Archiv für den Autor: Miriam Schöniger

Über Miriam Schöniger

Geboren und aufgewachsen in einem traditionellen Kurort ist mir das Thema "Gesundheit" quasi in die Wiege gelegt worden. Gepackt hat mich das Thema dann letztlich mit meinem Tourismusstudium und der parallelen Ausbildung in einem Thermalbad. Gesundheit geht uns alle an, ob alt oder jung. Gesund zu leben ist nicht immer einfach - mit Tipps von Gesundheitsexperten und eigenen Erfahrungsberichten möchte ich Sie dennoch animieren, mehr auf sich und Ihre Gesundheit zu achten, denn es lohnt sich.



Sport im Sommer

Im Sommer, wenn die Temperaturen steigen sind die meisten Menschen sportlich aktiv. Die Sonne weckt die Motivation und lockt viele nach draußen. Doch beim Training bei übermäßiger Hitze sollten einige Faktoren beachtet werden.

Trinken, Trinken und nochmals Trinken

Mehr als beim normalen Sportverhalten, muss gerade bei Temperaturen über 25° ganz besonders darauf geachtet werden, dass ausreichend getrunken wird. Die Schweißproduktion ist ohnehin erhöht sobald es heiß wird, um die Temperaturregelung im Körper aufrecht zu erhalten. Machen Sie nun zusätzlich noch Sport, wird der Flüssigkeitsbedarf im Körper noch enorm erhöht. Vor allem bei Ausdauersportarten ist es wichtig vorher eine kleine Menge an Wasser zu trinken. Während des Trainings ist es meist nicht notwendig etwas zu trinken, sofern davor und danach auf ausreichende Flüssigkeitszufuhr geachtet wird. Dauert das Training länger als etwa eine Stunde an oder fühlen Sie sich zunehmend unfit sollten Sie auch während der Sporteinheit etwas trinken.

Der beste Zeitpunkt für den Sport

Um den höheren Belastungen durch die Hitze zu entgehen, sollten die Sporteinheiten entweder auf die lauen Abendstunden oder noch besser in den kühleren Morgen verlegt werden. Morgens hat sich die Luft noch nicht so aufgeheizt, während es abends verhältnismäßig lange dauern kann, bis die Temperaturen erträglich werden. Es gilt vor allem, nicht zwischen 11 Uhr mittags und etwa 17 Uhr abends Sport zu machen, da in dieser Zeit die Sonneneinstrahlung und somit auch die Hitze, sowie auch die Ozonbelastung am stärksten sind.

Den Sonnenschutz nie vernachlässigen

Sonnenschutz ist einer der zentralen Punkte, die man bei Sport im Sommer beachten muss. Die verstärkte UV-Belastung  der heißen Jahreszeit sollte durch geeigneten Sonnenschutz abgemildert werden. Für Sportler eignen sich atmungsaktive Textilien, die die Haut bedecken. Wer keine lange Kleidung tragen möchte, benötigt in jedem Fall Sonnencreme für die freien Hautareale. Hier ist es wichtig, regelmäßig nach zu cremen, da Schweiß die Wirkung der Creme herabsetzt.

Hören Sie auf Ihren Körper

Die zusätzliche Belastung der Hitze hat auch einen positiven Vorteil: Bei weniger Trainingseinsatz wird dennoch derselbe Effekt erreicht. Jedoch gerät man auch leichter in den Zustand der Überanstrengung. Hören Sie deshalb unbedingt auf Ihren Körper, treten Schwindel, Übelkeit oder Kopfschmerzen ein sollte das Training sofort abgebrochen und sich in den Schatten begeben werden. Sofern möglich unbedingt etwas trinken, denn dies könnten erste Warnzeichen für einen Sonnenstich sein.



Fitness für zwei – Sport in der Schwangerschaft

Bei einer Schwangerschaft haben viele Frauen Angst ihren ungeborenen Babys zu schaden. Aus diesem Grund verzichten die meisten auf Sport oder andere Aktivitäten. Doch tatsächlich ist es ganz anders – Sport und Bewegung ist nicht nur gesund für die werdende Mutter sondern auch für das ungeborene Baby. Also Schluss mit dem Schonprogramm, denn mit ein paar Grundregeln bleiben sie fit und gesund trotz Babybauch.

Warum ist Sport so gesund?

Sport im richtigen Maß ist grundsätzlich gesund und stärkt den Körper! Auch während der Schwangerschaft kann die richtige Bewegung wahre Wunder vollbringen. Durch regelmäßiges Training bauen Sie Ihre Muskulatur auf und stärken Ihre Ausdauer, was sich positiv auf die Geburtsvorbereitung auswirken kann. Darüber hinaus kann Sport viele Schwangerschaftsbeschwerden reduzieren, wie zum Beispiel Rückenschmerzen oder Verstopfung, aber auch dabei helfen unser körperliches und seelisches Wohlbefinden zu stärken. Sportliche Aktivitäten regen unseren Stoffwechsel an und können gerade während einer Schwangerschaft dafür sorgen, dass sich weniger Wasser im Gewebe einlagert.

Worauf ist beim Sport während der Schwangerschaft zu achten?

