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Lomi Lomi Nui Massage

Hawaii ist für seine traditionellen Heilkünste bekannt. Die Lomi Lomi Nui Massage – auch hawaiianische Tempelmassage genannt – stammt von der Insel im Pazifischen Ozean. Nach meinem letzten Wanderwochenende habe ich einen Entspannungsnachmittag in einer Therme eingelegt und mir diese besondere Massage gegönnt.

Am Anfang heißt es ab auf den Bauch, natürlich auf die Massgebank. Der Lautsprecher verströmt sanfte hawaiianische Klänge; eine behagliche Atmosphäre, in der es leicht fällt loszulassen.

Die Therapeutin ölt meinen gesamten Körper mit einer Mischung aus angenehm duftendem Kokos- und Mandelöl. Bei der hawaiianischen Tempelmassage wird viel mehr Öl als bei einer klassischen Aromaölmassage verwendet, der Körper trieft sprichwörtlich vor Öl. Die Therapeutin erklärt mir, dass das notwendig ist, damit die Massagebewegungen fließend ineinander übergehen können. Es wird nicht nur mit den Händen massiert, sondern auch mit dem Unterarm und sogar dem Ellenbogen. Die Muskelverspannungen werden mit viel Körpereinsatz bearbeitet, was durchaus auch wehtun kann.

Die Therapeutin beginnt mit der Massage am Rücken und arbeitet sich langsam über die Hüfte zu meinen Beinen und Füßen vor. Die Körperstellen, die gerade nicht massiert werden, werden mit einem Handtuch abgedeckt.  Der Rücken bekommt dabei besondere Aufmerksamkeit geschenkt, da er nach hawaiianischer Tradition für die Zukunft steht und deshalb frei von Verspannungen sein soll. Es fühlt sich an, als würden die verschiedenen Körperstellen durch die Bewegungen miteinander verbunden werden. Durch den Einsatz der Unterarme und der Ellbogen wirkt die Massage noch intensiver. Anschließend drehe ich mich auf den Rücken und die Therapeutin massiert die Vorderseite meines Körpers. Die Berührungen im Gesicht sowie am Oberkörper sind durchaus intim und setzen ein gewisses Vertrauen in den behandelnden Therapeuten voraus. Wem es unangenehm ist, von einem Therapeuten des anderen Geschlechts massiert zu werden, kann dies bei der Buchung angeben, dass er nur von einem männlichen oder weiblichen Therapeuten behandelt werden möchte. Gerade die sanfte Massage an den Schläfen ist sehr befreiend und mein Körper entspannt sich. Die Therapeutin gönnt mir noch eine ausgiebige Nachruhe, so dass ich langsam von meiner Traumreise zurück in die Realität zurückkehren kann.

Nach der Massage fühle ich mich wirklich tiefenentspannt. Am Anfang war ich zugegeben sehr skeptisch, ob am aktuellen Hype um die hawaiianische Tempelmassage etwas dran ist, aber ich kann sie wirklich weiterempfehlen. Die Massage hilft den stressigen Alltag für ein paar Minuten zu vergessen und Muskelverspannungen zu lösen. Die Lomi Lomi Nui Massage ersetzt nicht den täglichen Bedarf an ausreichender Bewegung, um Muskelverspannungen langfristig vorzubeugen, aber gerade nach einem anstrengenden Wanderwochenende war sie wirklich der krönende Abschluss eines entspannten Nachmittages.

Noch ein kleiner Tipp: die Massage sollte immer am Schluss eines Wellnesstages stehen. Am besten schon vorher duschen, dann wird das Öl nicht gleich wieder abgewaschen. Die Kosten einer Lomi Lomi Nui Massage gehen bei den zahlreichen Anbietern sehr weit auseinander: der Preis einer 1,5stündigen Behandlung kann zwischen 80 und 180 Euro liegen. Eine Faustregel im Spa-Bereich besagt, dass jede Behandlungsminute etwa ein bis zwei Euro kostet. An dieser Richtlinie sollte man sich zumindest grob orientieren, um nicht unnötig Geld auszugeben.



