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Meditation – der Weg zur inneren Ruhe

Der Begriff Mediation lässt sich vom lateinischen Wort meditatio ableiten und bedeutet übersetzt so viel wie nachdenken oder besinnen. Meditation wird in vielen Religionen ausgeübt und gehört zur spirituellen Praxis. Meditation ist anders als das Gebet keine Zwiesprache mit Gott, sondern vielmehr das Erreichen eines Bewusstseinszustandes, kann jedoch ebenfalls dem Ziel dienen Kontakt mit spirituellen Dimensionen herzustellen. In den östlichen Kulturen dient Meditation oft als Übung zur grundlegenden und zentralen Bewusstseinserweiterung.

Woher kommt Meditation?

Der Akt des Meditierens kann auf viele Ursprünge zurückgeführt werden, am weitesten lässt er sich jedoch in Indien zurückverfolgen. Besonders tief ist die Meditation im Buddhismus, Hinduismus und Jainismus verankert und wird meist als verschiedene Zustände der Versenkung beschrieben, welche das Ziel der Erleuchtung oder des Erreichens des Nirwanas haben. Auf diese ursprüngliche Form lassen sich unter anderem das indische Yoga, aber auch das chinesische Chan und das japanische Zen zurückführen. In der christlichen Tradition ist das Meditieren als Teil der geistlichen Übungen anzusiedeln und diente damals neben Lesungen, Gebeten und gegensätzlichen Betrachtungen der Sammlung des Geistes. Die heute bekannte Mediation erreichte vor allem im 19. Und 20. Jahrhundert die westliche Welt, meist durch die Lehren des Buddhismus oder durch Yoga. In der westlichen Welt wird Meditation meist als nichtreligiöse Methode zur Entspannung und zum Abbau von Stress eingesetzt.

Welche Meditationstechniken gibt es?

Die wohl bekannteste Methode ist das im Lotussitz vollzogene buddhistische Za-Zen. Bei dieser Variante sitzt der Meditierende mit überkreuzten Beinen auf einem Kissen, die Hände ruhen hierbei mit sich berührenden Daumen im Schoß. Diese Methode wird als sogenannte passive Meditation bezeichnet. Neben dieser Ruhemeditation gehören auch Konzentrationsmeditationen und transzendentale Meditationen zu den passiven Methoden. Bei einer Konzentrationsmeditation wird die eigene Konzentration oft auf ein einziges Objekt gelenkt, wie zum Beispiel den Atem, ein imaginäres Bild oder ein Mantra. Diese Fokussierung erleichtert das Ausblenden des eigenen Gedankenflusses und führt zu einer inneren Beruhigung. Zu den aktiven Methoden der Meditationen zählen unter anderem der Zen-Buddhismus, Yoga, Kampfkunst aber auch Tanz. Beim Zen-Buddhismus wird häufig eine körperliche Betätigung zum Fokus der Mediation. So zum Beispiel beim Kinhin – der Gehmeditation, dem Kado – der Weg des Blumenarrangements oder auch beim Zengarten – die Kunst der Gartengestaltung. Das bekannte Yoga hingegen unterstützt durch verschiedene Körperhaltungen und Atemtechniken die Meditation.

Alle Methoden haben gemeinsam, dass sie nur durch regelmäßige am besten tägliche Übung nachhaltig funktionieren. Mediation erfordert viel Geduld und Disziplin, wichtig ist ungeachtet der Methode, dass der Atem frei fließen kann und die Haltung aufrecht ist.

Was bewirkt Meditation?

Regelmäßige Meditation kann sich beruhigend auf Körper und Geist auswirken. Auch belegen Studien, dass regelmäßiges Meditieren die Struktur des Gehirns verändern kann, es sozusagen an bestimmten Stellen trainieren kann. Darüber hinaus kann Meditation bei körperlichen Beschwerden helfen, die Lebensqualität wiederherzustellen, auch wenn die Symptome nicht abgeschwächt werden. Dieses Phänomen wurde vor allem bei der Methode zur Mindfulness Based Stress Reduction (MBSR) nach US-Mediziner Jon Kabat-Zinn festgestellt. Wo durch das Erlernen von Meditationstechniken Befindlichkeitsstörungen gelindert und die Ausgeglichenheit gefördert wird. Medizinisch gesehen ist die Wirkung des meditativen Zustands an einer Veränderung der Hirnwellen festzustellen. Auch werden Herzschlag verlangsamt, Atmung vertieft und Muskelanspannungen reduziert.  Zusammengefasst kann man sagen, dass Meditation sich nicht nur beruhigend auf den Geist und das innere Wohlbefinden auswirken kann, sondern auch positive körperliche Veränderungen hervorrufen kann.