Sportliche Betätigung ist gesund, ihr Baby sollte es jedoch ebenso sein! Besprechen Sie Ihren Plan mit dem Arzt, wenn Sie eine unauffällige Schwangerschaft haben, steht dem Sport nichts im Wege. Sie sollten jedoch trotzdem darauf achten, dass Ihr Körper nicht auf Höchstleistungen läuft. Denn dieser muss nicht nur Sie sondern auch Ihr Baby mit Sauerstoff versorgen. Aus diesem Grund empfiehlt es sich bei einer Herzfrequenz von maximal 140 – 145 Schlägen pro Minute zu trainieren. Bedenken Sie ebenfalls, dass Sie durch das zusätzliche Gewicht schneller ins Schwitzen kommen, Sie sollten also immer viel trinken. Der Körper produziert während der Schwangerschaft eine höhere Menge an Relaxin, welches Gelenke und Bänder flexibler macht. Seinen Sie deshalb besonders vorsichtig und wählen Sie nur Übungen, deren Anforderungen moderat sind.

Was ist absolut zu vermeiden?

Natürlich gibt es Sportarten, die für Schwangere weniger geeignet sind. In der gesamten Schwangerschaft jedoch besonders während der ersten 17 Schwangerschaftswochen sollte Sport, welcher in Verbindung mit Zusammenstößen, Stürzen oder viel Springen steht, vermieden werden. Ballsportarten, Inlineskaten aber Skilaufen sollten also während einer Schwangerschaft tabu sein. Auch ein zu intensives Ausdauertraining kann Folgen für das Ungeborene haben. Darüber hinaus sollten Sie Acht im zu warmen Wasser geben, dieses kann vermehrt Bakterien enthalten und sich negativ auf die Schwangerschaft auswirken.

Welche Sportarten in der Schwangerschaft sind zu empfehlen?

Grundsätzlich sind die meisten Ausdauersportarten geeignet um sich während der Schwangerschaft fit zu halten, auch wenn manche gegen Ende der Schwangerschaft ebenfalls zu meiden sind. Hervorragend um die eigene Fitness während der Schwangerschaft zu erhalten ist Walking. Beim zügigen Spazierengehen und auch beim Nordic Walking bringt man das Herz-Kreislauf-System in Schwung, ohne dabei die Gelenke zu stark zu belasten. Auch Joggen kann weiterhin betrieben werden, achten Sie jedoch darauf Ihre Herzfrequenz niedrig zu halten und besonders auf Stürze acht zu geben. Die von Fitnessexperten wohl am meisten empfohlenen Bewegungsformen sind sicherlich jene im Wasser. Das Wasser wirkt der eingeschränkten Beweglichkeit durch die Schwangerschaft entgegen und ist zugleich entlastend für Rücken und Gelenke. Auch Yoga, Dehnübungen, leichtes Gewichtstraining sowie leichtes Aerobic sind während einer Schwangerschaft bedenkenlos. Unter leichtem Aerobic versteht man Übungen, bei denen man mit den Füßen am Boden bleibt, welche also ohne übermäßiges Gehüpfe auskommen.

Also eine Schwangerschaft ist kein Grund seine sportlichen Aktivitäten einzuschränken, auch wenn sie für manch werdende Mutter als willkommene aber auch verdiente Ausrede fungiert. 🙂



Leichte Sommerküche – gesunde und leckere Rezepte aus der TCM (Traditionelle Chinesische Medizin)

Der langersehnte Sommer ist endlich da. Die Temperaturen steigen und wir genießen die Sonne im Park, im Freibad oder im Biergarten. Doch es ist auch die Zeit, wo wir schwitzend vor dem Kühlschrank stehen und uns fragen, was wir bloß bei dieser Hitze essen sollen.

„Die Ernährungslehre der Traditionellen Chinesischen Medizin beschäftigt sich auch mit dem Temperaturverhalten von Nahrungsmitteln“, erklärt die TCM-Expertin Dr. Evemarie Wolkenstein. „Einige Nahrungsmittel kühlen unseren Körper, während er von anderen gewärmt wird.“

Folgende Lebensmittel sorgen für eine Körperkühlung: Pilze, Spinat, Sprossen, Kohlgemüse sowie Getreidearten und Obst wie Äpfel, Bananen oder Weintrauben.

Obstsorten wie Marille, Pfirsiche und Kirschen sowie rotes, gegrilltes Fleisch und scharfe Gewürze wärmen den Körper leicht auf.

Mit der Wahl der richtigen Lebensmittel unterstützt man seinen Körper bei der Temperaturregelung und erwirkt eine Abkühlung – eine Wohltat bei heißem Sommerwetter.

Tipp für ein Sommergericht: Hühnerspießchen mariniert (für 2 Personen)

Zutaten:

  • 1 Hühnerbrust (2 Stück bei mehr als 2 Personen)
  • 1 Paprika rot oder grün
  • Teriyakisauce
  • 1 EL Honig
  • 1 klein gehackte Knoblauchzehe
  • Sesam weiß oder schwarz

Zubereitung:

  • 5 EL Teriyakisauce mit Honig, Knoblauch und 3 EL Wasser mischen.Die für Spießchen geschnittene Hühnerbrust darin kurz marinieren (4–5 Min).
  • Die marinierten Hühnerstücke und ein Stück Paprika immer abwechselnd aufspießen. Eine Bratpfanne mit Rapsöl erhitzen und die Spieße anbraten, dabei mehrmals wenden und mit dem Rest der Marinade beträufeln. Eine halbe Minute, bevor sie fertig sind, noch Sesam darüber streuen.
  • Das Gericht geht natürlich noch schneller, wenn Sie auf die Spießarbeit verzichten und nur die Zutaten in der Pfanne braten.

