Archiv für den Monat: Februar 2013



Durch zeitiges Essen schneller zum Wunschgewicht

Um abzunehmen ist es wichtig die Kalorienbilanz im Auge zu behalten, also sollte der Energieverbrauch möglichst unsere tägliche Kalorienaufnahme übersteigen – so die Theorie. Viele Diäten und Abnehmweisheiten beschwören diese und versprechen, dass Sport und eine ausgewogene Kalorienbilanz darüber entscheiden in welche Richtung sich der Zeiger unserer Waage bewegt. Die Zeit, wann wir etwas Essen, hat hierbei meist eine Nebenrolle gespielt. Eine neue Studie des „International Journal of Obesity“ belehrt uns jedoch eines Besseren und erklärt, dass es sehr wohl darauf ankommt, wann man Speisen zu sich nimmt.

Im Rahmen dieser Untersuchung gewann ein spanisch-US-amerikanisches Forscherteam 420 übergewichtige Probanden und begleiteten diese während eines 20-wöchigen Abnehmprogramms. Die Wissenschaftler des Women`s Hospital in Boston und der Universität Murcia teilten hierbei die Teilnehmer in zwei Gruppen ein: Spät- und Frühesser. Während Spätesser ihre Hauptmahlzeit nach 15 Uhr zu sich nahmen aßen Frühesser diese schon vor 15 Uhr. Die Hauptmahlzeit stellt in diesem Zusammenhang die Mahlzeit dar, welche 40 Prozent des Tageskonsums an Kalorien abdeckt. Das Ergebnis dieser Studie zeigte, dass Spätesser wesentlich weniger und langsamer Gewicht verloren als jene, die ihre Hauptmahlzeit vor 15 Uhr zu sich nahmen.

Des Weiteren kamen die Wissenschaftler zu dem Ergebnis, dass die späten Esser beim Frühstück signifikant weniger Kalorien konsumierten als die Gruppe der Frühesser bzw. das Frühstück gleich ganz wegließen. Die Spätesser verloren trotz der geringeren Kalorienzahl wesentlich weniger der ungeliebten Pfunde und wiesen darüber hinaus sogar eine deutlich niedrigere Insulinempfindlichkeit auf, was einen Risikofaktor für Diabetes darstellen kann. Auch stellten die Wissenschaftler fest, dass der Zeitpunkt der Aufnahme der anderen kleineren Mahlzeiten keinerlei Einfluss auf den Abnehmerfolg hatte. Als Resultat sollten wir demnach zukünftig nicht nur darauf achten, was wir essen, sondern auch wann wir dies zu uns nehmen, um einen besseren Diäterfolg zu erzielen.

Quelle: Garaulet, M. et al., International Journal of Obesity, 29.01.2013



Beim Frühsport schmilzt das Fett

Schlechte Nachricht für die Langschläfer unter uns: Wer noch vor dem Frühstück Sport treibt, verbrennt dabei bis zu 20 Prozent mehr Fett. Zu diesem Resultat kamen britische Wissenschaftler der Northumbria University.

Also am Besten die Sportschuhe direkt vor das Bett stellen, damit man am Morgen keine Zeit verliert, denn frühmorgendlicher Sport zahlt sich aus. Dieses Ergebnis präsentierte das Fachmagazin „British Journal of Nutrition“  anhand einer britischen Studie.

Laut dieser Studie kann man bis zu 20 Prozent mehr Fett verbrennen, wenn man Sport auf nüchternen Magen betreibt. Was neben einem fitteren Start in den Tag und einem gemütlichen Abend ohne schlechtes Gewissen nicht der einzige Vorteil von Sport am frühen Morgen ist. Die britische Forscher Gruppe um Dr. Emma Stevenson und Javier Gonzales gingen zunächst der Frage nach, ob frühmorgendlicher Sport mehr Hunger am Tag auslöst. Um dies herzauszufinden wurden 12 Probanden täglich aufs Laufband geschickt, ein Teil vor und der andere Teil nach dem Frühstück. Mit dem Resultat, dass die Testpersonen, welche vor dem Frühstück trainierten, nicht mehr aßen als jene die erst nach einer Mahlzeit trainierten. Dieses Ergebnis wurde anhand der Nahrungsaufnahme sowie der Fettverbrennung während des Trainings berechnet. Darüber hinaus stellten die Wissenschaftler fest, dass die Frühsportler eine wesentlich höhere Fettverbrennung haben.