Hot Stone Massage – ein Erfahrungsbericht

Im letzten Urlaub hatte ich leider etwas Rückenschmerzen und habe mir daher eine Hot Stone Massage gegönnt. Mein Fazit lautet: absolut empfehlenswert!

Doch der Reihe nach. Die Hot-Stone-Massage kommt ursprünglich aus dem asiatisch, pazifischen Raum und/oder aus der indianischen Heilkunst – hier sind sich die Quellen nicht ganz einig und ich möchte das nicht entscheiden. In Deutschland wird sie auch als Warmsteinmassage oder La-Stone-Massage bezeichnet. Zur Behandlung werden normalerweise glattgeschliffene, ovale, zuvor auf 50 bis 60 Grad erhitzte Basaltsteine in verschiedensten Größen verwendet, da das vulkanische Gestein die Wärme besonders gut speichert.

Meine Hot Stone Massage begann damit, dass ich zuerst am ganzen Körper langsam mit duftendem Öl eingerieben wurde. Danach wurden die Steine auf meinem Körper verteilt: jeweils eine Reihe auf beiden Seiten der Wirbelsäule, auf den Beinen, jeweils ein angenehm schwerer Stein in meine halbgeöffneten Hände und sogar kleine Steine zwischen den Zehen. Auch unter meinen Bauch wurden ein paar Steine geschoben. Dann wurde ich zugedeckt und man ließ mich ein paar Minuten ruhen. Die warmen, öligen Steine fühlten sich wirklich sehr angenehm an. Ich habe sofort gemerkt, wie meine verspannte Muskulatur lockerer wurde und durch die Wärme nochmal zusätzlich entspannte. Vor meiner ersten Hot Stone Massage dachte ich immer, dass die Behandlung damit im Wesentlichen vorbei sei und sich auf das Auflegen der Steine beschränke. Doch nun begann die Therapeutin mich mit den Steinen sanft und langsam zu massieren. Mal verwendete sie dafür den kompletten Stein, indem sie damit über meinen Körper strich, mal klopfte sie vorsichtig auf besonders verhärtete Stellen oder nutze nur die Kante um z.B. besser an mein Schulterblatt zu kommen. Anschließend drehte ich mich auf den Rücken und die ganze Prozedur wurde mit der Körpervorderseite durchgeführt. Zum Schluss hatte ich dann noch genügend Zeit um nachzuruhen.

Zum Ergebnis kann ich nur sagen, dass ich sehr zufrieden mit meiner ersten Hot-Stone-Massage bin. Zum einen wirken die warmen Steine wirklich sehr entspannend und regen den Blutkreislauf an, zum anderen ist so eine Massage mit Steinen wirklich besonders und noch mal ein anderes Erlebnis als eine klassische Massage. Und vor allem waren meine Rückenschmerzen danach weg! Dennoch ist sie natürlich keine Wunderwaffe gegen Rückenschmerzen. Das Beste ist und bleibt nachwievor eine ausreichende Bewegung und kräftige Muskulatur. Daher betrachte ich die Hot Stone Massage bei Rückenschmerzen zwar nicht als Alternative zu Bewegung, aber als angenehme Ergänzung. Leider ist das Vergnügen nicht ganz günstig, sondern noch teurer als normale Massagen. Aber es ist halt was Besonderes und daher vielleicht auch eine Geschenkidee für einen lieben Menschen, dem man etwas Gutes tun möchte.

Da es sich bei einer Hot-Stone-Massage um keine medizinische Massage, sondern um eine Wellnessmassage handelt, darf sie nicht nur von ausgebildeten Physiotherapeuten/innen oder Masseuren/innen durchgeführt werden, sondern nach Besuch einer entsprechenden Fortbildung auch von Kosmetikern/innen, Friseuren/innen etc. Ich persönlich bevorzuge einen Therapeuten/innen, der bestens mit der menschlichen Anatomie und den Funktionssystemen des Körpers vertraut ist. Aber das sei natürlich jedem selbst überlassen.