Dazu schmecken Reis oder Bratkartoffeln. Bratkartoffeln gehen besonders schnell, wenn man sie im Back ofen auf 200 Grad brät. Dazu Kartoffeln gut waschen, evtl. abbürsten, in dünne Scheiben schneiden (Schälen nicht nötig) und auf Backpapier legen. Dieses ins Rohr schieben, je nach Dicke der Scheiben sind sie nach 8–12 Minuten fertig.

Wirkung:
Dieses Gericht deckt nahezu den Tagesbedarf an Kalzium, außerdem enthält Paprika hohe Mengen an Vitamin C. Huhn stärkt die Mitte sowie Qi und Blut. Honig gibt Energie
und der salzige Geschmack der Teriyakisauce bringt die Kraft nach unten zu den Nieren. Sesam stärkt die Knochen durch seinen hohen Kalziumgehalt, besonders schwarzer Sesam unterstützt das Nieren-Qi. Die Schärfe des Knoblauchs gibt dem Gericht die rich
tige Dynamik, sodass Sie sich nicht müde und »gestopft« fühlen.

Buchtipp für Sommerrezepte

Die TCM-Expertin Dr. Evemarie Wolkenstein hat zusammen mit ihrer Kollegin Dr. Katharina Rubi-Klein einen Ratgeber zur TCM-Ernährung verfasst. Es enthält Informationen zum Temperaturverhalten der Lebensmittel, zu Diäten, Fastenkuren sowie leckere und gesunde Rezepte zum Nachkochen.


Evemarie Wolkenstein, Katharina Rubi-Klein

Was ernährt uns wirklich?
Wie China den Westen inspiriert
maudrich (eine Verlagsabteilung von facultas) 2012,
336 Seiten, durchgehend farbig, zahlr. Abb., ISBN 978-3-85175-960-0
EUR 24,90 (A) / EUR 24,20 (D) / sFr 36,90

 

 



Die Trendsportarten der letzten Jahre

WhipFlipp, Blobbing, Hockern? Das sagt Ihnen nichts? Kein Wunder, denn regelmäßig tauchen neue Trendsportarten auf und während die einen schnell eine große Fangemeinde begeistern können, vergisst man andere nach nur einer bereits Saison wieder. Erfolgreiche Beispiele in den letzten Jahren waren beispielsweise Nordic Walking, als schonende Alternative zum Joggen, oder auch im Fitnessbereich die Tanzsportart Zumba, welche schnell zum Hype in Fitness-Studios und für zu Hause wurde. Weiterlesen



Glutenfreie Ernährung: Hauptspeise – Rotbarschfilet, Polentalasagne, Gnocchi

Die einzige Therapiemöglichkeit von Zöliakie ist der lebenslange Verzicht auf glutenhaltige Lebensmittel. So kann sich der Dünndarm erholen und seine Funktion wieder aufnehmen. Schon wenige Wochen nach Ernährungsumstellung nehmen die Symptome spürbar ab. Das Klebereiweiß Gluten kommt vor allem in den Getreidearten Roggen, Dinkel, Gerste, Hafer und Weizen vor. Wir haben Ihnen Rezepte zusammengestellt, mit denen Sie einfach und lecker glutenfrei kochen können.

Rotbarschfilets mit Wildreislaibchen

Zutaten für 4 Portionen:

  • 90 g Wildreis
  • ½ Stange Lauch
  • 60 g Butter
  • 4 Rotbarschfilets (oder ein anderer Fisch)
  • 1 Zitrone
  • Salz, Pfeffer
  • 60 g Butter zum Braten
  • 1 Frühlingszwiebel
  • 50 g Butter
  • 1 EL Mehl (glutenfrei)
  • 1/4 l Weißwein
  • 2 EL Senf
  • 250 ml Schlagsahne
  • 1 Ei

Zubereitung:

Den Reis in 2 l Wasser ca. 35–40 Min. weich dünsten, in ein Sieb geben, abtropfen und abkühlen lassen.
Den Lauch putzen, gründlich waschen und in feine Streifen schneiden. 60 g Butter zerlassen, den Lauch darin andünsten, herausnehmen und abkühlen lassen.
Die Rotbarschfilets unter kaltem Wasser abspülen, trocknen, mit dem Saft von 1 Zitrone beträufeln und mit Salz und Pfeffer würzen. 60 g Butter zerlassen, die Rotbarschfilets 15–20 Min. darin braten, dann warm stellen.
Für die Sauce die klein geschnittenen Frühlingszwiebeln in etwas Butter glasig dünsten. Das glutenfreie Mehl einrühren, den Weißwein dazugeben und aufkochen. Die restliche Butter mit dem Senf und der Schlagsahne unterrühren. Die Sauce etwa 3–4 Min. schwach kochen lassen, mit Salz und Pfeffer abschmecken.
Für die Wildreislaibchen den Wildreis und den Lauch mit einem Ei vermengen und salzen. Laibchen formen und in etwas Butter auf beiden Seiten ca. 2–3 Min. goldbraun braten.