Aber warum ist das so? Da der Körper über Nacht keine Nahrung aufgenommen hat, sind die Glykogenspeicher – also die Speicher der Kohlenhydrate – relativ leer. Aus diesem Grund  bezieht der Körper die meiste Energie aus dem Fettstoffwechsel, was zu einer gesteigerten Fettverbrennung führt.

Aus diesem Grund lautet die Devise für Abnehmwillige: Raus aus dem Bett, rein in die Sportklamotten und am Besten schnell am Kühlschrank vorbei – denn der Morgen ist die Beste Zeit um Fett zu verbrennen und es lohnt sich in jedem Fall, den Wecker einmal früher zu stellen.

Quelle: Gonzalez, J. et al., British Journal of Nutrition, 29.01.2013



Sportarten zum Fettverbrennen

Wer den überschüssigen Pfunden den Kampf angesagt hat, für den ist Sport unerlässlich. Doch mit welchen Sportarten kann man die Pölsterchen am besten zum Schmelzen bringen? Gesundheitsreise.de hat für Sie die Top 3 der Sportarten zusammengestellt, mit denen man am meisten Fett verbrennt.

Platz 3: Tae Bo

Zwar eher exotisch, aber sehr effektiv ist Tae Bo. Dabei handelt es sich nicht um eine Kampfsportart oder Selbstverteidigungstechnik, sondern um eine reine Fitness-Sportart, die Aerobic und Tanz mit asiatischer Kampfsporttechnik, also Box- und Kickelementen, verbindet. Dadurch kommt der ganze Körper zum Einsatz und das bringt die Kilos zum Purzeln. Bei einer Stunde Training verbraucht man etwa 460 bis 470 Kalorien. Verschiedene Schwierigkeitsgrade ermöglichen Neulingen sich langsam an diese Sportart heranzutasten.

Platz 2: Joggen

Noch effektiver ist Joggen. Eine Stunde lockeres Laufen (kein Rennen!), verbrennt sogar 540 bis 550 Kalorien, wie eine Studie der Universität Texas ergab. Der Vorteil dabei ist: Joggen kann jeder, man braucht keine Anleitungen und auch keine teure Ausrüstung.

Platz 1: Seilspringen

Den Spitzenplatz unter den Fatburnern belegt das Seilspringen. Wer eine ganze Stunde lang durchhält, wird mit einem Verbrauch von bis zu 700 Kalorien belohnt 🙂

All diese Sportarten setzen eine gewisse körperliche Fitness voraus. Wenn Sie völlig untrainiert sind, sollten Sie am besten einen sanfteren Einstieg wählen.  Bei deutlichem Übergewicht sollten Sie besser mit gelenkschonenden Sportarten wie Schwimmen oder (Nordic) Walking beginnen. Bevor Sie sich vollen Übermutes in Ihre Sportsachen werfen, sollten Sie außerdem vorab mit Ihrem Arzt sprechen, um mögliche Risiken auszuschließen.

Für wen hier nicht das richtige dabei ist, der kann in folgender Tabelle nachschauen, wie viele Kalorien man bei anderen Sportarten verbrennt. Und als kleine Motivation: auch alltägliche Aktivitäten bringen das Fett zum Schmelzen. 🙂



Die beliebtesten Fastenarten im Überblick

Immer mehr Menschen verzichten für eine Zeitlang freiwillig auf Nahrung und üben sich in Enthaltsamkeit. Fastenanhänger schwören auf die entschlackende Wirkung des Heilfastens, tanken neue Kraft und sehen darin eine Phase der Selbstfindung. Ein, von vielen erwünschter, Nebeneffekt ist, dass die Kilos ganz von alleine purzeln. Auch hilft es vielen Menschen bei der Umstellung zu einer gesünderen Lebensweise. Dabei gibt es verschiedene Fastenarten; die wichtigsten stellt Ihnen Gesundheitsreise.de im Folgenden kurz vor.