Yoga zum Entspannen – ein Erfahrungsbericht

Der Büroalltag ist bekanntlich nicht sehr rückenschonend. Auch ich hatte häufig mit Verspannungen im Rücken und Schulter-Nackenbereich zu kämpfen, deshalb ging es ab für mich ins Fitnessstudio. Da ich Gerätetraining nicht so toll finde, habe ich mich neben einem auspowernden Aerobictraining für einen entspannenden Yogakurs entschieden.

Ursprung und Wirkung von Yoga

Yoga hat in westlichen Ländern einen wahren Hype ausgelöst. Doch wo hat es seine Wurzeln? Die Ursprünge von Yoga liegen in Indien. Die ganzheitliche Gesundheitsmethode hilft seinen Körper, Geist und Seele in Einklang zu bringen. Körper-, Atem- und Meditationsübungen werden miteinander kombiniert. Es steigert nicht nur die Beweglichkeit, sondern auch die Konzentrationsfähigkeit. Nicht nur Rückenbeschwerden werden durch Yoga gelindert, sondern auch das Herzinfarktrisiko nimmt nachweislich ab.

Yogastile

Ich habe schon verschiedene Yogastile ausprobiert, am besten finde ich jedoch Vinyasayoga, das sehr viele Körper- und Atemübungen enthält. Meditationsübungen kommen nur selten vor, das ist sowieso nicht mein Ding – zu esoterisch 😉 Insbesondere Vinyasa-Yoga wirkt Wunder gegen Rückenbeschwerden und schon nach einigen Übungsstunden verbesserte sich mein Körpergefühl. Gleichzeitig macht es den Kopf frei und wirkt sehr entspannend – genau das richtige nach einem stressigen Tag. Weltweit gibt es mittlerweile über 40 Yogastile – da ist bestimmt für fast jeden etwas dabei.

Ausbildung zum Yoga-Trainer

Mir persönlich sind qualifizierte Trainer sehr wichtig, da man seinem Körper bei falsch ausgeführten Übungen mehr schaden als nützen kann. Der Beruf des Yoga-Lehrers ist nicht geschützt, deshalb gibt es zahlreiche Wege und Institute um Yoga-Lehrer zu werden. Eine gute Ausbildung zeichnet sich durch Anatomie- und Physiologieunterricht aus und sollte mindestens 200 Stunden umfassen.

Yoga-Übung für zwischendurch

Zum Schluss noch eine einfache Yoga-Übung für zwischendurch, die sich auch problemlos am Arbeitsplatz ausführen lässt. Damit die Kollegen nicht lachen, können sie ja einfach mitmachen und ihren Gleichgewichtssinn und Konzentrationsfähigkeit trainieren: mit geschlossenen Füßen hinstellen, langsam ein- und ausatmen. Das Gewicht auf einen Fuß verlagern und den anderen Fuß so weit wie möglich an die gegenseitige Schenkelinnenseite legen. Eine Minute halten und dann wechseln.

Viel Spaß beim Üben!

Das ist der Auftaktartikel zu einer kleinen Serie rund um „Yoga“. Lesen Sie die nächsten Wochen mehr zu den verschiedenen Yoga-Stilen und eine diplomierte Yoga-Lehrerin gibt im Experteninterview Tipps für Yoga-Einsteiger.

Yoga-Buchtipp

Isabella Welsch
Yoga typgerecht
Die fünf Elemente in der Yoga-Praxis

maudrich 2013, 176 Seiten, durchgehend farbig,
zahlr. Abb., Klappenbroschur
ISBN 978-3-85175-979-2
EUR 22,- [A]/ 21,40 [D]


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Schreiben Sie uns als Kommentar, was Sie mit Yoga erreichen möchten. Teilnahmeschluss: 15. Juni 2013, der Gewinner wird per E-Mail benachrichtigt.

Update 17.06.13: Die Gewinner sind gezogen und benachrichtigt. Bitte nicht mehr am Gewinnspiel teilnehmen.