Polentalasagne

Zutaten für 4 Portionen:

  • 300 ml Polenta (Maisgrieß; glutenfrei)
  • 3/4 l Wasser
  • Salz
  • 1 Zwiebel (gehackt)
  • 300 g Rinderfaschiertes/-hackfleisch
  • 1 Knollensellerie (kleinwürfelig)
  • 2 Karotten (gerieben)
  • ½ kg passierte Tomaten
  • Knoblauch
  • Salz, Pfeffer
  • Oregano
  • Basilikum
  • Rosmarin
  • Olivenöl
  • Käse (gerieben)

Zubereitung:

Die Polenta ins kochende Salzwasser einkochen und ca. 20 Min. anziehen lassen. Die Zwiebel in Öl anrösten, das Fleisch dazugeben, durchrösten, Gemüse und Tomaten dazumischen, würzen und ein schmackhaftes, nicht zu dünnflüssiges Sugo kochen.

Die gekochte Polenta auf ein befeuchtetes Backblech dünn ausstreichen und abkühlen lassen. Quadrate oder Rechtecke ausschneiden und in eine befettete Auflaufform legen. Das Sugo darübergießen, eventuell mit Käse bestreuen. Erneut Polenta und dann Sugo darüberschichten, mit Käse abschließen. Im Backofen bei 200° C ca. 20 Min. backen.

Tipp: Für die schnelle Variante die Polenta direkt in die befettete Form geben und glatt streichen. Das Sugo darübergeben und mit Käse bestreut überbacken.

Buchweizen-Schafskäse-Gnocchi mit Tomatensauce

Zutaten für 4 Portionen:

  • 200 g Buchweizen (ganz)
  • ½ l klare Gemüsesuppe (glutenfrei)
  • 200 g Schafskäse
  • 50 g Zwiebel
  • 1 EL Petersilie (gehackt)
  • 1 TL Basilikum
  • 2 Eier
  • Öl
  • 80 g Mehl (glutenfrei)
  • Salz
  • 100 g Gouda (gerieben)

Tomatensauce:

  • 3 Tomaten
  • 2 EL Öl
  • 1 Zwiebel (fein geschnitten)
  • 2 Knoblauchzehen
  • 1 Dose geschälte Tomaten in Saft
  • 1/16 l Rotwein
  • Salz, Pfeffer, 1 Prise Zucker
  • 1 TL Basilikum (geschnitten)

Zubereitung:

Buchweizen heiß abspülen, in der Gemüsesuppe 5 Min. kochen, 30 Min. zugedeckt quellen lassen. Schafskäse zerdrücken. Buchweizen, fein geschnittene Zwiebel, Kräuter, Eier, 1 EL Öl zugeben, gut vermischen. Mit glutenfreiem Mehl zu einem Gnocchiteig verarbeiten. 15 Min. rasten lassen. Mit 2 Teelöffeln Gnocchi formen, diese 5 Min. im Salzwasser kochen lassen und abseihen. In befetteter Auflaufform, mit Gouda bestreut, kurz überbacken.

Für die Tomatensauce Tomaten kreuzweise einschneiden, kurz in kochendes Wasser tauchen, kalt abschrecken und die Haut abziehen, entkernen und würfeln. Zwiebel und Knoblauch im Öl anschwitzen. Dosentomaten, Saft und Rotwein dazugeben und mit Salz, Pfeffer und Zucker würzen. Kurz kochen und passieren. Zuletzt Tomatenwürfel und Basilikum dazumischen.

Weitere glutenfreie Rezepte finden Sie im Buch „Ernährung bei Glutenunverträglichkeit“ von Eva Terler:



Ernährung bei Glutenunverträglichkeit

maudrich 2013, ca. 120 Seiten, durchgehend farbig, broschiert
ISBN 978-3-85175-972-3
EUR 14,90 [A] / EUR 14,50 [D] / sFr 21,50
Erscheint im April 2013

  • Über 100 schmackhafte Rezepte
  • Hilfreiche Lebensmitteltabellen
  • Tipps für das Essen unterwegs oder im Restaurant




Glutenfreie Ernährung: Leckere Nachspeisen – Kaiserschmarrn, Himbeer-Mohn-Torte, Zitronenherzen

Zöliakie oder Glutenunverträglichkeit bedeutet nicht auf den geliebten Nachtisch verzichten zu müssen. Denn längst gibt es Ersatzzutaten wie Mais, Reis, Hirse oder Buchweizen – sie stehen herkömmlichen Produkten in nichts nach.

Kaiserschmarren mit Sauerrahm

Zutaten für 4 Portionen:

  • ¼ l Sauerrahm/Saure Sahne
  • 4 Eier
  • 4 EL helles Mehl (glutenfrei)
  • 1 Prise Salz
  • Butter zum Backen
  • Rosinen
  • 1 Pkg. Vanillezucker

Zubereitung:
Eigelb mit dem glutenfreien Mehl, Sauerrahm und Salz zu einem glatten Teig verrühren. Eiweiß zu Schnee schlagen und unterheben. Schmarren in der Pfanne in Butter goldbraun backen und mit Rosinen und Vanillezucker servieren.

Himbeer-Mohn-Torte

Zutaten:

  • 5 Eigelb
    50 g Butter
    20 g Zucker
    1 Pkg. Vanillezucker
  • 5 Eiweiß
    80 g Zucker
  • 130 g Mohn (gerieben)
    70 g Haselnüsse (gerieben)
  • Creme:
    500 g Topfen/Quark
    150 g Joghurt
    4 Blatt Gelatine
    Saft von 1 Zitrone
    4 EL Zucker
    200 g Himbeeren (tiefgekühlt)
    2 Blatt Gelatine

Zubereitung:

Eigelb, Butter, Zucker und Vanillezucker schaumig rühren. Eiweiß mit Zucker steif schlagen. Mohn, Nüsse und Eischnee unter die Eigelbmasse heben. Die Masse in eine runde Tortenform (26 cm) füllen und bei 180° C ca. 25 Min. backen.