Beim Fasten nach Buchinger handelt es sich um die wohl gängigste Methode. Diese Trinkkur ist auf den deutschen Arzt Dr. Otto Buchinger zurückzuführen. Dabei nehmen Sie neben Wasser und Tee auch Obst- oder Gemüsesäfte und Gemüsebrühe zu sich. Ihr Körper wird somit weiterhin mit wichtigen Vitaminen, Spurenelementen und Mineralstoffen versorgt.

Ebenfalls sehr bekannt ist das Fasten nach F.X. Mayr, einem österreichischem Naturheilarzt. Diese Methode des Heilfastens baut auf drei Säulen auf: Schonung, Säuberung und Schulung. Der Körper wird also nicht nur entschlackt und entgiftet, sondern Patienten lernen zugleich das richtige Essverhalten. Das soll die besondere Ernährungsweise während der Fastenkur bewirken. Diese besteht morgens und mittags aus einem altbackenen Brötchen, von dem jeder Bissen mindestens 40 Mal gekaut werden muss. Erst dann darf er mit ein wenig Milch heruntergeschluckt werden. Dadurch wird der für den Stoffwechsel wichtige Speichelfluss angeregt. Bei Lebensmittelunverträglichkeiten können Brötchen und Milch auch durch andere Alternativen ersetzt werden.

Die sogenannte Schrothkur besteht aus vier Elementen und beruht auf ihrem Namensgeber Johann Schroth. Das einzige staatlich anerkannte Schroth-Heilbad in Deutschland ist Oberstaufen im Allgäu. Die vier Elemente sind:

  1. Schroth’sche Diät: Möglichst reizarme, basische Kost, die den Verdauungsprozess möglichst wenig belastet (z.B. Obst und Gemüse gekochte oder als Kompott).
  2. Schroth’sche Packung: Morgens nach dem Aufstehen wird man gleich in ein feuchtkaltes Leinentuchgewickelt und mit einem trockenen Packbett zugedeckt. Das wirkt krampflösend, beruhigend und schmerzlindern. Zudem stärkt es die körpereigenen Abwehrkräfte und bremst das Wachstum von Bakterien.
  3. Schroth’sche Trinkverordnung: Das bedeutet abwechselnd Trink- und Trockentage. An ersteren gibt es neben Mineralwasser, Säften und Tee auch vom Arzt verordneten Kurwein.
  4. Ruhe und Bewegung:Auch hier ist der rhythmische Wechsel in Abstimmung auf die Trink- und Trockentage sehr wichtig. Dadurch wird das körperliche Wohlbefinden gestärkt und der Entgiftungsprozess gefördert.

    Copyright: Zentrum für Naturheilverfahren – Landhaus Dr. Hesseln

Viel frisches Obst und Gemüse, Salat und Suppen gibt es beim Basenfasten. Dafür wird auf säurebildende Lebensmittel wie Weißmehlprodukte, Süßigkeiten oder Eiweißprodukte, wie z.B. Fleisch und Wurst verzichtet. Dadurch wird der Körper entsäuert und entlastet.

Abgerundet wird die Fastenkur durch ein sanftes Bewegungsprogramm, z.B. in Form von Yoga, Nordic Walking oder Spaziergängen. Dabei sollten Sie jedoch unbedingt darauf achten, wie viel Anstrengung ihr Körper verkraftet. Die Entgiftung können Sie außerdem durch bestimmte physiotherapeutischen Behandlungen, wie Bauchmassagen oder Fußreflexzonenmassage unterstützen. Auch Wellnessanwendungen tragen zu Ihrem Wohlbefinden bei.

Kritiker warnen davor, dass Heilfasten den Körper und das Immunsystem schwächt. Fasten Sie also nicht einfach drauf los, sondern sprechen Sie zuvor unbedingt mit einem Arzt!