgeschieden sind. Der Hell-Dunkel-Rhythmus beeinflusst auch die Ausschüttung des „Schlafhormons“ Melatonin. Melatonin wird vermehrt bei Dunkelheit ausgeschieden. Es senkt die Aktivität, bremst und macht müde.

Schon kleine Schwankungen im biologischen Rhythmus können Auswirkungen auf den Schlaf-Wach-Rhythmus und auf die Gesundheit haben, bis sich der Körper an die Veränderungen angepasst hat. Eine solche Anpassungsphase dauert mehrere Tage.

Wie lange braucht der Mensch, um sich umzustellen?

Diese Anpassungsphase ist von Mensch zu Mensch unterschiedlich.
Die einen stellen sich innerhalb weniger Tage darauf ein, die anderen brauchen zwei, drei Wochen.

Wie kann man die „Anpassungsphase“ beschleunigen?

Von Vorteil ist es, wenn Sie vorerst auf Mittagschlaf verzichten. Sie sind tagsüber zwar müder als sonst, können nachts aber wieder besser schlafen.
Meiden Sie üppige Mahlzeiten am Abend. Auch Kaffee, Tee oder andere aufputschende Getränke sollten bis zu drei Stunden vor dem Schlafengehen gemieden werden. Wer anfällig ist, sollte auch den TV-Thriller und heftige Streitgespräche am Abend meiden. Diese Aspekte sind für einen erholsamen Schlaf generell weniger gut und können auch sonst zu Schlafstörungen führen.

Welche Folgen kann die Zeitumstellung für den Menschen haben?

Depressive Stimmung, Schlafstörungen, Gereiztheit, Schwankungen der Herzfrequenz, Konzentrationsschwäche und vor allem Müdigkeit können verbunden mit der Zeitumstellung auftreten.

Sind alte und kranke Menschen besonders betroffen?

Da gibt es keine wissenschaftlich fundierten Untersuchungen. Bei älteren Menschen ist die innere Uhr generell anfälliger. Deshalb kommen im Alter wesentlich stärker Schlafstörungen hervor. Wenn sie dann noch an bestimmten Erkrankungen wie Parkinson oder Alzheimer leiden, werden diese Symptome stärker.

Wie kann man Symptomen wie Müdigkeit entgegenwirken?

Wichtig ist, dass man sich körperlich am besten im Freien unter Tageslicht.
Die Frühjahrsmüdigkeit allerdings ist unabhängig von der Zeitumstellung.
Sie hat viele Ursachen. Eine kann sein, dass es in den relativ kurzen Wintertagen zu einem Mangel an Vitamin D kommt und man sich deshalb schlapp fühlt.

In der Woche nach der Zeitumstellung sollten Betroffene besonders vorsichtig und achtsam im Straßenverkehr und bei unfallgefährdeten Tätigkeiten sein.
Machen Sie häufiger Pausen. Bei starker Müdigkeit sollten Sie auf das Fahren verzichten oder z. B. Geschäftsreisen oder andere Fahrten wenn möglich um eine Woche verschieben. Benutzen Sie öffentliche Verkehrsmittel.

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