Aus Topfen, Joghurt, 4 EL Zucker und Zitronensaft eine Creme zubereiten und 4 Blatt Gelatine (nach Anleitung) beigeben.
Himbeeren passieren, durch ein Sieb streifen und ebenfalls mit 2 Blatt Gelatine eindicken. Die Topfencreme auf den kalten Mohnkuchen geben und obenauf die überkühlte Himbeercreme streichen. Vor dem Anschneiden mindestens 3 Std. im Kühlschrank kalt stellen.

Zitronenherzen

Zutaten:

  • 3 Eigelb
  • 100 g Zucker
  • 1 Pkg. Vanillezucker
  • Saft von 1 Zitrone
  • 200–250 g Mandeln (gemahlen)
  • etwas Staub-/Puderzucker zum Ausrollen
  • Staub-/Puderzucker und Zitronensaft für die Glasur

Zubereitung:

Eigelb mit Zucker, Vanillezucker und Zitronensaft schaumig rühren; so viele Mandeln zufügen, bis ein Teig entstanden ist, den man ausrollen kann. Teig auf Staubzucker ausrollen und kleine Herzen ausstechen. Auf ein mit Backpapier ausgelegtes Backblech legen und bei 175° C 12–15 Min. backen.

Inzwischen den Staubzucker mit Zitronensaft für die Glasur verrühren. Die Kekse noch heiß mit der Zitronenglasur bestreichen.

Weitere glutenfreie Rezepte finden Sie im Buch „Ernährung bei Glutenunverträglichkeit“ von Eva Terler:

Ernährung bei Glutenunverträglichkeit

maudrich 2013, ca. 120 Seiten, durchgehend farbig, broschiert
ISBN 978-3-85175-972-3
EUR 14,90 [A] / EUR 14,50 [D] / sFr 21,50
Erscheint im April 2013

  • Über 100 schmackhafte Rezepte
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Die Fitness-Trends 2013

2012 war das Jahr des Zumba. Die Mischung aus Hip-Hop, Samba, Merengue und Salsa begeistert weltweit – vor allem Frauen. Das tolle an dem effektiven Fitness-Training: Mit seinen leichten Schrittfolgen ist es für jedermann schnell zu erlernen und macht zudem noch richtig Spaß.

Die schnellen Bewegungen zur Musik trainieren den ganzen Körper. Je nach Intensität, in welcher jeder individuell das Training meistert, kann man bis zu 900 Kalorien in der Stunde verbrennen.

Gerade die Kombination aus Spaß und Effektivität haben Zumba 2012 so erfolgreich werden lassen, welche Trends lassen sich nach den ersten Monaten für 2013 in den Fitness-Studios erkennen?

Was uns 2013 bewegt

Auch dieses Jahr sind die Kurse noch geprägt von tänzerischen Work-Outs. Ein Trend ist dabei eine weiterentwickelte Form von Zumba, das Aqua-Zumba. Dabei werden die lateinamerikanischen Tanzelemente mit klassischen Übungen der Wasser-Gymnastik zu einem gelenkschonenden, effektiven Fit-Macher verknüpft.

„Heiße“ Fitness verspricht auch Hot Hula, das neue Tanztraining. Hier wird mit sanften Bewegungen zu polynesischen Trommelklängen getanzt. Wesentlich langsamer, aber dafür definierter in der Bewegungsausführung, verbrennt man beim Hot Hula auch zwischen 500 und 900 Kalorien pro Stunde. Der Unterschied zum Zumba liegt darin, dass es durch die sanfteren Bewegungen gelenkschonender ist, sich also vor allem für Übergewichtige besser eignet. Ansonsten kann jeder Tanzbegeisterte selbst nach seinen Vorlieben entscheiden, welches Trainingsprogramm ihn fit machen soll.

Piloxing ist, wie der Name schon sagt, eine Mischung aus Pilates und Boxen, wiederum verknüpft mit Tanzelementen. Das Allround-WorkOut fördert einerseits durch die Einflüsse aus dem Boxsport die Beweglichkeit und die Ausdauer. Andererseits werden wie beim Pilates auch tiefersitzende Muskelgruppen gestärkt. Da das Training sehr kraft- und ausdauerbetont ist, können hier bis zu 800 Kalorien pro Stunde verbrannt werden.

Das härteste Training der Welt

Ein Trend, der momentan stark aus den USA zu uns nach Deutschland schwappt ist das CrossFit-Training, das sogenannte „härteste Training der Welt“. Die täglich wechselnden Fitness-Übungen, die WODs – Work-Out of the Day, bestehend aus Intervall-Trainings, Elementen des klassischen Zirkeltrainings, sowie Technik-Sessions oder Maximalkraft-Übungen, werden den Teilnehmern erst am selben Tag durch den anwesenden Trainer, oder über Online-Portale bekannt gegeben.  Bei den mit Frauennamen oder Namen gefallener US-Helden betitelten Work-Outs müssen entweder eine bestimmte Anzahl von Runden auf Zeit oder so viele Runden wie möglich innerhalb einer fest vorgegebenen Zeit absolvieren. Ziel ist die Leistungssteigerung der Athleten durch völliges Auspowern und Erreichen oder sogar Überschreiten der körperlichen Grenzen.

Finden Sie heraus, was zu Ihnen passt!

Jedes Jahr gibt es eine Vielzahl neuer Sportarten und Fitness-Kurse. Die große Auswahl macht es oft für Anfänger schwer, das Richtige für sich zu finden. Fitness-Studios bieten daher kostenlose Schnupperkurse, um die Teilnehmer für bestimmte Kurse zu begeistern – oder eben auch nicht.

Es ist nicht nötig, jedem Fitness-Trend hinterher zu laufen, denn neu bedeutet nicht zwingend immer besser, beziehungsweise effektiver. Versuchen Sie einfach, die beste Sportart, die Ihnen Spaß macht und dabei noch effektiv ist, für sich zu finden, denn nur wenn man sich damit wohl fühlt wird man zufriedenstellende Ergebnisse erreichen.



Die besten Fitness-Geräte für den Heimgebrauch

Es regnet, der Weg zum Fitness-Studio ist zu weit und heute kommt doch auch noch der neue Blockbuster im Fernsehen…Wer sich vor dem Sport drücken will, findet immer wieder vermeintlich gute Ausreden und macht sich einen gemütlichen Tag zu Hause. Doch man kann das Fitness-Studio auch zu sich nach Hause holen. Die Anwesenheit der Geräte erinnert einen immer wieder daran, dass man doch eigentlich etwas für seine Figur tun wollte – und schließlich klappt das dann auch vor dem Fernseher.

Die effektivsten und auch bezahlbaren Geräte für zu Hause möchte ich hier für Sie vorstellen:

Der Klassiker, der in vielen deutschen Wohnzimmern zu finden ist, ist der Ergometer (z.B. von Kettler). Das Fahrrad für die Wohnung bietet einerseits den Vorteil wetterunabhängig, also auch bei Schnee die Beinmuskulatur trainieren zu können, andererseits kann man das Training perfekt auf die eigene Fitness-Stufe anpassen und unterliegt keinen landschaftlichen Höhenschwankungen, die uns schnell aus dem optimalen Trainingspuls werfen können. Auch bei den günstigeren Geräten kann man Widerstände einstellen, um die ideale Belastung für sich selbst zu finden. Mit dem Ergometer lässt sich die Bein- und Po-Muskulatur trainieren und die Ausdauer wird gestärkt. Der einzige Nachteil ist wohl, dass die Muskeln oberhalb des Gesäßes kaum beansprucht werden.

Dieser Nachteil besteht nicht beim Crosstrainer. Mit diesem Gerät lassen sich gezielt die Ausdauer und sowohl die Muskeln des Oberkörpers, sowie der unteren Hälfte des Körpers trainieren, nach einer Stunde Fitness-Training verliert man so bereits etwa 700 Kalorien. Der Ergometer bietet ein sehr gelenkschonendes Sporteln und ist daher auch gut für Übergewichtige oder „Vorgeschädigte“  geeignet.

Auf dem Laufband lässt sich die Steigung und Belastung gezielt einstellen, kann also gezielter trainieren, als dies beim Laufen im Park mit seinen natürlichen Steigungen möglich ist. Gute Geräte bieten eine ähnliche Dämpfung, wie dies ein Wald- oder Wiesenboden tut, sie sind also gelenkschonender als das Laufen auf einem asphaltierten Weg.

Um den Oberkörper, vor allem die Arm- und Rücken-Muskulatur zu trainieren eignen sich Klimmzugstangen hervorragend. Die Stangen lassen sich einfach in Türrahmen einspannen und benötigen daher kaum Platz oder Montagefähigkeiten.

Das Trainieren mit Kurzhanteln ermöglicht viele variable Übungen, um seine Oberkörper-Muskulatur zu stärken. Die Hanteln können auch beispielsweise ins Lauftraining oder beim Aerobic mit eingebaut werden, um die Wirkung durch zusätzliches Gewicht zu verstärken.

Vor allem Frauen nutzen gerne Therabänder©. Die in verschiedenen Stärken erhältlichen Gummibänder werden auch in der Krankengymnastik eingesetzt, da mit Ihnen schonend und schnell Stärkungseffekte erzielt werden können. Das Training mit den Bändern gilt  als eine der sichersten im Kraftbereich. Je intensiver die Bewegung, desto stärker der Widerstand, dadurch lässt sich der individuell jeweils größtmögliche Reiz auf den Muskel ausüben. Zudem sind die Gummibänder in der Anschaffung relativ preiswert und benötigen kein weiteres Equipment.

Ein effektives Gadget fürs Wohnzimmer ist auch das schlichte Springseil aus der Kindheit. Bei genügend Platz und gut gedämpften Böden kann man sich mit dem Springseil schnell fit machen. Das Training fördert Koordination, Ausdauer und stärkt die Bein- und Gesäßmuskulatur. Nach bereits 30 Minuten sind schon 400 Kalorien geschafft, damit ist dieses „Gerät“ wohl eines der effektivsten für zu Hause.

Natürlich gibt es eine Vielzahl weiterer Geräte und Gadgets für den Heimgebrauch, es sind nur die klassischen und gängigsten hier aufgelistet. Regelmäßig trumpfen die Sporthersteller mit neuen, teils waghalsigen Erfindungen auf.

Der Vorteil aller dieser Geräte ist, dass man wetterunabhängig etwas für seine Fitness tun kann.. Viele mögen die Atmosphäre in Fitness-Studios nicht und genießen es, unbeobachtet in den eigenen vier Wänden trainieren zu können. Damit auch unerfahrene Sportler die Geräte nutzen können, gibt es im Internet zahlreiche Erklärungs- und Trainingsvideos mit Hilfestellungen zum richtigen Training.

Selbstverständlich sind Sportarten wie Laufen oder Radfahren an der frischen Luft immer besser für die Gesundheit und das Wohlbefinden, die Geräte für zu Hause stellen jedoch eine gute Alternative für Schlechtwetter-Tage dar, um sich fit zu halten.



Entspannung im Alltag – Mein Thermenbesuch im Friedrichsbad Baden-Baden

Ein Thermalbadebesuch bedeutet einen Kurzurlaub für die Seele, Flucht aus dem stressigen Alltag. Bei diesem novemberartigen Wetter im Mai, habe ich mich aufgemacht ins Friedrichsbad Baden-Baden, einer ganz besonderen Therme.

Das Friedrichsbad in Baden-Baden verspricht ein traditionsreiches Badeerlebnis wie im 19. Jahrhundert (eröffnet 1877). Es wurde nicht zu viel versprochen, schon der Eingangsbereich beeindruckt mit seiner Architektur und auch im Thermalbadebereich komme ich aus dem Staunen nicht mehr heraus. Ein Wermutstropfen sind die Umkleidekabinen und der Sanitärbereich – sie versprühen einen 70iger-Jahre-Charme.

Das Friedrichsbad ist in zwei gleiche Flügel aufgeteilt, Männer und Frauen baden getrennt. Es gibt aber auch einige gemischte Tage. Zur Info: es ist Nacktbadepflicht! Für seinen Besuch braucht man nichts mitzunehmen; Badeschuhe, Handtücher sowie Cremes und Shampoo werden gestellt. Die Handtücher erinnern an römische Tuniken, auch wenn sie bei unserer nicht vorhandenen Wickeltechnik eher an ein Schlossgespenst erinnern 🙂

Insgesamt durchlaufen wir 17 Badestationen. Bekanntermaßen beginnt ein Thermenbesuch mit duschen – auch das schon ein Erlebnis. Riesige Duschköpfe aus dem 19. Jahrhundert versprühen einen Charme aus den Hochzeiten des Kurtourismus. Die Wasserregulierung stellt uns zunächst vor ein Rätsel, aber auch das ist schnell gelöst: ein monströser Hebel, den man von links und rechts schiebt, bestimmt die Temperatur.

Zunächst erwärmen wir unseren Körper in einem Heißluft- und Warmluftraum. Passende Badeschlappen werden ebenso gestellt – der Boden ist auch so heiß, dass man diese zwingend anziehen muss. Dann folgt je nach Buchung die Seifenbürstenmassage. Überschüssige Hautpartikel werden runtergeschrubbt – im wahrsten Sinne des Wortes – mit Entspannung hat das leider nicht viel gemeinsam. Was zum einen an der Geräuschkulisse liegt: die Massagebanken stehen mitten in einem Durchgangsraum zur nächsten Station, dem Dampfbad. Zum anderen erinnert die Seifenbürstenmassage eher an Fließbandarbeit – der russische Feldwebel, pardon die Masseurin, schrubbt im Akkord meinen Körper und gibt mir als Zeichen des Massageendes, einen Klaps auf dem Po mit den Worten „So, fertig, Aufstehen. Nächster bitte!“ Entspannung sieht anders aus, aber dafür ist unsere Haut nun perfekt vorbereitet für das Thermalbaden. Die Beckentemperatur der fünf Thermalbecken hat mit 36°C ihren Höhepunkt erreicht, anschließend wird es wieder kühler.

Das absolute Highlight ist der Kuppelsaal, eine von zwei Stationen, in denen Männer und Frauen stets zusammen sind. Hier wird die ganze Pracht der Badekultur des 19. Jahrhunderts sichtbar – man weiß gar nicht, wo man zuerst hinschauen soll. So viele Ornamente, Statuen, Verzierungen – wirklich beeindruckend! Schon deshalb hat sich der Besuch auf jeden Fall gelohnt.

Die Überwindung wartete bei Station Nr. 13 – das Kaltwasserbad mit kalten 18°C. Aber schon bei der nächsten Station wartete die heiße Dusche auf uns. Gewärmte Badetücher wurden uns zum Abtrocknen gerreicht – herrlich! Eine eigene Cremestation gibt es auch, mit lecker duftenden Bodylotions. Die Luxusvariante besteht aus einer Crememassage – nach der enttäuschenden Seifenbürstenmassage haben wir das aber bleibenlassen. Dann ging es für eine halbe Stunde in den Ruheraum, wo wir in kuschelige Wolldecken gepackt wurden. Die Zeit verging buchstäblich wie im Schlaf – schlaftrunken ging es zur letzten Station, dem Leseraum. Bei einer Tasse Tee durchforsteten wir die neuesten Klatschmagazine.

Fazit meines Thermenbesuchs

Die Eintrittspreise haben es in sich – das Basispaket für 3 Stunden kostet 23 Euro. Aber es lohnt sich, in normalen Thermen wird es mir häufig schnell langweilig. Durch die vorgegebenen Stationen und Aufenthaltsdauern ist der Besuch im Friedrichsbad sehr abwechslungsreich, die teilweise schlechte Ausschilderung macht es ab und zu sogar fast stressig. Der Besuch ist sicherlich nichts für jedes Wochenende, aber es ist ein absolutes Highlight, nicht nur wenn man sich für die Geschichte des Gesundheits- und Kurtourismus interessiert 😉

Bildnachweis: Friedrichsbad Baden-Baden
Nähere Informationen zum Friedrichsbad: http://www.carasana.de/de/friedrichsbad/startseite/



Meditation – der Weg zur inneren Ruhe

Der Begriff Mediation lässt sich vom lateinischen Wort meditatio ableiten und bedeutet übersetzt so viel wie nachdenken oder besinnen. Meditation wird in vielen Religionen ausgeübt und gehört zur spirituellen Praxis. Meditation ist anders als das Gebet keine Zwiesprache mit Gott, sondern vielmehr das Erreichen eines Bewusstseinszustandes, kann jedoch ebenfalls dem Ziel dienen Kontakt mit spirituellen Dimensionen herzustellen. In den östlichen Kulturen dient Meditation oft als Übung zur grundlegenden und zentralen Bewusstseinserweiterung.

Woher kommt Meditation?

Der Akt des Meditierens kann auf viele Ursprünge zurückgeführt werden, am weitesten lässt er sich jedoch in Indien zurückverfolgen. Besonders tief ist die Meditation im Buddhismus, Hinduismus und Jainismus verankert und wird meist als verschiedene Zustände der Versenkung beschrieben, welche das Ziel der Erleuchtung oder des Erreichens des Nirwanas haben. Auf diese ursprüngliche Form lassen sich unter anderem das indische Yoga, aber auch das chinesische Chan und das japanische Zen zurückführen. In der christlichen Tradition ist das Meditieren als Teil der geistlichen Übungen anzusiedeln und diente damals neben Lesungen, Gebeten und gegensätzlichen Betrachtungen der Sammlung des Geistes. Die heute bekannte Mediation erreichte vor allem im 19. Und 20. Jahrhundert die westliche Welt, meist durch die Lehren des Buddhismus oder durch Yoga. In der westlichen Welt wird Meditation meist als nichtreligiöse Methode zur Entspannung und zum Abbau von Stress eingesetzt.

Welche Meditationstechniken gibt es?

Die wohl bekannteste Methode ist das im Lotussitz vollzogene buddhistische Za-Zen. Bei dieser Variante sitzt der Meditierende mit überkreuzten Beinen auf einem Kissen, die Hände ruhen hierbei mit sich berührenden Daumen im Schoß. Diese Methode wird als sogenannte passive Meditation bezeichnet. Neben dieser Ruhemeditation gehören auch Konzentrationsmeditationen und transzendentale Meditationen zu den passiven Methoden. Bei einer Konzentrationsmeditation wird die eigene Konzentration oft auf ein einziges Objekt gelenkt, wie zum Beispiel den Atem, ein imaginäres Bild oder ein Mantra. Diese Fokussierung erleichtert das Ausblenden des eigenen Gedankenflusses und führt zu einer inneren Beruhigung. Zu den aktiven Methoden der Meditationen zählen unter anderem der Zen-Buddhismus, Yoga, Kampfkunst aber auch Tanz. Beim Zen-Buddhismus wird häufig eine körperliche Betätigung zum Fokus der Mediation. So zum Beispiel beim Kinhin – der Gehmeditation, dem Kado – der Weg des Blumenarrangements oder auch beim Zengarten – die Kunst der Gartengestaltung. Das bekannte Yoga hingegen unterstützt durch verschiedene Körperhaltungen und Atemtechniken die Meditation.

Alle Methoden haben gemeinsam, dass sie nur durch regelmäßige am besten tägliche Übung nachhaltig funktionieren. Mediation erfordert viel Geduld und Disziplin, wichtig ist ungeachtet der Methode, dass der Atem frei fließen kann und die Haltung aufrecht ist.

Was bewirkt Meditation?

Regelmäßige Meditation kann sich beruhigend auf Körper und Geist auswirken. Auch belegen Studien, dass regelmäßiges Meditieren die Struktur des Gehirns verändern kann, es sozusagen an bestimmten Stellen trainieren kann. Darüber hinaus kann Meditation bei körperlichen Beschwerden helfen, die Lebensqualität wiederherzustellen, auch wenn die Symptome nicht abgeschwächt werden. Dieses Phänomen wurde vor allem bei der Methode zur Mindfulness Based Stress Reduction (MBSR) nach US-Mediziner Jon Kabat-Zinn festgestellt. Wo durch das Erlernen von Meditationstechniken Befindlichkeitsstörungen gelindert und die Ausgeglichenheit gefördert wird. Medizinisch gesehen ist die Wirkung des meditativen Zustands an einer Veränderung der Hirnwellen festzustellen. Auch werden Herzschlag verlangsamt, Atmung vertieft und Muskelanspannungen reduziert.  Zusammengefasst kann man sagen, dass Meditation sich nicht nur beruhigend auf den Geist und das innere Wohlbefinden auswirken kann, sondern auch positive körperliche Veränderungen hervorrufen kann.